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Innovation
Die SBB eröffnet schweizweit einzigartige Instandhaltungshalle in Olten

Zuverlässige und saubere Züge für Kundinnen und Kunden entstehen durch viele wichtige Arbeiten im Hintergrund. Im Werk Olten hat die SBB dafür mit dem neuen Hallenanbau eine schweizweit einzigartige Einrichtung realisiert. An sechs neuen Standplätzen können Tätigkeiten wie Lackieren, Schweissen oder Sandstrahlen effizienter erfolgen.

SBB/CFF/FFS (Text), SBB (Fotos)

Doppelstock-Pendelzug der Zürcher S-Bahn in der neuen Lackierkabine des Werks Olten

Im SBB Werk Olten wurde innert rund zwei Jahren ein neuer Hallenanbau mit einer Fläche von rund 6 500 m² realisiert, der heute offiziell eröffnet wurde. Er bietet moderne Arbeitsumgebungen für Lackier-, Klebe- und Malerarbeiten sowie für Tätigkeiten wie Schleifen, Schweissen und Sandstrahlen. Dies ermöglicht eine effiziente und professionelle Bearbeitung der Aussenflächen von Zügen. Aufgrund der Grösse, der Zuführung der Zug-Wagen zu den Standplätzen (mithilfe einer Schiebebühne) über eine Transportwegbrücke und des klimatisierten Klebegleises (z.B. für Beklebungen der Frontkabine) ist diese Anlage bislang schweizweit einzigartig.

Der neue Hallenbereich im Werk Olten ist auch zentral für die Erneuerung der 69 Regio-Dosto- und 61 Doppelstock-Triebzüge (DTZ) der Zürcher S-Bahn. Fachkräfte im Werk Olten machen die Züge fit, damit sie für die Kundinnen und Kunden zusätzliche sieben Jahre über die geplante Lebensdauer von 25 Jahren hinaus sicher und zuverlässig eingesetzt werden können. Insgesamt werden über 500 Millionen Franken in diese beiden Flottenerneuerungen investiert, damit die Reisenden unter anderem von einem aufgewerteten Innenraum, verbessertem Mobilfunk, LED-Beleuchtung sowie klareren Kennzeichnungen innen wie aussen profitieren.

Einsatz digitaler Technologien vereinfacht die Arbeiten

Um den Unterhalt an Zügen mittel- und langfristig dem Stand der Technik entsprechend zu gestalten, setzt die SBB bei der Erneuerung der DTZ-Züge auch auf digitale Werkzeuge: Extended-Reality-Brillen unterstützen Mitarbeitende bei der täglichen Arbeit und verbessern so einzelne Arbeitsschritte und -prozesse. Dies ermöglicht zudem eine zeitgemässe Verarbeitung von Informationen (weniger papierbasiert), was bei den technisch zunehmend komplexer und anspruchsvoller werdenden Instandhaltungsprozessen zentral ist.

Auch bei der Planung ihrer Instandhaltungsanlagen setzt die SBB vermehrt digitale Instrumente ein: Mittels Virtual Reality können neue Hallen oder Erweiterungen bestehender Anlagen besser geplant und mit stärkerem Einbezug der künftigen Nutzerinnen und Nutzern realisiert werden. Aktuell verwendet wird die Technologie bei der Planung und Realisierung von Instandhaltungsanlagen in der ganzen Schweiz (Werke, Serviceanlagen).

Die SBB erweitert das Werk Olten für 46 Millionen Franken | SBB News
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