Die Auslastungsanzeige im Online-Fahrplan zeigt heute Prognosen und keine Live-Belegung. Sie berücksichtigt unter anderem Fahrplan, Wochentag, Ferien, Feiertage und besondere Ereignisse. Genauere Fahrgastzahlen sollen künftig präzisere Belegungsprognosen ermöglichen. Reisende können damit besser einschätzen, wie voll ein Zug bzw. ein Wagen ist, und ihre Reise entsprechend planen. Das unterstützt eine bessere Verteilung der Reisenden, beschleunigt den Fahrgastwechsel und trägt zur Pünktlichkeit bei.
Dafür setzt die SBB im Fernverkehr schrittweise die automatische Fahrgastzählung ein, die im Regionalverkehr bereits im Einsatz ist. Dabei erfassen optische Sensoren die Kundenbewegungen von oberhalb der Durchgänge zu den Fahrgasträumen. Weitere Informationen in der
Ein mögliches neues System, bei dem die Sicherheitskameras für die automatische Fahrgastzählung eingesetzt werden könnten, wurde bisher lediglich als Proof of Concept geprüft. Es steht nicht fest, ob ein solches System überhaupt zum Einsatz kommt. Entscheidend wäre, dass es den Reisenden einen konkreten Mehrwert bringt, nämlich genauere Angaben zur Auslastung der Züge. Die Erfassung hätte in jedem Fall ausschliesslich den Zweck, die Anzahl Fahrgäste zu bestimmen. Eine Identifikation von Personen oder Gesichtserkennung wäre ausgeschlossen. Sollte die SBB ein neues System einführen, würde sie sich frühzeitig mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten abstimmen. Für die SBB geht es um mehr als die Einhaltung des Datenschutzes: Sie nimmt die Anliegen und Sorgen ihrer Kundinnen und Kunden ernst.