STEP Ausbauschritt 2035: schweizweit mehr und bessere Verbindungen

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist eine Erfolgsstory. Mit dem STEP Ausbauschritt 2035 wird diese Geschichte weitergeschrieben, denn er setzt dort an, wo der Nutzen für die Kunden im Personen- und Güterverkehr am grössten ist.

Foto einer Familie auf einem Perron.
Foto einer Familie auf einem Perron.

2040 werden fast zwei Millionen Menschen pro Tag mit der Bahn fahren – 50 Prozent mehr als heute. Das Schweizer Bahnnetz soll auch zu diesem Zeitpunkt die Bedürfnisse der Kunden decken: attraktive Verbindungen, pünktliche Züge, bezahlbare Billette. Deswegen wollen der Bund und die SBB das Angebot und die Infrastruktur mit dem STEP Ausbauschritt (AS) 2035 kundenorientiert und nachhaltig ausbauen. Die SBB begrüsst den vom Bundesrat verabschiedeten STEP AS 2035 im Umfang von 11,9 Milliarden Franken. Damit lassen sich viele Angebotsziele, welche die Kantone, die Güterverkehrsbranche und die SBB einbringen konnten, realisieren. Der Bundesrat hat die Botschaft Ende Oktober 2018 dem Parlament überwiesen – in der Frühlingssession wird der Ständerat als Erstrat über den STEP AS 2035 beraten.

Schweizweiter Halbstundentakt
Die Botschaft ans Parlament enthält primär eine Liste von Ausbauprojekten. Ausschlaggebend dafür ist jedoch ein schweizweit durchdachtes und zukunftweisendes Angebotskonzept. Die Projekte schaffen die Grundlage damit das Angebotskonzept umgesetzt werden kann. Dieses sieht für die Kunden folgende zentrale Verbesserungen vor:

  • Künftig verkehren die Fernverkehrszüge auf nahezu allen Linien im Halbstundentakt. Heute ist der Stundentakt die Grundfrequenz.

  • Auf Fernverkehrsstrecken mit hoher Nachfrage führt die SBB den Viertelstundentakt ein. So entsteht für viele Kunden ein zusammenhängendes Viertelstundentakt-Netz. Dies ist der nächste Quantensprung im Schweizer öV. Dank des Viertelstundentakts können die heute sehr gut ausgelasteten Züge wirksam entlastet werden.

  • Der Güterverkehr ist künftig auf der Ost-West-Achse im Halbstundentakt und dank des Expressnetzes schweizweit schneller unterwegs.

Weichenstellung für die Kunden und die Schweiz
Der STEP AS 2035 führt den bisherigen Ausbau der Schweizer Bahninfrastruktur fort. Die zahlreichen Infrastrukturmassnahmen der letzten Jahrzehnte verfolgten stets das Ziel, das Angebot für die Kundinnen und Kunden im Hinblick auf die künftige Entwicklung der Nachfrage weiter zu verbessern:  Um nur einige Beispiele zu nennen: Mit Bahn 2000 wurde die Fahrzeit zwischen Bern und Zürich auf unter eine Stunde reduziert. Die NEAT ermöglichte schnellere Anbindungen ins Tessins und ins Wallis.  ZEB ermöglicht mit dem Vierspurausbau Olten–Aarau (Eppenbergtunnel) ein Ausbau des Regional- und Fernverkehrsangebots unter Berücksichtigung des Güterverkehrs im Mittelland. Der laufende Ausbauschritt STEP AS 2025 bringt den Reisenden den ganztägigen Halbstundentakt zwischen Zürich–Lugano, Bern–Luzern und Zürich–Chur sowie eine Fahrzeitverkürzung Bern–Lausanne. Mit der fürs nächste Jahr geplanten Eröffnung des Ceneri-Basistunnels wird nicht nur die Fahrzeit auf der Nord-Süd-Achse reduziert, sondern auch die Verbindungen zwischen den drei Zentren Bellinzona, Locarno und Lugano deutlich verbessert. Nun steht mit dem STEP AS 2035 der nächste Ausbau an: Dank den zahlreichen Verbesserungen im Regional-, Fern- und Güterverkehr stellt er eine wichtige Weichenstellung für die Bahnreisenden und den Schweizer öV dar. Er leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität in den Regionen sowie im Land. Nun hat die Politik die Möglichkeit, den STEP AS 2035 so zu optimieren, dass das Angebot für die Kunden noch attraktiver gestaltet werden kann. Und dann folgt das Wichtigste: die Umsetzung. Ebenso ist es für die SBB zentral, dass der öV für die Kunden im Personen- und Güterverkehr sowie für die Besteller weiterhin bezahlbar bleibt. Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der Ausbauten sind auch nach dem Beschluss des Parlaments regelmässig zu hinterfragen.