Alle wichtigen Fragen und Antworten findest du im Q&A. Es wird laufend aktualisiert.
Weitere Informationen findest du in den Hotlinks und unter Downloads (Desktop: im Artikel rechts; Mobile: am Ende des Artikels).
Die SBB unterstützt die Energiespar-Alliance des Bundes.
Im Hinblick auf einen allfälligen Energiemangel hat das BAV die SBB und Postauto als Systemführer für den öffentlichen Verkehr eingesetzt.
Leiste deinen Beitrag und spare wo immer möglich Energie, sei es bei der Arbeit oder zu Hause.
Die Energiemangellage beschäftigt die SBB. Dieser Newsbeitrag liefert alle relevanten Informationen; er wird laufend aktualisiert.

Die SBB wird einen Teil der im Winter 2022/23 initiierten Massnahmen aufheben. Dazu zählt beispielsweise dieAbschaltung der grossen SBB Bahnhofsuhr im Wankdorf – diese ging Ende Mai 2023 wieder in Betrieb. Dank neuen LED-Panels kann der Stromverbrauch der Uhr deutlich reduziert werden. Die Uhranzeige wird über Nacht stark gedimmt, um weiterhin Energie zu sparen.
Andere Massnahmen wie die Temporeduktion im Gotthardbasistunnel oder Betriebsoptimierungen werden weitergeführt. Die SBB identifiziert laufend weitere Energiesparmassnahmen und ist mit den Behörden in engem Austausch. Ziel ist, eine Energiemangellage auch im kommenden Winter möglichst zu verhindern.
Um das Risiko einer allfälligen Energiemangellage weiter zu reduzieren, hat die Konzernleitung weitere Massnahmen beschlossen:
Ab Ende Oktober 2022 wird die Geschwindigkeit im Gotthard-Basistunnel reduziert. Dies nur, wenn ein Zug pünktlich unterwegs ist. Da im Fahrplan gewisse Reserven eingebaut sind, entstehen durch die Temporeduktion keine Verspätungen. Mit dieser Massnahme können rund 2000 Megawattstunden Strom pro Jahr eingespart werden – das entspricht dem Strombedarf von gut 500 Haushalten.
Ab Ende Oktober 2022 reduziert die SBB die Temperatur im Fahrgastraum wo möglich um bis zu zwei Grad. Mit dieser Massnahme können von November bis Februar 5000 bis 8000 Megawattstunden eingespart werden. Die Reduktion der Temperatur wird kaum spürbare Auswirkungen auf die Fahrgäste und die Mitarbeiter:innen haben.
Die SBB reduziert in den 30 grössten Bahnhöfen das Licht. Dies betrifft auschliesslich dekoratives Licht wie beispielsweise Fassaden- oder Weihnachtsbeleuchtung. Die Grundbeleuchtung im Bahnhof dient der Sicherheit und Gesundheit der Menschen und wird nicht reduziert.
Mit freiwilligen Sparmassnahmen wie beispielsweise der Reduktion der Heiztemperatur in Büroräumlichkeiten senkt die SBB ihren Energieverbrauch und hilft aktiv mit, die Versorgungssicherheit im Energiebereich für den kommenden Winter sicherzustellen.
Deshalb ist die SBB der Energiespar-Alliance beigetreten. Die Energiespar-Alliance vereint Organisationen, welche die Bemühungen für die Versorgungssicherheit im Winter unterstützen, indem sie freiwillig Massnahmen ergreifen, um Energie effizienter und sparsamer zu nutzen.
Die SBB hat zudem als Teil der Arbeitsgruppen «Nachhaltige Energie» und «Strommangellage im öV» des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV) Branchenempfehlungen erarbeitet, die aufzeigen, wie Mitarbeiter:innen im öffentlichen Verkehr mit ihrem Verhalten Energie einsparen können. Dabei handelt es sich um Empfehlungen für die drei Arbeitsorte «
- Licht immer löschen: Stets Abschalten von Licht in unbenutzten Räumen, Hallen und Lagern.
- Goodbye Standby: Abschalten von Geräten und Anlagen nach Arbeitsende oder bei längerem Nicht-Gebrauch, wenn technisch und betrieblich möglich.
- Richtig lüften: Räume besser energiesparend Stosslüften statt Dauerlüften.
- Tore und Türen schliessen: Die Öffnungszeiten der Hallentore auf ein Minimum reduzieren und Türen stets schliessen.
- Druckluft ohne Leck: Schadhafte Stellen im Druckluftnetz und an Geräten sind heimliche Energiefresser – hier lohnt sich ein besonders sorgfältiges Hinsehen und Hinhören und das Beheben von schadhaften Stellen.
- Zügig beschleunigen (ca. 70-80%) und möglichst elektrisch bremsen.
- Nutzung von Fahrzeitreserven, Topografie und persönlichen Fahrerfahrung für ein energiesparendes Fahren.
- Wenn betrieblich möglich: Nutzen der vPRO Informationen und Berücksichtigung der Meldungen «Adaptive Lenkung».
- Keine unnötige Vorzeitigkeit aufbauen.
- Bildschirm-Helligkeit reduzieren: Indem Helligkeit von Screen und Umgebungslicht etwas zurückgestellt werden, lässt sich Energie sparen.
- Radiatoren freihalten: Warme Luft muss ungehindert zirkulieren können.
Strom und Gas sind für die SBB essenziell. Deshalb befasst sich die SBB intensiv mit der drohenden Strom- sowie Gasmangellage. Die SBB ist in engem Austausch mit dem Bund sowie der Branche und erarbeitet konkrete Vorbereitungsmassnahmen. Erste interne Sparmassnahmen wurden bereits in die Wege geleitet: So wird die Beleuchtung und Beheizung in den Bürogebäuden reduziert und das Warmwasser abgestellt. An den grossen Bürostandorten werden keine SBB Logos mehr beleuchtet und die grosse Uhr am SBB Hauptsitz im Wankdorf wurde ausgeschaltet.
Am 15. September 2022 hat die SBB anlässlich der Medienkonferenz zu den Halbjahreszahlen weitere Massnahmen zur Vorbereitung auf eine Energiemangellage kommuniziert:
- Damit die SBB auch in einer Mangellage eigenen Strom erzeugen und damit das Bahnangebot aufrecht erhalten kann, hält sie die Stauseen derzeit möglichst gefüllt. Dazu muss die SBB Ersatzenergie zu stark steigenden Kosten am Markt beschaffen. Dies hat sich bereits im ersten Halbjahr negativ aufs Ergebnis des Bereichs Infrastruktur Energie ausgewirkt (2022: -24,2 Millionen Franken, 2021: +17,5 Millionen Franken) und wird das Jahresergebnis 2022 zusätzlich belasten.
- Die SBB geht dem Appell des Bundesrates nach und spart 15 Prozent ihres Gasverbrauchs ein. In den eigenen Gebäuden wird die Heiztemperatur auf 20 Grad gesenkt. Damit können knapp 10 Prozent des Gasverbrauchs reduziert werden. Die restlichen 5 Prozent werden durch die Umstellung von Gas auf Öl eingespart, obwohl dies die CO2-Bilanz verschlechtert. Bei einer Verschärfung der Gasmangellage können weitere Anlagen auf Ölfeuerung umgestellt werden. Bei der SBB wird Gas hauptsächlich für die Beheizung der Bahnhöfe und anderen Immobilien benötigt.
- Neben der Beleuchtung der Logos an den grossen Bürostandorten wird auch auf Fassaden- und Weihnachtsbeleuchtung verzichtet.
