Aktuell geniesse ich noch ein paar letzte Ferientage mit meiner Familie im Süden, um dann mit neuen Kräften ins zweite halbe Jahr zu starten. Im vergangenen halben Jahr beschäftigte mich – und viele von euch – vor allem die Situation in der Romandie.
Während des letzten Jahres hat die SBB zusammen mit der Westschweizer Verkehrskonferenz (CTSO) und dem Bundesamt für Verkehr (BAV) den Fahrplan in der Romandie auf eine neue Basis gestellt. Der Grund sind immer mehr Reisende sowie der Ausbau und die Erneuerungsarbeiten auf dem Netz. Die SBB muss dem Fahrplan etwas Luft verschaffen, indem sie insbesondere die Fahrzeiten zwischen den Bahnhöfen verlängert. Nur so kann gebaut werden. Der neue Fahrplan tritt ab Dezember 2024 in Kraft und gilt für die rund nächsten zehn Jahre. Der Fahrplan 2025 ist vor allem bei den Städten am Jürasüdfuss auf Widerstand gestossen. Dies weil der IC5 zwar neu jede halbe Stunde verkehrt, jedoch in Lausanne endet, Reisende nach Genf müssen in Renens umsteigen.
Ebenfalls negatives Echo haben wir für die Verzögerungen im Bahnhof Lausanne erhalten: Mit der Modernisierung des Bahnhofs Lausanne werden auch die Personenflüsse optimiert. Zudem werden die Perrons in der maximal möglichen Breite erstellt. Dadurch passt die Kapazität im Personenfluss auf das zukünftige Angebot in der Personenbeförderung. Dank dieser Verbesserung kann der Bahnhof Lausanne länger genutzt werden, ohne dass es zu einer Überlast kommt. Gleichzeitig wird die Baustatik optimiert. Aufgrund der umfangreichen Projektanpassung wird die Modernisierung des Bahnhofs Lausanne rund 4.5 Jahre später als geplant in 2037 abgeschlossen sein. Im Angebot für die Personenbeförderung gibt es keine Verzögerung.
Aktuell laufen die Verhandlungen zur Leistungsvereinbarung (LV) 25-28. Der Substanzerhalt muss auch weiterhin Vorrang haben vor dem Ausbau, damit die SBB das Niveau der Verfügbarkeit sowie des Netzzustandes halten kann. Die SBB macht sich daher stark dafür, auch künftig ausreichend Mittel für den Substanzerhalt zu erhalten und die künftigen Bahnausbauten verträglich zu planen.
Auch das Thema Sicherheit beschäftigt uns nach wie vor stark. Im vergangenen Jahr haben sich auf den Baustellen der SBB überdurchschnittlich viele schwere Unfälle ereignet. Daher haben die Sozialpartner ihre Befürchtungen hinsichtlich einer negativen Entwicklung der Sicherheit auf Baustellen zum Ausdruck gebracht. Gemeinsam mit den Sozialpartnern hat die SBB im Herbst 2022 deshalb sechs Handlungsfelder und entsprechende Massnahmen definiert. Diese wurden im vergangenen halben Jahr in verschiedenen Arbeitsgruppen gemeinsam vertieft, und wichtige Ergebnisse konnten erreicht werden, welche nun laufend umgesetzt werden. Weitere Informationen finden sich in der SBB News Infrastruktur, welche am 19.07.2023 publiziert worden ist.




