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Personenflüsse in Bahnhöfen besser kennen: Worum es geht
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Personenflüsse in Bahnhöfen besser kennen: Worum es geht

Mehr Sicherheit und ein möglichst angenehmer Aufenthalt am Bahnhof: Dies soll das neue Messsystem für Kundenfrequenzen ermöglichen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Thema.

SBB/CFF/FFS (Fotos)

Um die Bahnhöfe sowohl für Reisende wie auch für Kundinnen und Kunden so sicher und so angenehm wie möglich zu gestalten, möchte die SBB die Personenflüsse in den Bahnhöfen besser kennen. Deshalb hat sie im April 2023 ein neues Kundenfrequenzmesssystem zur Beschaffung ausgeschrieben. Das Vorhaben hatte in der Öffentlichkeit viele Fragen aufgeworfen, woraufhin die SBB das Projekt nochmals geprüft und am 12. Juni 2023 eine angepasste Ausschreibung publiziert hat. Am 24. November 2023 hat die SBB die Vergabe des Kundenfrequenzmesssystems an den Anbieter Swisscom Broadcast AG kommuniziert.

Worum geht es beim Kundenfrequenzmesssystem in Bahnhöfen? Was bringt es den Kundinnen und Kunden? Wie wird der Datenschutz sichergestellt? Dieser Artikel beantwortet die Fragen rund um das Thema. Er wird laufend aufdatiert.

Wann wird das neue Kundenfrequenzmesssystem eingeführt? (Update vom 12. August 2024)

Als erster Bahnhof wird Schaffhausen mit Sensoren bestückt. Die Montage erfolgt ab dem 12. August 2024. Weitere Bahnhöfe folgen voraussichtlich ab 2025.

Wo steht die SBB im Ausschreibungsprozess für das Kundenfrequenzmesssystem aktuell? (Update vom 24. November 2023)

Die SBB hat entschieden, dass Swisscom Broadcast AG den Zuschlag erhält. Diese hat die Zuschlagskriterien insgesamt am besten erfüllt. Das System des neuen Anbieters wird ab 2024 schrittweise eingeführt.

Was ist der Unterschied zwischen der ursprünglichen und der neuen Messung? (Update vom 24. November 2023)

Bisher hat die SBB beim Ein- und Ausgang und zum Teil auch im Bahnhof die Anzahl Personen gemessen. Vereinzelt wurden Personenströme dargestellt. Mit dem System von Swisscom Broadcast AG soll dies vermehrt möglich sein. Damit kann die SBB die Sicherheit im Bahnhof wo nötig erhöhen, Reinigungspläne optimieren und dafür sorgen, dass das richtige Angebot am richtigen Ort ist.

An welchen Bahnhöfen wird das Messsystem des neuen Anbieters eingesetzt?

Das System des neuen Anbieters wird ab 2024 schrittweise eingeführt. In einem ersten Schritt werden die Systeme der bereits ausgerüsteten Bahnhöfe ausgewechselt. Voraussichtlich ab 2025 folgt die Ausrüstung weiterer Bahnhöfe. Eine Liste der Bahnhöfe mit Messsystem ist auf der Webseite «Personenflüsse» ersichtlich.

Warum misst die SBB überhaupt Personenflüsse in Bahnhöfen?

Es geht darum, die Bahnhöfe für Reisende und Kund:innen so sicher und so angenehm wie möglich zu gestalten. Die SBB muss die Sicherheit gewährleisten und will sie wo nötig erhöhen, die Reinigungspläne optimieren, Engpässe bei Durchgängen identifizieren, die Personenflüsse richtig lenken und auch dafür sorgen, dass das richtige Angebot am richtigen Ort ist, zum Beispiel Billettautomaten oder Lebensmittelläden. Kurz: Die Infos zu Personenflüssen dienen dazu, die Bahnhöfe und das gesamte Bahnsystem zu dimensionieren, zu optimieren und zu unterhalten.

Was haben die Kund:innen in Bahnhöfen von einem solchen Messsystem?

Die Kund:innen profitieren von sicher und gut gestalteten Bahnhöfen, sie profitieren davon, wenn die Reinigung gut organisiert ist, die Informationsanzeigen und Sitzgelegenheiten am richtigen Ort platziert sind und bei Umbauprojekten Durchgänge richtig dimensioniert werden. Ausserdem gibt es so für Kund:innen möglichst wenig Hindernisse und Engpässe; Staus vor Durchgängen werden von Anfang erkannt und ausgeschlossen. Und Kund:innen finden die richtigen Läden und das Verkaufsangebot dort, wo es ihren Bedürfnissen entspricht.

Wie stellt die SBB den Datenschutz sicher? (Update vom 24. November 2023)

Der Datenschutz ist für die SBB zentral. Deshalb hat die SBB das Messsystem so konzipiert, dass keine personenbezogenen Daten erfasst werden. Es bestehen daher auch keine Risiken einer Datenschutzverletzung. Dennoch hat die SBB für das eingegangene Angebot eine Datenschutzfolgeabschätzung (PDF, 311KB) erstellt und dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragen (EDÖB) vorgelegt. Dieser hat gegen den in der Datenschutz-Folgenabschätzung beschriebenen Einsatz des Kundenfrequenzmesssystems keine Einwände

Will die SBB mit den Daten nicht einfach die Umsätze in den Bahnhofsläden steigern?

Nein, es geht in erster Linie um Sicherheit und gute Gestaltung. Dazu gehört auch, dass das richtige Angebot am richtigen Ort ist, sodass zum Beispiel Billettautomaten oder Lebensmittelläden dort sind, wo es für die Reisenden am meisten Sinn macht. Wenn das Angebot in Bahnhöfen dem entspricht, was Kund:innen suchen, stimmen natürlich auch die Umsätze.

Betritt die SBB mit der Ausschreibung für ein Kundenfrequenzmesssystem Neuland?

Nein. Die SBB hat bereits heute ein Kundenfrequenzmesssystem im Einsatz. Seit mehr als zehn Jahren erhebt sie an grösseren Bahnhöfen in der Schweiz die Anzahl der Benutzer:innen. Seit zwei Jahren macht sie das auch auf den Perrons.

Werden Einzelpersonen erfasst und überwacht? Werden Gesichter erkannt?

Nein, weder das eine noch das andere. Das System, das die SBB einsetzt, soll einzig und allein die Passagierflüsse erheben, jedoch keine einzelnen Personen und keine Bilder. Das ist schon heute so und auch in Zukunft.

Warum gab es denn Diskussionen zu Gesichtserkennung, Spionage und sogar Massenüberwachung?

Die ursprüngliche Simap-Ausschreibung war von Fachleuten für Fachleute formuliert und damit sehr technisch. Auch war sie stellenweise missverständlich, was die SBB bedauert.

Die SBB versteht die Befürchtungen der Menschen, wenn es um Erfassung und Nutzung von Daten geht. Sie begrüsst die öffentliche Diskussion darüber.

Wie im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz Mitte März 2023 kommuniziert, verzichtete die SBB in der Ausschreibung für ein neues Kundenfrequenzmesssystem nach einer Nutzenabwägung auf die Option, damit Kundensegmente nach Alter, Geschlecht oder Grösse zu erfassen (vgl. SBB News «Personenflüsse in Bahnhöfen: SBB fokussiert auf Kernfunktionen und verzichtet auf Segmentierung»). Der Nutzen für das Bahngeschäft war zu wenig gegeben. Ausserdem hat die SBB die Befürchtungen aus Politik und Öffentlichkeit gehört und ernst genommen. Darum hat sie die ursprüngliche Ausschreibung Anfang April provisorisch abgebrochen und am 12. Juni 2023 eine angepasste Ausschreibung ohne die Option für die Segmentierung publiziert.

Was ist mit Videoüberwachung in Bahnhöfen und Zügen? Die SBB hatte eine Ausschreibung für Videokameras und Kundeninformationsmonitore veröffentlicht. Wieso? (Update vom 12. August 2024)

Videokameras und Kundeninformationsmonitore in Zügen sind im öffentlichen Verkehr zentral für die Sicherheit und den Informationsbedarf der Reisenden. Die SBB hatte 2023 dazu eine Ausschreibung publiziert. Den Zuschlag haben die Unternehmen Strabag (Kameras) und ErvoCom (Monitore) erhalten. Die neuen Geräte werden in Zügen eingesetzt, welche die SBB in der Zukunft beschaffen wird. Die Monitore sollen im Betrieb möglichst energieeffizient sein und müssen die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) vollumfänglich erfüllen. Videokameras müssen die Anforderungen der Verordnung über die Videoüberwachung im öffentlichen Verkehr (VüV ÖV) erfüllen und sind zum Schutz der Reisenden, der Mitarbeitenden und des Betriebs seit über 20 Jahren im Einsatz.

Wo und weshalb setzt die SBB Videoüberwachung ein?

Die SBB setzt Videoüberwachung sowohl zum Schutz und zur Sicherheit von Kund:innen und Mitarbeitenden als auch für betriebliche Zwecke ein. Videoüberwachung ist für die SBB ein wichtiges Element, um den Sicherheits-Standard in Zügen für die Kund:innen und Mitarbeiter:innen weiter erhöhen zu können. Bei Übergriffen auf das Personal dienen die Bilder zudem als wichtiges Beweismittel bei einer allfälligen Strafanzeige. Videoüberwachung in Zügen hilft der SBB auch, bei Notfällen (auch medizinischen) sofortige Hilfe einzuleiten. Betätigt jemand den SOS-Knopf im Zug, werden der Einsatzleitzentrale der Transportpolizei Bilder für die weitere Hilfeleistungen übermittelt.

Aktuell setzt die SBB rund 2400 Videokameras an Bahnhöfen, Immobilien und weiteren Infrastrukturen und rund 22 300 Videokameras in Zügen ein. Der Einsatz von Videokameras ist gesetzlich über die Videoüberwachungsverordnung des öffentlichen Verkehrs (VüV-ÖV) klar geregelt.

Datenschutz mit neuem Kundenfrequenzmesssystem gewährleistet«Keine Gesichtserkennung in den Bahnhöfen»Was die Ausschreibung wirklich will
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