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Was bringt eine Reduktion auf 20 km/h im Rangierbereich?
Was bringt eine Reduktion auf 20 km/h im Rangierbereich?

Lassen sich Anzahl und Ausmass von Ereignissen im Rangierbereich durch eine tiefere Fahrgeschwindigkeit senken? SBB Cargo Produktion hat es getestet: mit dem Pilotprojekt «Rangiergeschwindigkeit 20 km/h».

Elie Peter (Text)SBB/CFF/FFS (Fotos)

Erkenntnisse aus Ereignisanalysen hatten aufgezeigt, dass das Tempo im Rangierbereich nicht immer den Umständen angepasst wird, wie es das Reglement vorschreibt. Diverse Unfälle hätten vermutlich ein kleineres Schadensausmass gehabt oder sogar vermieden werden können, wären die Lokführenden mit angepasster Geschwindigkeit gefahren. Deshalb rief SBB Cargo Produktion ein Pilotprojekt ins Leben: Reduktion der Rangiergeschwindigkeit auf max. 20 km/h.

Die Vorschrift «Rangiergeschwindigkeit 20 km/h» wurde per 1.1.2024 unbefristet an ausgewählten Standorten in der Schweiz eingeführt. Die Analyse nach sechs Monaten verglich nun die Anzahl der Ereignisse sowie die Schadenskosten mit den Vorjahren. Zudem gab es eine Befragung von Mitarbeitenden.

Diverse Gründe für positive Entwicklung

Was hat die Analyse ergeben? «Zwar sind die Ereignisse und Schadenskosten rückläufig», sagt Projektleiterin Darija Haas, «dennoch zeigen die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt kein eindeutiges Bild auf – sprich: Wir konnten nicht erkennen, dass die positive Entwicklung direkt auf die 20 km/h zurückzuführen ist.» Die Entwicklung ist laut Analyse vielmehr auf verschiedene Massnahmen (z.B. Rangierkommunikation, Warnfunktion Rangier) und insbesondere auf das gesteigerte Bewusstsein und Handeln im Gleisbereich zurückzuführen. Deshalb werden die Vorschriften der 20 km/h per 7.10.2024 wieder aufgehoben.

Gemäss Reglement (FDV 300.4, Ziffer 3.6.1) ist die Fahrgeschwindigkeit beim Rangieren der Sicht, den örtlichen Verhältnissen und den vorhandenen Bremsmitteln anzupassen. Der Lokführer:in darf nur so schnell fahren, dass er an der vorgesehenen Stelle sicher anhalten kann.

Wir vertrauen unseren Mitarbeitenden, dass sie Verantwortung für ihre Handlungen übernehmen und sich konsequent an Vorgaben, Prozesse und Regeln halten, um aktiv zu einem sicheren Betrieb beizutragen. Zu jedem Zeitpunkt gilt: Sicherheit vor Pünktlichkeit.

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