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Was tun bei Belästigung und Aggressionen im Zug oder am Bahnhof?
Bahnhöfe
Was tun bei Belästigung und Aggressionen im Zug oder am Bahnhof?

Ein respektvolles Miteinander in Zügen und Bahnhöfen ist zentral für eine angenehme und sichere Reise. Auch Sie können einen Beitrag leisten. Melden Sie, falls Sie sich während Ihrer Reise unsicher fühlen oder etwas beobachtet haben. Hier erfahren Sie alles über die Anlaufstellen der SBB bei Belästigung und Aggressionen im Zug oder am Bahnhof.

Milena Steiner (Fotos)

Was mache ich, wenn ich im Zug oder am Bahnhof unangebrachtes Verhalten beobachte oder selbst angegriffen oder belästigt werde?

Falls Sie unangebrachtes oder aggressives Verhalten beobachten oder selbst davon betroffen sind, kontaktieren Sie die Transportpolizei unter 0800 117 117 oder die örtliche Polizei unter 117. Haben Sie kein Telefon zur Hand, wenden Sie sich in begleiteten Zügen an das Zugpersonal, welches die Transportpolizei in Kenntnis setzen kann.

Moderne Züge verfügen zudem meist über einen Notfallknopf, welcher sich im Eingangsbereich der Wagons befindet. Durch Betätigen des Notfallknopfs wird via Mikrofon eine direkte Verbindung zur Einsatzleitzentrale der Transportpolizei aufgebaut.

Grundsätzlich: Bewahren Sie Ruhe, entfernen Sie sich, wenn möglich, aus der Gefahrenzone und suchen Sie nach Hilfe von SBB Personal oder anderen Fahrgästen.

Was tue ich, wenn ich mich durch das Verhalten von SBB Mitarbeitenden unsicher oder unwohl fühle?

Meldungen zum SBB Personal können Sie unter sbb.ch/hilfe oder über das Contact Center unter der Nummer 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) vornehmen. Die SBB nimmt jedes Anliegen ernst und bearbeitet dieses.

Bei akuter Gefahr können Sie die Transportpolizei unter der Nummer 0800 117 117 oder die örtliche Polizei unter 117 kontaktieren.

Ist das SBB Personal auf Konfliktsituationen geschult?

SBB Mitarbeitende werden in der Deeskalation von heiklen Situationen geschult. Die praxisnahen Module der Schulungen sind für Mitarbeitenden im direkten Kundenkontakt konzipiert und bieten zusätzliche Handlungsempfehlungen, um in kritischen Situationen professionell und deeskalierend reagieren zu können, ohne sich selbst zu gefährden.

Seit Sommer 2024 bietet zudem als zusätzlicher Standort das neue Security-Trainingszentrum für SBB Mitarbeitende in einem realitätsnahen Umfeld spezialisierte Schulungen für den Umgang mit Gewalt und Aggressionen an.

Was macht die SBB für die weitere Erhöhung der Sicherheit von Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitenden?

Um die Sicherheit von Kund:innen und Mitarbeitenden weiter zu erhöhen, hat die SBB bereits verschiedene Massnahmen ergriffen und prüft kontinuierlich weitere Präventionsmassnahmen.

Verstärkte Präsenz der Transportpolizei und Transsicura

Die SBB investiert seit diesem Jahr zusätzliche Mittel für die verstärkte Präsenz der Transportpolizei und Transsicura sowie weiteren Sicherheitsdiensten an Bahnhöfen und in Zügen.

Zweier-Begleitung im Fernverkehr nach 22 Uhr

Alle Züge im Fernverkehr werden nach 22 Uhr konsequent von zwei Kundenbegleiter:innen begleitet. Auch auf Frühzügen oder tagsüber auf ausgewählten Zügen ist die Begleitung zu zweit gewährleistet. Zudem wird aktuell ein Pilotprojekt durchgeführt, bei welchem die Fahrausweiskontrolle in Vierer-Teams sichergestellt wird, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Sowohl die Reisenden haben mehr Ansprechpersonen in den Zügen, als auch die Mitarbeitenden können sich gegenseitig unterstützen.

Einführung von Bodycams

Seit September 2024 sind die Polizist:innen der Transportpolizei mit Bodycams ausgestattet. Diese können zur Abschreckung potenzieller Täter:innen, zur Deeskalation von Konflikten und, wenn nötig, zur Beweissicherung eingesetzt werden, wodurch sie zur Sicherheit im öffentlichen Verkehr beitragen.

Mehr Informationen zu den Bodycams finden Sie im SBB News Artikel «Was bringen Bodycams und warum setzt sie die Transportpolizei ein?».

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