RTS hat am 10. Mai 2026 auf der eigenen Website publiziert, dass «
Die Ursache für diesen Fehler von RTS liegt in einer falschen Interpretation der eingesehenen Zahlen. Die fraglichen Zahlen, die auf der Open Data Swiss-Website veröffentlicht werden, sind nicht die tatsächlichen Zahlen der Zugauslastung, sondern Schwellenwerte für die prognostizierte Zugauslastung für die nächsten drei Monate. Diese dienen dazu, bei einer Fahrplanabfrage die Farbe der Piktogramme mit drei Personen festzulegen.
Die Farbvariation basiert auf Schätzbereichen: So repräsentiert ein Piktogramm mit drei roten Zeichen eine geschätzte Auslastung zwischen 80 und 100 Prozent. RTS erklärt in der Methodik, für alle Zahlen in dieser Kategorie den Wert von 100 Prozent angenommen zu haben. Dies führt zu grossen Fehlerspannen und später zu Fehlschlüssen.
Die Behauptung, dass der «am stärksten ausgelastete Zug der Schweiz zwischen Lausanne und Genf verkehrt», ist daher eher zufällig bei der Interpretation von Zahlen als bei der Realität. Auch in der Zürcher S-Bahn, in den Zügen zwischen Luzern und Zürich oder im Léman Express und der S-Bahn um Zug gibt es vollere Züge, die mit den drei Personen im Fahrplan rot markiert sind und zu den am stärksten frequentierten Zügen der Schweiz gehören.
Die Piktogramme der SBB zur Prognose der Zugauslastung sind in erster Linie ein Service für die Kundinnen und Kunden, um bei der Suche nach einem Fahrplan einen Zug mit mehr Platz auszuwählen. Die Prognosen ermöglichen aber keinesfalls die Erstellung von Hitparaden der Zugauslastung.

