Mehr Reisende auch im internationalen Personenverkehr
Die Kooperationsstrategie der SBB mit den ausländischen Partnerbahnen bewährt sich: Im grenzüberschreitenden Personenverkehr waren im ersten Halbjahr mehr Reisende unterwegs (2025: rund 6 Millionen Reisende, +3,5 Prozent gegenüber 2024 trotz Bauarbeiten). Die SBB erhält vom Bund finanzielle Unterstützung für ausgewählte Projekte zur Weiterentwicklung des internationalen Personenverkehrs. Die Planung der angekündigten neuen Nachtzugverbindung nach Schweden läuft. Der Zug soll ab Frühling 2026 zwischen Basel SBB und Kopenhagen/Malmö verkehren; Malmö ist der Hub für weitere Ziele in Skandinavien.
Fokus auf gut funktionierende Infrastruktur und Kundennutzen beim Bahnausbau
Die SBB will die Pünktlichkeit auch in Zukunft hoch halten. Dies erfordert einen guten Zustand der Bahninfrastruktur und der Flotten. Beim Bahnnetz hat für die SBB der Substanzerhalt Priorität vor dem Ausbau, dafür sind mehr finanzielle Mittel als bisher notwendig. Die bestehende Infrastruktur muss gut funktionieren, benötigt Erneuerungen und Unterhalt. Weiter müssen die Modernisierung und Digitalisierung des Bahnnetzes systematischer vorangetrieben werden. Um die wachsende Mobilitäts- und Transportnachfrage zu bewältigen, sind nicht nur in Zukunft, sondern zeitnah gezielte Ausbauten des Bahnnetzes nötig. Andernfalls kommt es bereits ab den 2030er Jahren zu grösseren Überlasten, dies namentlich in den Grossräumen Zürich und im Arc lémanique sowie im Freizeit- und Tourismusverkehr. Menschen oder Güter bleiben stehen.
Die SBB begrüsst, dass die Ausbauprojekte priorisiert werden. Aus Sicht der SBB sind für den Entscheid, welche Ausbauten zuerst realisiert werden, drei Kriterien besonders wichtig:
- Die Projekte müssen den grösstmöglichen Kundennutzen und schrittweise Angebotsverbesserungen in allen Landesteilen bringen (z.B. den Viertelstundentakt auf Fernverkehrsstrecken mit hoher Nachfrage).
- Sie müssen wirtschaftlich sein, d.h. die Finanzierung des zukünftigen Angebots im Personen- und Güterverkehr muss durch Besteller und Unternehmen vorausschauend geplant sein, ebenfalls sind die Folgekosten im Substanzerhalt zu berücksichtigen
- Wichtig ist zudem die Aufwärtskompatibilität: Die Projekte müssen die Basis sein für die langfristigen Pläne ab Mitte Jahrhundert, welche zukünftige Generationen umsetzen werden.