Die SBB baut ihr Angebot laufend aus – neben dem Pendlerverkehr stellt die SBB insbesondere an den Wochenenden eine steigende Nachfrage fest. Neben den regulären Verbindungen fährt die SBB auch zahlreiche Extrazüge, beispielsweise für Wochenendreisen in Tourismusgebiete oder für verschiedene Grossanlässe im ganzen Land. Mit dem neuen Einsatzkonzept für das Lokpersonal kann sie diese zusätzlichen Züge fahren, ohne den Mitarbeitendenbestand vergrössern zu müssen. Damit wird die SBB mit den gleichen Mitteln effizienter und spart Kosten, was schlussendlich auch den Reisenden und Steuerzahlenden zugute kommt.
Das neue Konzept beinhaltet die Einführung von zusätzlichen und alternativen sogenannten «Brechpunkten», d.h. das Lokpersonal kann an mehr Bahnhöfen als bisher den Zug wechseln. Dies ermöglicht es, dass das Lokpersonal neben längeren Fahrten auch mehrere kürzere Strecken fährt. Dadurch erhöht sich die Flexibilität: Einsätze können effizienter kombiniert und Leerzeiten vermieden werden. Zudem soll es damit einfacher werden, aufgrund von Baustellen, Störungen oder Events die Einsätze anzupassen.
Das bedeutet auch, dass das Lokpersonal künftig soweit möglich an dem Standort startet und ankommt, der auch dem regulären Depotstandort des Mitarbeitenden entspricht. Dadurch entfallen Fahrten an andere Standorte, beispielsweise mit Taxis oder Leerfahrten, und Wartezeiten für die Lokführer:innen. Dieses neue Konzept führt zu einer Steigerung der aktiven Fahrzeit während der Arbeitszeit der Lokführer:innen.
Sicherheit und Qualität stehen auch mit der neuen Einsatzplanung an erster Stelle. Das neue Einsatzkonzept ändert nichts an den hohen Sicherheitsstandards und -prozessen der SBB. Es wurde eine Risikoüberprüfung gemäss der geltenden SBB Richtlinie durchgeführt. Das Lokpersonal wird auch im neuen Einsatzkonzept die gleichen fachlichen Kriterien erfüllen wie bisher, um die hohen Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Die SBB führt regelmässige Gespräche mit ihren Sozialpartnern bezüglich des Einsatzkonzepts und bindet die Mitarbeitenden schrittweise in den Prozess ein. Sie legt grossen Wert auf einen transparenten Dialog, um die Anliegen des Personals mitzuberücksichtigen und bleibt weiterhin offen für Rückmeldungen.

