Ab dem kommenden Montag können Fahrgäste individuelle Fahrten in einem der drei Personenwagen buchen und automatisierte Mobilität im Alltag nutzen. Die Fahrzeuge fahren im selbstfahrenden Modus im regulären Verkehr und bedienen knapp 100 vordefinierte Haltepunkte in den Gemeinden Boppelsen, Dänikon, Hüttikon und Otelfingen. Auf dem Fahrersitz befindet sich eine Sicherheitsperson, der Beifahrersitz bleibt aus Sicherheitsgründen frei. Die Buchung der Fahrten erfolgt über die App «iamo». Bis zu drei Fahrgäste pro Auto werden an den Haltepunkten abgeholt und innerhalb des Betriebsgebiets an ihr Ziel gebracht.
Der Preis setzt sich pro Fahrt zusammen aus einer Grundpauschale von 4.70 Franken und einem Kilometerpreis von 0.38 Franken. Da es sich um einen Pilotversuch handelt, ist dieses Angebot nicht ins ÖV-System integriert. Generalabonnements und andere ÖV-Abos sind daher nicht gültig. Das Angebot steht Personen ab 12 Jahren zunächst täglich zwischen 13 Uhr und 17 Uhr zur Verfügung.
Der aktuelle Passagierbetrieb baut auf umfangreichen Tests auf: Im Sommer 2025 waren die ersten beiden Fahrzeuge im Furttal unterwegs. Damals wurden sie noch manuell gesteuert und erstellten eine hochpräzise digitale Karte der Pilotregion. Diese dient nun – in Kombination mit Echtzeitdaten – als Grundlage für die sichere Navigation der Fahrzeuge im automatisierten Modus.
Im November 2025 erteilte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) dem Pilotversuch die Bewilligung zum automatisierten Fahren. Seither sind bis zu drei Fahrzeuge selbstfahrend im regulären Strassenverkehr unterwegs, stets mit einer Sicherheitsperson hinter dem Lenkrad. Die Fahrten fanden zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wetterlagen sowie bei variierendem Verkehrsaufkommen statt. Sämtliche Einsätze wurden dokumentiert und ausgewertet, um das Fahrverhalten kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Im weiteren Projektverlauf soll die Flotte durch Kleinbusse ergänzt und Fahrten ohne Sicherheitsperson an Bord ermöglicht werden. Die Fernüberwachung der Kleinbusse ohne Sicherheitsperson übernimmt dann geschultes Personal aus der zentralen Leitstelle von Eurobus. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Freigabe des ASTRA.
Die aktuell eingesetzten Personenwagen werden hingegen während des gesamten Passagierbetriebs von einer Sicherheitsperson begleitet. Ein fahrerloser Betrieb mit den Prototyp-Fahrzeugen wäre mit einem zu hohen Aufwand verbunden. Deshalb konzentriert «iamo» seine Kräfte bereits heute auf die weiteren Projektschritte wie den geplanten Einsatz der Kleinbusse.
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