Die SBB will im Auftrag des Bundes das Profil der Strecke Basel St. Johann–Basel SBB für höhere Güterzüge anpassen und Gleise und Brücken sanieren. Am 16. Dezember 2025 erteilte das Bundesamt für Verkehr die Plangenehmigung für die Hauptarbeiten. Damit kann SBB den zweiten Teil der Vorarbeiten ab Januar 2026 aufnehmen. In deren Rahmen erstellt das Bauteam diverse Bauprovisorien wie zum Beispiel Installationsplätze für die Baulogistik, Schotterhalterungen für den Gleisbau und Böschungssicherungen.
Die Hauptarbeiten sind von April 2026 bis Ende 2029 geplant. In deren Rahmen senkt die SBB die Gleise im Kannenfeld- und Schützenmatttunnel um rund einen halben Meter ab. Dasselbe gilt für die Streckenabschnitte unter den beiden Strassenüberführungen Allschwilerstrasse und Oberwilerstrasse. Zudem erneuert die SBB die beiden Streckengleise und setzt die Birsigbrücken beim Zoologischen Garten Basel instand. Die Bündelung von Profilanpassung und Instandhaltung verkürzt die Gesamtdauer der Arbeiten und Einschränkungen und reduziert entsprechend auch die Kosten für die öffentliche Hand.
Das Projekt verfolgt damit zwei Ziele: Erstens sollen Güterzüge mit Sattelaufliegern von vier Metern Eckhöhe künftig auch über Frankreich nach Basel gelangen, um so zusätzliche Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Dafür sorgt die Profilanpassung. Zweitens sollen die Personen- und Güterzüge die Strecke weiterhin sicher und pünktlich befahren können. Dafür sorgt die Instandhaltung der Gleise und Brücken.
Die SBB führt das 114-Millionen-Franken-Projekt im Auftrag des Bundes aus. Es wird grösstenteils über den Verpflichtungskredit des Bundes für die 4-Meter-Korridor-Projekte in der Schweiz finanziert. Damit höhere Güterwagen den besagten Streckenabschnitt im Regelverkehr befahren können, sind zudem Profilanpassungen auf der französischen Seite nötig.
Eine entsprechende Absichtserklärung haben Bundesrat Albert Rösti als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot im Februar 2025 unterzeichnet. Das Ziel der Schweiz und von Frankreich ist es, eine leistungsfähige linksrheinische Zulaufstrecke nach Basel und zu den NEAT-Achsen Lötschberg und Gotthard zu realisieren.
Um die Arbeiten im Gleisbereich sicher ausführen zu können, sind auf der zweigleisigen Strecke Gleissperren nötig. Deshalb hat das Bauteam seit August drei zusätzliche, provisorische Spurwechsel eingebaut. Dank dieser kann die SBB die Länge des jeweils gesperrten Gleisabschnittes halbieren. Dennoch haben die Gleissperren Fahrplanänderungen zur Folge. Bis Ende 2029 fallen täglich einzelne Züge zwischen Basel und dem Elsass aus.
2026 sind zudem insgesamt sieben Totalsperren geplant, dies an den Wochenenden vom 31. Januar/1. Februar, 28. Februar/1. März, 25./26. April, 6./7. Juni, 4./5. Juli, 17./18. Oktober und 14./15. November 2026. Diese Sperren finden jeweils von Samstag, 1 Uhr, bis Montag, 4.30 Uhr, statt. Im Personenverkehr fallen alle Züge zwischen Basel und Saint-Louis aus. Die Reisenden benutzen die Tramlinie 3 zwischen Gare de Saint-Louis und Basel. Die SBB empfiehlt den Reisenden, vor Antritt jeder Fahrt den Online-Fahrplan auf sbb.ch oder in der SBB Mobile App zu prüfen. Der Online-Fahrplan ist angepasst.








