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Internationaler Verkehr: SBB kauft neue Hochgeschwindigkeitszüge

Die Zahl der Zugreisenden zwischen der Schweiz und dem Ausland wächst. Die SBB will ihr Angebot in diesem Bereich weiter ausbauen und verfolgt das Ziel, künftig neue Hochgeschwindigkeitszüge im internationalen Personenverkehr einzusetzen. Nach vertieften Abklärungen hat sie entschieden, 21 Fahrzeuge zu kaufen und sich Optionen für 20 weitere Fahrzeuge zu sichern. Die Ausschreibung der Hochgeschwindigkeitszüge ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.

SBB/CFF/FFS (Text)Milena Steiner (Fotos)


Update vom 24. September 2026

Die SBB hat entschieden, die neuen Hochgeschwindigkeitszüge für den Ausbau ihres Angebots im internationalen Personenverkehr zu kaufen. Vorgesehen sind 21 Fahrzeuge; zusätzlich sichert sie sich Optionen für 20 weitere Fahrzeuge. Diesem Entscheid gingen in den vergangenen Monaten vertiefte Abklärungen voraus. Dabei hat sich gezeigt, dass der Kauf innerhalb der langfristigen Investitionsplanung der SBB finanzierbar ist und über die gesamte Nutzungsdauer wirtschaftlicher ausfällt als ein Leasingmodell.

Mit eigenen Fahrzeugen kann die SBB ihr internationales Angebot zudem flexibler weiterentwickeln. Das stärkt die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerbahnen und schafft bessere Voraussetzungen, um auf künftige Nachfrageentwicklungen zu reagieren.

Das laufende Präqualifikationsverfahren für Leasinggeber wird deshalb beendet, was die SBB am 25. September 2026 auf der Beschaffungsplattform SIMAP publiziert. Die Ausschreibung der Hochgeschwindigkeitszüge erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027.

Mit der Beschaffung der neuen Hochgeschwindigkeitszüge schafft die SBB die Grundlage, um ihr internationales Angebot langfristig auszubauen und den Reisenden attraktive und klimafreundliche Verbindungen innerhalb Europas anzubieten.

Update vom 26. August 2026

Die Nachfrage nach internationalen Verbindungen im Personenverkehr ist im ersten Halbjahr 2026 auf über 6 Millionen Fahrgäste gestiegen und liegt damit 1,3% über der Vorjahresperiode. Dies teilte CEO Vincent Ducrot an der Medienkonferenz zu den Halbjahreszahlen mit.

Die SBB strebt weiterhin den Einsatz von neuen Hochgeschwindigkeitszügen an. Derzeit klärt die SBB die Finanzierung dafür ab und ist im Austausch mit Herstellern und Leasinggebern. Die Ausschreibung ist per Ende 2026/Anfang 2027 geplant.

Update vom 5. November 2025

Die SBB hat vier Leasingfirmen vorselektiert, die für das angestrebte Operating Lease von Hochgeschwindigkeitszügen infrage kommen. Die Auswahl wurde auf der Beschaffungsplattform SIMAP bekannt gegeben. Alle Firmen – AlphaTrains, Beacon Rail, Rock Rail und Willow Group – haben bereits Erfahrung im Leasing von Zügen und erfüllen die wirtschaftlichen Anforderungen und die definierten Qualitätsstandards.

Die zweite Stufe des Verfahrens startet voraussichtlich im zweiten Quartal 2026: Dann können die vier Leasingfirmen ihre Angebote einreichen. Zeitgleich sollen auch die Züge ausgeschrieben werden.

Update vom 27. August 2025

Die SBB strebt bekanntlich den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen an. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage plant die SBB die Finanzierung über ein Operating Lease. Deshalb hat sie am 27. August 2025 die Präqualifikationsunterlagen für einen Leasingvertrag über 15 Jahre auf der Beschaffungsplattform Simap veröffentlicht.

Die Auswahl eines Leasinggebers erfolgt im selektiven, zweistufigen Verfahren. Dieses Verfahren ermöglicht es der SBB, den Kreis der Leasinggeber auf die am besten geeigneten Unternehmen einzugrenzen, was zu effizienteren und zielgerichteteren Angeboten führt.

Voraussichtlich 2026 beginnt die zweite Stufe des Verfahrens, in der die im ersten Schritt qualifizierten Leasinggeber ihre Angebote einreichen können. Die Ausschreibung der Züge soll ebenfalls im 2026 erfolgen.

Update vom 10. Juni 2025

Die SBB hat Anfang Juni 2025 die Informationsaustausche mit Rollmaterialherstellern und Leasinggebern zur Beschaffung und Finanzierung von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen für den Einsatz im internationalen Personenverkehr abgeschlossen. Ziel dieser Austausche war, Informationen zu zwei geplanten Ausschreibungen zu erhalten: einerseits zum Kauf inklusive Servicevertrag für die Instandhaltung für 15 Jahre, andererseits zu einem Leasingvertrag über 15 Jahre.

Das Interesse war sowohl bei den Herstellern als auch bei den Leasinggebern gross. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in die Ausschreibungsunterlagen einfliessen und bei den anstehenden Entscheiden berücksichtigt. Da es sich um ein ordentliches Beschaffungsverfahren handelt, kann die SBB derzeit keine detaillierteren Auskünfte geben.

Die angestrebten Ausschreibungen sind voraussichtlich für das Jahr 2026 geplant.

Mitteilung vom 12. März 2025

Immer mehr Kundinnen und Kunden reisen mit dem Zug von der Schweiz ins Ausland und umgekehrt. Die SBB arbeitet daher intensiv daran, die grenzüberschreitenden Verbindungen in Kooperation mit ihren Partnerbahnen auszubauen. Dafür braucht sie künftig mehr Züge und muss voraussichtlich in der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre ältere Fahrzeuge (Astoro 1. Serie, ETR 610) ersetzen – dabei könnten künftig auch Hochgeschwindigkeitszüge zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund prüft die SBB die mögliche Beschaffung von bis zu 40 mehrstromfähigen Hochgeschwindigkeitszügen, welche im Verlauf der 2030er-Jahre insbesondere im Verkehr nach Italien und Frankreich zum Einsatz kommen würden, sowie gegebenenfalls für weitere Destinationen wie Barcelona und London.

Informationsaustausche auf der Beschaffungsplattform Simap ausgeschrieben

Im Hinblick auf eine mögliche Ausschreibung für die Beschaffung der Hochgeschwindigkeitszüge hat die SBB am 12. März 2025 auf der Beschaffungsplattform Simap je einen Informationsaustausch für Rollmaterialhersteller und für Anbieter von Operating Lease publiziert. Sie will klären, wie sie die Züge beschaffen und warten kann. Konkret prüft sie zwei Optionen: einerseits den Kauf inklusive Servicevertrag für die Instandhaltung der Züge für 15 Jahre, andererseits einen Operating-Lease-Vertrag ebenfalls über 15 Jahre. Die Informationsaustausche mit den potenziellen Rollmaterialherstellern und Leasinggebern finden im April / Mai 2025 statt. Sie bilden eine wichtige Informationsgrundlage für eine mögliche Ausschreibung, die voraussichtlich 2026 stattfinden würde.

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