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Die Modernisierungsarbeiten an den Broye-Linien gehen weiter
Bauprojekte
Die Modernisierungsarbeiten an den Broye-Linien gehen weiter

2026 beginnt eine neue Etappe der Modernisierungsarbeiten an den Broye-Linien auf dem Abschnitt Payerne–Kerzers. Die Bahnanlagen werden erneuert und fünf Bahnhöfe umgebaut. Die Arbeiten erfolgen gebündelt, daher wird der Bahnverkehr im Laufe des Jahres mehrmals unterbrochen. Es werden Ersatzbusse eingesetzt.

Claudia Link (Fotos)

Bauarbeiter:innen auf dem Gleis

Im Projekt zur Modernisierung der Broye-Linien hat im Januar 2026 eine neue Etappe auf dem Abschnitt zwischen Payerne und Kerzers begonnen. Dabei werden die Systeme für einen sicheren Zugverkehr, wie Signale, Weichen und Bahnübergänge, erneuert.

In den Bahnhöfen Corcelles-Nord, Domdidier, Avenches, Faoug und Muntelier-Löwenberg finden Modernisierungsarbeiten zur Anpassung an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) statt. Die Perrons werden angehoben, um einen stufenfreien Zugang zu den Zügen zu ermöglichen. Die Inbetriebnahme ist für August 2026 geplant. Der Bahnhof Muntelier-Löwenberg kann nach dem Unterbruch vom 12. bis 23. Februar 2026 wieder genutzt werden.

In Avenches haben die Modernisierungsarbeiten im Frühling 2025 begonnen. Dort wird nicht nur Perron 1 erhöht, sondern werden auch ein neues Perron und eine neue Unterführung gebaut.

Aufgrund des Umfangs und der Bündelung der Arbeiten muss der Bahnverkehr im Jahr 2026 mehrmals unterbrochen werden:

  • Vom 12. Februar, 21.00 Uhr, bis 23. Februar 2026, 4.15 Uhr, wird der Bahnverkehr zwischen Payerne und Kerzers sowie zwischen Sugiez und Münchenwiler-Courgevaux komplett unterbrochen. Die Züge der SBB (Linie R9), der BLS (Linien S5, S52) und der TPF (Linien S20, S21) werden durch Busse ersetzt.
  • Vom 23. Februar, 4.15 Uhr, bis 2. März 2026, 4.15 Uhr, wird der Bahnverkehr zwischen Payerne und Murten/Morat komplett unterbrochen. Die Züge der SBB (Linie R9) und der BLS (Linien S5, S52) werden durch Busse ersetzt.
  • Vom 27. Februar, 22.00 Uhr, bis 2. März, 3.30 Uhr, und vom 6. März, 22.00 Uhr bis 9. März, 3.30 Uhr, wird der Bahnverkehr zwischen Yverdon-les-Bains und Payerne komplett unterbrochen. Die Züge der SBB (Linie S30) werden durch Busse ersetzt.
  • Vom 30. März, 1h10 bis 17. August 2026, 4h15 wird der Bahnverkehr zwischen Payerne und Murten/Morat komplett unterbrochen. Die Züge der SBB (Linie R9) und der BLS (Linien S5, S52) werden durch Busse ersetzt.

Die Bahnersatzbusse verkehren im Halbstundentakt und es besteht Anschluss an die Züge.

Im Laufe des Jahres sind weitere Unterbrüche während einiger Nächte und Wochenenden geplant. Der Online-Fahrplan wird angepasst. Alle Billette und Abonnemente bleiben auch für die empfohlenen Alternativverbindungen gültig. Der Veloselbstverlad ist in den Bahnersatzbussen nicht möglich.

Bei der Planung von Unterhalts- und Ausbauarbeiten auf einer Strecke sucht die SBB nach einer Lösung, welche die Kundinnen und Kunden möglichst wenig beeinträchtigt. In manchen Fällen ist es besser, Totalunterbrüche zu planen, anstatt über längere Zeit nur nachts zu bauen und Gefahr zu laufen, dass bei unvorhergesehenen Ereignissen die ersten Züge am Morgen nicht verkehren können. Bei der Planung der Arbeiten wird zwischen den Erfordernissen der Baustelle und den Auswirkungen auf den Bahnverkehr abgewogen. Im Vordergrund stehen in jedem Fall die Massnahmen mit den wenigsten Nachteilen für die Kundschaft.

Arbeitsetappen seit 2023

Die Broye-Linien durchlaufen seit 2023 eine regelrechte Verjüngungskur. Im Rahmen der Modernisierungsarbeiten werden zwölf Bahnhöfe umgebaut. Die Perrons in Palézieux-Village, Châtillens, Moudon, Henniez und Granges-Marnand wurden bereits angepasst. Die Bahnhöfe Corcelles-Nord, Domdidier, Avenches, Faoug, Muntelier-Löwenberg, Yverdon-Champ Pittet und Estavayer-le-Lac werden schrittweise modernisiert und an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) angepasst. Auch viele Bauwerke (Bachdurchlässe, Mauern, Unterführungen usw.) werden derzeit saniert. Ausserdem werden Ausrüstungsbestandteile auf 90 Kilometer Fahrbahn, 63 Bahnübergänge sowie diverse Eisenbahnbauwerke erneuert.

Mehr als 250 Millionen Franken werden in diese Grossbaustelle investiert. Die zweite Bauphase betrifft den Abschnitt Payerne–Kerzers und hat im Januar 2025 begonnen.

Die dritte Phase betrifft den Abschnitt Cheyres–Givisiez und beginnt 2027. Auf diesem Abschnitt wird im Bahnhof Estavayer-le-Lac auf Basis einer Teilgenehmigung ein provisorisches Perron gebaut, das einen stufenfreien Zugang zu den Zügen ermöglicht. Sofern die Baubewilligung erteilt wird, kann ab 2027 mit den definitiven Arbeiten begonnen werden. Weitere Informationen zu den Bauarbeiten finden Sie auf der SBB-Seite: "Broye-Linien" und im SBB Online-Fahrplan.

6000 Baustellen pro Jahr in der Romandie

Auf dem Westschweizer Netz finden jährlich rund 6000 Arbeitseinsätze statt, was etwa 30 Prozent aller Einsätze auf dem gesamten SBB Netz entspricht. Hinzu kommen noch 200 Ausbauarbeiten, die sich in der Umsetzungsphase befinden. Gleichzeitig verkehren täglich rund 2500 SBB Züge in der Romandie. Das am intensivsten genutzte Schienennetz der Welt auszubauen, zu unterhalten und zu erweitern, um die Kundinnen und Kunden von heute und morgen sicher zu befördern, ist eine der täglichen Herausforderungen der SBB und ihrer 35 000 Mitarbeitenden.

Nebenstehend finden Sie die Karte mit den wichtigsten Baustellen 2026 und das Detail-Factsheet.

Karte mit den wichtigsten Baustellen im 2026Factsheet wichtigste Baustellen in der Romandie (auf Französisch)
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