Anstelle der Reparaturwerkstätte der SBB soll mitten im Zürcher Kreis 5 ein neues Stück Stadt entstehen – ein Ort, der allen offensteht: zum Wohnen, Arbeiten und Verweilen. Dazu beschreitet die SBB neue Wege: Schon von Beginn weg wird die breite Öffentlichkeit bei der Planung einbezogen, in Workshops und online. Wie das Areal in Zukunft genau genutzt und bebaut werden soll, wird im Laufe des Jahres in diesem partizipativen Prozess gleichzeitig mit den planerischen und baurechtlichen Grundlagen erarbeitet. Das ist ein Novum in der Schweiz.
Die Einladung zu den insgesamt fünf öffentlichen Workshops ist auf grosse Resonanz gestossen. Rund 180 Interessierte wurden am 7. März von Stadtrat André Odermatt und Alexander Muhm, Leiter Development SBB Immobilien, zum ersten moderierten Grossgruppen-Workshop begrüsst. Die Teilnehmenden erarbeiteten gemeinsame Vorstellungen und Anforderungen an die künftige Neugasse Zürich. Das aus Architekten, Planern und Experten zusammengesetzte Planungsteam hat daraus vier prinzipielle Entwicklungsrichtungen formuliert.
Anhand von Modellen im Massstab 1:200 haben 120 Teilnehmende in den Planungsateliers vom 11. und 12. März daraus mögliche Entwicklungsbilder erstellt. Sie geben Hinweise, welche Nutzungen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit etc.) wo auf dem Areal ihren Ort finden, wie die Plätze, Parks, Wege und Strassen aussehen, welche Dimensionen die Gebäude haben und wie diese zu den Strassen und Aussenräumen stehen könnten. Die acht Entwicklungsbilder – je zwei pro Entwicklungsrichtung – hat das Planungsteam anschliessend zu vier städtebaulichen Ansätzen verdichtet. Diese Ansätze haben 140 Interessierte am Workshop vom 16. März in Tischgruppen diskutiert und schriftlich festgehalten, was in der weiteren Bearbeitung zu beachten ist.



