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Olten–Luzern: Fahrende Fabrik sorgt für zuverlässige Bahn
Bauprojekte
Olten–Luzern: Fahrende Fabrik sorgt für zuverlässige Bahn

Ein rund 2200 Tonnen schwerer, über ein Kilometer langer Bauzug erneuert zurzeit zwischen Sursee und Sempach Schotter und Unterbau des südlichen Streckengleises. Dies ist nur einer von mehreren Arbeitsschritten für die Erneuerung von 6,9 Kilometer Gleis und 2,9 Kilometer Gleisentwässerung.

Roman Marti (Text)SBB/CFF/FFS (Fotos)

Nach den seit Mitte Juni laufenden Arbeiten an der Gleisentwässerung erneuern die Gleisbauer seit dem 22. Juli das Gleis mit mehreren Gleisbauzügen. Ein erster Gleisbauzug wechselte die je 290 Kilogramm schweren Betonschwellen aus. Der zweite Bauzug, die PM 1000 URM, erneuert danach Schotter und Unterbau. Die Arbeiten mit diesem 2200 Tonnen schweren, mit Materialwagen über ein Kilometer langen Bauzug präsentierte die SBB am 30. Juli 2019 interessierten Journalistinnen und Journalisten an einer Baustellenführung in Sempach-Station.

Grosseinsatz für Pünktlichkeit und Sicherheit in den nächsten 40 Jahren

Die PM 1000 URM, eine veritable «fahrende Fabrik», hebt den Schotter unter den bestehenden Schienen aus und bereitet ihn neu auf. Gleichzeitig führt sie neuen Kiessand zu, trägt den aufbereiteten Schotter neu auf, verdichtet ihn mittels vibrierenden Stopfhämmern und -pickeln und richtet so die Lage des Gleises aus. Ein weiterer Bauzug erneuert danach die 108 Meter langen Schienenstücke. Gleichzeitig bringen die Gleisbauteams das Gleis millimetergenau in die richtige Lage und schleifen die neuen Gleise.

Insgesamt ersetzen die Gleisbauteams mit ihren Bauzügen so zwischen Sursee und Sempach 13 812 Meter Schienen, 11 496 Schwellen, 7000 Tonnen Schotter, 12 450 Tonnen Kiessand und bereiten 4500 Tonnen bestehenden Schotter zur Wiederverwendung auf. Für die Gleisentwässerung verbauen sie Rohre mit einer Gesamtlänge von 2900 Metern, erstellen 125 Schächte und verbauen 1800 Meter reptilienoptimierte Banketthalterungen. Die Arbeiten sind eine der zentralen Voraussetzungen für einen pünktlichen und sicheren Bahnbetrieb bis zur nächsten planmässigen Erneuerung in 35 bis 40 Jahren.

Für das Instandhaltungsprojekt im Umfang von 17 Millionen Franken sperrt die SBB das zu erneuernde Streckengleis von 6. Juli bis 18. August durchgehend, bis die Hauptarbeiten auf diesem abgeschlossen sind. Dank der durchgehenden Sperre können die Arbeiten rascher und sicherer vorgenommen werden als in Nachtintervallen mit aufwändigen, störungsanfälligeren Provisorien tagsüber. Das konzentrierte Vorgehen erspart Anwohnern und Reisenden so mehr als fünf Monate zusätzliche Nachtarbeit und Zugsausfälle.

Herausforderungen bei der Planung eines nachfragorientierten, stabilen Baufahrplan

Die Planung des Baufahrplans stellte die Fachleute der SBB vor grosse Herausforderungen. Das eine Streckengleis zwischen Sursee und Sempach-Neuenkirch ist gesperrt, das andere ist nur mit 80 statt 160 Stundenkilometern befahrbar. Gleichzeitig werden in der Region weitere fahrplanrelevante Baustellen ausgeführt, welche insbesondere Umleitungen verunmöglichen. Zudem ist 2019 ein Spitzenjahr in Sachen Eventverkehr. Von Juni bis September 2019 sind 1900 Extrazüge unterwegs. Nur bei der Expo.02 waren es mehr. Das schränkt nicht nur zusätzliche Optionen für einen stabilen Baufahrplan ein, sondern auch die Verfügbarkeit von Zügen und Lokpersonal.

Die Fachleute der SBB entschieden sich deshalb für ein Konzept, das sich einerseits an der Nachfrage orientiert und andererseits einen unter diesen Umständen möglichst verlässlichen Baufahrplan gewährleistet. Die zentrale Massnahme ist dabei, die direkten Fernverkehrszüge Basel–Tessin zwischen Basel und Luzern ausfallen zu lassen. Anstatt zwei direkte Fernverkehrszüge Basel–Luzern je Stunde verkehrt nur der Zug, der in Luzern endet.

Grund dafür ist unter anderem, dass Umleitungen via Fricktal–Freiamt insbesondere den Bahnknoten Rotkreuz zu stark belastet hätten. Via diesem werden bereits die Gotthard-Züge umgeleitet, die wegen der Streckensperre am Ostufer des Zugersees dort nicht verkehren können. Als Alternativen verworfen wurden beispielsweise Ausfälle der Fernverkehrszüge Genève–Bern–Luzern wegen deren höheren Auslastung sowie ein sechswöchiger Ausfall des Regionalverkehrs zwischen Sursee und Luzern mit Bahnersatzbussen.

Weitere Informationen zu den Bauarbeiten und dem Baufahrplan www.sbb.ch/olten-luzern.

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