Um die professionelle Kontrolle und Bearbeitung der Radsätze auch für die kommenden Jahren sicherzustellen und den wachsenden Bedarf zu decken, baut die SBB im Zürcher Vorbahnhof zurzeit ein neues Radsatzbearbeitungszentrum. In diesem erhalten die Radsätze eine neue Profilierung, damit sie wieder sicher, zuverlässig und ruhig rollen.
Zentrales Instrument im neuen Radsatz-Bearbeitungszentrum wird die so genannte «Unterflurdrehbank», auf der die Radsätze professionell und effizient bearbeitet, sprich reprofiliert werden. Deren Teile mit einem Gesamtgewicht von 45 Tonnen wurden nun Mitte Mai 2021 mit Lastwagen angeliefert (vgl. Bilder). In den kommenden Wochen und Monaten wird die dannzumal 15 Meter lange und 10 Meter breite Anlage zusammengebaut. Ab Oktober startet dann der Probebetrieb, bevor die Unterflurdrehbank schliesslich per Fahrplanwechsel 2021/2022 offiziell in Betrieb genommen wird. «Mit der neuen Anlage werden wir täglich bis 20 Radsatz-Achsen bearbeiten, ohne diese vorgängig ausbauen zu müssen», sagt Projektleiter Walter Bucheli. Dabei können sämtliche Fahrzeugtypen und bis zu 202 Meter lange Kompositionen des Personenverkehrs bearbeitet werden.
Das neue Radsatzbearbeitungszentrum kommt mitten im Gleisfeld, am ehemaligen Standort der Instandhaltungshalle «Wagenunterhaltsanlage Vorbahnhof» (WUVB) bei der Duttweilerbrücke in Zürich-Aussersihl zu stehen. Weitere solche Zentren betreibt die SBB in Basel und Genf.




