- Migros, Fenaco, Stahl Gerlafingen und zahlreiche weitere Kunden haben mit SBB Cargo Schweiz neue Verträge mit Laufzeiten von bis zu zehn Jahren unterzeichnet. Verhandlungen mit weiteren Kunden sind im Gange.
- Mit kostendeckenden Preisen tragen die Kunden gemeinsam mit dem Bund und der SBB zur grundlegenden Neuausrichtung des Güterverkehrs bei.
- Die neuen Verträge sind die Basis für die Planung des künftigen Transportnetzes und für das neue Produktionsmodell im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV), die optimierte Bahnproduktion.
- Die SBB hat für ihre Kunden im Güterverkehr drei Transportangebote: kombinierter Verkehr (KV), Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) und Ganzzugsverkehr. Der Ganzzugsverkehr deckt heute seine Kosten, stark defizitär sind hingegen KV und EWLV. Deshalb braucht es eine grundlegende Transformation. Nach dem kombinierten Verkehr richtet die SBB nun den Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) neu aus.
Migros und weitere Grosskunden setzen langfristig auf die Bahn: Sie haben mit SBB Cargo Schweiz Verträge mit Laufzeiten von bis zu zehn Jahren abgeschlossen. Vertriebsleiter Firat Günes sagt im Interview, warum die Verträge ein Meilenstein in der Neuausrichtung des Schienengüterverkehrs sind und was die Kunden überzeugt hat.

Sie sind ein Meilenstein für die Weiterentwicklung von SBB Cargo Schweiz.
Weil sie zeigen, dass unser Plan aufgeht. Für einen zukunftsfähigen Schienengüterverkehr braucht es nämlich nebst dem Beitrag der SBB und jenem der Politik auch das Bekenntnis unserer Kunden. Die Verträge sind die Basis für die Planung unseres künftigen Transportnetzes und unser neues Produktionsmodell im Einzelwagenladungsverkehr. Ebenso ermöglichen die Verträge unseren Kunden eine nachhaltige und hochqualitative Logistik.
«In den letzten eineinhalb Jahren haben mein Team und ich über 100 Verhandlungsrunden bestritten. Mein Dank geht an alle Beteiligten!»— Firat Günes
Die Verhandlungen waren hart und intensiv. In den letzten eineinhalb Jahren haben mein Team und ich mit den 17 Grosskunden im EWLV über 100 Verhandlungsrunden bestritten. Mein Dank geht an alle Beteiligten! Es half, dass wir den Kunden einen klaren Plan für die Neuausrichtung des Schienengüterverkehrs transparent aufzeigen konnten – und dazu gehört eben auch, dass wir kostendeckende Preise brauchen. Das ist für die Kunden nachvollziehbar. Sie akzeptieren die höheren Kosten und die Veränderungen in ihrer Lieferkette und zeigen so, dass sie eine nachhaltig stabile SBB Cargo Schweiz wollen.
Ein grosser Vorteil ist die Planungsstabilität: Beide Seiten wissen, woran sie sind, und können langfristig planen. Das betrifft zum Beispiel Investitionen in Rollmaterial oder Infrastruktur.
Risiken bergen die Verträge selbst keine. Ich sehe eher ein Risiko in der wirtschaftlichen und konjunkturellen Lage, welche die Kunden bereits jetzt belastet.
Nach sehr intensiven Monaten, in denen bereichsübergreifend viele Mitarbeitende stark gefordert waren, sehen wir nun, dass es voran geht. Diese Verträge zeigen: Die Kunden setzen langfristig auf unsere zuverlässigen Transportleistungen.
«Wir müssen trotz unserer schnellen und radikalen Neuausrichtung weiterhin auf die Kunden hören und marktorientiert handeln.»— Firat Günes
Nun liegt es an uns, die optimierte Bahnproduktion umzusetzen. Sie muss reibungslos ablaufen, denn bei diesen Preiserhöhungen müssen wir unser Versprechen bezüglich Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit einhalten. Zudem müssen wir trotz unserer schnellen und radikalen Neuausrichtung weiterhin auf die Kunden hören und marktorientiert handeln. Es stehen nämlich weitere Verhandlungen mit Grosskunden an, etwa mit Holcim, Jura und Feldschlösschen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch mit diesen Kunden gute und langfristige Lösungen finden.

Details zu den Vertragsabschlüssen findest du in der


