In den kommenden Jahren wächst die SBB Flotte stark, es wird insbesondere mehr Trieb- sowie längere Gliederzüge geben. Diese neuen Züge müssen in Werken für die schwere Instandhaltung revidiert und fit gemacht werden. Die SBB muss den Bedarf für die Revision des Rollmaterials bereits heute abschätzen und die Infrastruktur dafür planen.
Seit 2020 hat eine Arbeitsgruppe der SBB die verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten für die Unterhaltskapazitäten im Kanton Waadt untersucht. Zusammen mit zahlreichen Fachstellen des Bundes, des Kantons und der betroffenen Gemeinden stellte sie Überlegungen zu verschiedenen Varianten an.
Aufgrund der Ergebnisse und dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Partnern hat die SBB Konzernleitung beschlossen, den aktuellen Standort Yverdon-les-Bains beizubehalten und ihn grundlegend umzubauen. Dabei werden bestehende Anlagen renoviert und neue Unterhaltsgebäude gebaut. Ermöglicht wurde dies auch dank einer Vereinbarung mit den Denkmalschutzbehörden von Bund und Kanton. Wichtige architektonische Elemente aus der Geschichte des Werks werden bewahrt.
Nun beginnen die Projektmitarbeitenden, die Studien zu verfeinern und das Umbauprojekt zu entwickeln. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich 2028 und dauern rund zehn Jahre.
Das Werk Yverdon ist eines von vier SBB Werken für die schwere Instandhaltung in der Schweiz und beschäftigt aktuell über 650 Mitarbeitende.



