Am Tag der offenen Tür am 13. September 2025 erhält die Öffentlichkeit einen Einblick in die Baustelle.
Im Rahmen des 2020 begonnenen Projekts zum Doppelspurausbau zwischen La Neuveville und Twann konnten bereits mehrere Ausbauten (Fahrleitung, Anpassung der Gleisgeometrie, Unterführungen) sowie der Umbau des Bahnhofs Twann abgeschlossen werden.
Das Herzstück des Projekts, der Bau des Ligerztunnels, hat im September 2024 begonnen. Bis anhin sind etwa 500 Meter des am Ende 2,13 Kilometer langen Tunnels ausgebrochen, was 150 000 Tonnen Ausbruchmaterial entspricht. Um die Anwohnenden so wenig wie möglich zu stören, wird dieses Material mit Lastkähnen von Ligerz nach Cornaux transportiert. Rund 160 Fahrten wurden bereits durchgeführt, wodurch mehr als 2600 Lastwagen auf den Uferstrassen vermieden werden konnten. Die Arbeiten bewegen sich derzeit im geplanten Zeit- und Kostenrahmen, die Inbetriebnahme des Tunnels ist für Ende 2029 vorgesehen.
In das Projekt wurden 431,9 Millionen Franken investiert. Es dient der Beseitigung des letzten, 2,3 Kilometer langen Einspur-Engpasses auf der Linie Lausanne–Biel/Bienne und ermöglicht der SBB, ihren Kund:innen ein besseres Angebot und mehr Pünktlichkeit zu bieten.
Dank des Projekts kann die Fahrplanstabilität auf der Jurasüdfusslinie sowohl für die Reisenden als auch für den Güterverkehr, der diese Strecke stark nutzt, verbessert werden. Sobald die neue Strecke Ende 2029 in Betrieb geht, steht mit der Einführung des Halbstundentakts im Regionalverkehr ein erweitertes Angebot zur Verfügung (Biel/Bienne–Neuchâtel–Yverdon-les-Bains), das den Güterverkehr jedoch nicht beeinträchtigt. Sobald das alte Bahntrassee am Bielersee zurückgebaut ist, können zudem die frei gewordenen 32 000 Quadratmeter neu gestaltet werden.
Das Bauen in einem UNESCO-Welterbe-Gebiet bei beengten Platzverhältnissen in unmittelbarer Nähe des Sees stellt die SBB vor einzigartige Herausforderungen. Neben der innovativen Nutzung des Wasserwegs wird in diesem Projekt zum ersten Mal in der Schweiz ein nitratfreier Sprengstoff verwendet, was die Umweltschutzbemühungen der SBB unterstreicht.




