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Arealentwicklung Neugasse: Worum geht es in der Abstimmung?
Arealentwicklung Neugasse: Worum geht es in der Abstimmung?

Künftig wird das Zürcher Areal Neugasse nicht mehr zwingend für den Bahnbetrieb benötigt. Deshalb hat die SBB zusammen mit der Stadt Zürich und der Bevölkerung ein Projekt für das Areal erarbeitet. Ende September urteilt die Stadtzürcher Bevölkerung über eine Initiative, welche diese Pläne bekämpft.

Felix Bossel (Text)SBB/CFF/FFS (Fotos)

Die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher haben die Initiative "Eine Europaallee genügt" am 25. September 2022 mit einem Ja-Stimmenanteil von 50.26 Prozent angenommen. Damit wird die Neugasse nicht entwickelt.

Das Areal verbleibt im Eigentum der SBB und wird im Rahmen der geltenden Bauordnung und gemäss den Bedürfnissen der SBB weitergenutzt.

Der Bund als Alleinaktionär bestimmt die strategischen Vorgaben der SBB, so auch im Immobilienbereich. Gestützt auf diese Vorgaben entwickelt die SBB für den Bahnbetrieb nicht mehr benötigte Areale in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden zu neuen Quartieren. Das Ziel sind wiederkehrende Erträge, die vollumfänglich dem Bahnsystem zugutekommen.

Die SBB-Areale sind naturgemäss zentral und damit exponiert gelegen. Entsprechend vielfältig sind die Erwartungen an die Arealentwicklungen und entsprechend gross sind das öffentliche und mediale Interesse.

Damit aus dieser komplexen Ausgangslage ein breit abgestützter und damit umsetzbarer Kompromiss resultieren kann, macht die SBB Zweierlei: Sie folgt zum einen klar definierten Prozessen und bezieht zum andern frühzeitig alle Interessengruppen und insbesondere die Bevölkerung mit ein.

Im Falle der Zürcher Neugasse wurde diese gemeinsame Planung 2016 angestossen und mündete 2021 in einer Masterplanung und einem Vertrag mit der Stadt Zürich. Die Arealentwicklung Neugasse könnte auf Basis dieser beiden Papiere nun zügig vorangetrieben und ab 2028 umgesetzt werden.

Trotz der langjährigen Planungs- und Vermittlungsarbeit wird das Projekt von einem Initiativkomitee bekämpft. Deshalb stimmen die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher am 25. September 2022 über die Initiative «Eine Europaallee genügt – jetzt SBB-Areal Neugasse kaufen» ab.

Die Initianten bemängeln, dass auf dem Areal Neugasse zu wenig günstiger Wohnraum entstünde – gemäss SBB-Plänen sind es 1⁄3 preisgünstiger, 1⁄3 gemeinnütziger und 1⁄3 Wohnraum im mittleren Preissegment – und fordern, dass die Stadt das Areal kauft und selbst 100 Prozent gemeinnützigen Wohnraum erstellt.

Die SBB allerdings ist unabhängig vom Abstimmungsausgang weder zum Verkauf bereit, noch kann sie rechtlich zu einem Verkauf gezwungen werden. Wird die Initiative angenommen, bedeutet dies den Abbruch für das Immobilienprojekt und das Areal Neugasse wird weiterhin für bahnbetriebliche Zwecke genutzt.

Die Gründe für die SBB-Haltung sind:

Das Projekt Neugasse ist breit abgestützt. Am Verfahren beteiligt waren die Stadt Zürich, sämtliche politischen Parteien, lokale Interessengruppen, interessierte Quartierbewohnende etc.; dazu fusst das Projekt auf einem der grössten und umfassendsten Mitwirkungsverfahren, das je durchgeführt wurde.

Das Projekt Neugasse ist ein ausgewogener Kompromiss. Es vermittelt zwischen den Interessen der Stadt (neuer und günstiger Wohnraum) und den Interessen der SBB (wiederkehrende Erträge, die vollumfänglich dem Bahnsystem zugutekommen).

Das Projekt Neugasse wurde jahrelang intensiv und schlussendlich erfolgreich verhandelt. Am Verhandlungstisch sassen unter anderem auch die Initianten, die jetzt das Projekt bekämpfen.

Das Projekt Neugasse schafft neuen, preisgünstigen Wohnraum. Insgesamt sind 375 Wohnungen für 900 Bewohnerinnen und Bewohner geplant; zwei von drei Wohnungen im preisgünstigen respektive gemeinnützigen Segment, ein Drittel im mittleren Marktsegment; das heisst: Auf dem gesamten Areal gibt es keine «Luxuswohnungen» und Zweitwohnungen sind ebenso ausgeschlossen wie Stockwerkeigentum.

Das Projekt Neugasse bringt aber nicht nur neue Wohnungen, sondern bedeutet Stadtentwicklung, die dem ganzen Quartier zugutekommt:

In der Neugasse wird eine Schule gebaut. Geplant sind eine städtische Schule und ein Kindergarten für rund 200 Schülerinnen und Schüler inklusive der zugehörigen Spiel- und Freiflächen.

Das Neugasse-Areal wird zum Arbeitsort. Die Pläne sehen Gewerberaum für rund 250 Arbeitsplätze vor – und dies zu moderaten Mietzinsen.

Die Neugasse schafft neue Grün- und Freiräume. Die bis anhin für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Neugasse wird geöffnet und entlang den Grundsätzen der 2’000-Watt-Gesellschaft sowie klimagerecht entwickelt.

Aktuell läuft in Zürich der Abstimmungskampf um das Grossprojekt. Damit im Dickicht von Fakten, Behauptungen und Gegenbehauptungen der Überblick nicht verloren geht, wurde auf der Neugasse-Projektwebsite ein öffentlicher Frage-und-Antwort-Katalog aufgeschaltet.

Dieser beantwortet die häufigsten Fragen rund um das Immobilienprojekt Neugasse, unter anderem: Hat die SBB den Neugasse-Boden eigentlich geschenkt bekommen – oder gar enteignet? Er hält aber auch Antworten bereit auf allgemeine Fragestellungen zur SBB-Immobilienpolitik.

Umfassende Informationen auf der HomepageDie wichtigen Fragen und Antworten zur InitiativeBehördliche Angaben zur InitiativeEisenbahn und Wohnbaugenossenschaften: eine lange TraditionSBB-Wohnungsmieten sind im Vergleich günstiger
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