Die «ARGE Marti Eppenberg» wird im Auftrag der SBB den Eppenbergtunnel und seine Zufahrten in der Wöschnau und in Gretzenbach im Rohbau erstellen. Die SBB hat den Zuschlag heute auf
Die «ARGE Marti Eppenberg» wird den zweispurigen, drei Kilometer langen Tunnel mit einer Tunnelbohrmaschine ausbrechen. Die Angebote haben gezeigt, dass dies die wirtschaftlichste Variante ist. Ein Ausbruch mit einer Tunnelbohrmaschine hat zudem für Anwohner und Umwelt geringere Emissionen zur Folge, als ein konventionelles Vorgehen mit Sprengungen. Die Ausschreibung für die Ausstattung von Tunnel und Zufahrten mit Bahntechnik (Gleise, Fahrleitung, Signale etc.) erfolgt separat, voraussichtlich im Sommer 2017.
Die SBB hat den nun vergebenen Auftrag im Januar 2014 ausgeschrieben, gemäss den Bestimmungen des öffentlichen Beschaffungswesens BöB/VöB in einem offenen Verfahren. Dies erlaubt sämtlichen interessierten Anbietern aus dem In- und Ausland, ein Angebot einzureichen. Einreichefrist für die Angebote war Juni 2014. Die Vergabe erfolgte nach strengen Kriterien. Zentrale Aspekte sind nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Qualität.
Letzteres umfasst die Kriterien Qualität in bautechnischer Hinsicht, Qualität bezüglich Qualifikation, Kompetenz und Service sowie Umweltaspekte. Gemäss Art. 30 BöB können die unterlegenen Anbieter innert 20 Tagen nach Publikation schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben.
Mit dem Vierspurausbau Olten–Aarau (Eppenbergtunnel) wollen Bund und SBB den Engpass Olten–Aarau bis Ende 2020 beheben. Das Projekt umfasst im Wesentlichen Ausbauten in der Zufahrt Olten, ein viertes, 2,5 Kilometer langes Gleis zwischen Dulliken und Däniken und – als Herzstück – den doppelspurigen, drei Kilometer langen Eppenbergtunnel sowie umfangreiche Massnahmen zu dessen Anbindung. Neu sind zudem auch Gleisausbauten im Bahnhof Olten Teil des Gesamtprojekts. Die Gesamtprojektkosten erhöhen sich deshalb von 800 Mio. Franken auf
855 Mio. Franken.
Das erste Teilprojekt für kürzere Zugfolgezeiten setzt die SBB von März 2013 bis Anfang 2015 um. Es erlaubt, dass die SBB die späteren Hauptarbeiten ohne einschneidende Auswirkungen auf den Fahrplan vornehmen kann. Anfang September 2014 hat die SBB die Vorarbeiten für den Tunnel und die Zufahrten aufgenommen. Die Hauptarbeiten beginnen im Frühling 2015 und dauern bis Ende 2020. Der Vierspurausbau wird im Rahmen des Grossprojektes «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» ZEB realisiert (




