Breitere und längere Perrons, bessere Zugänge und eine neue Personenunterführung: Die SBB kann mit den Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Freiburg beginnen. Sie hat vom Bundesamt für Verkehr die Plangenehmigungsverfügung und damit grünes Licht für die Umsetzung des im Oktober 2019 aufgelegten Projekts erhalten.
Die Bauarbeiten beginnen im Frühling 2021 und dauern voraussichtlich bis 2025. Das Perron an den Gleisen 2 und 3 wird verbreitert, das Perron am Gleis 3 verlängert. Das Perron am Gleis 1 wird ebenfalls teilweise verbreitert. Zudem erhält das Perrons an den Gleisen 2 und 3 ein neues Dach.
Erhöhte Perrons ermöglichen Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Kinderwagen einen hindernisfreien Einstieg in die Züge. Die Zugangsrampen werden entsprechend an die höheren Perrons angepasst. Nach den Arbeiten wird der Bahnhof die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes erfüllen. In Absprache mit den Behindertenverbänden hat die SBB beschlossen, im Hinblick auf die erwartete Zunahme der Reisenden zusätzliche Lifte einzubauen, um mehr Komfort zu bieten. 2016 wurden rund 27 000 Reisende pro Tag verzeichnet, für 2028 werden bereits über 46 000 erwartet, 2038 dann 75 000.
Schliesslich wird im Westteil des Bahnhofs eine zweite Unterführung zwischen der Esplanade de l’Ancienne Gare und der Richemond-Kreuzung erstellt. Auch diese wird stufenfreie Zugänge zu den Zügen ermöglichen. Diese neue Unterführung soll 2023 in Betrieb genommen werden. Die Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Freiburg kosten rund 110 Millionen Franken.
Die SBB ist darum bemüht, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Anwohnerinnen und Anwohner sowie auf die Kundschaft möglichst gering zu halten. Verschiedene im Frühling 2021 geplante Arbeiten erfordern einen Teilunterbruch des Bahnverkehrs an gewissen Wochenenden. Fahrpläne werden angepasst und rechtzeitig kommuniziert.


