Von 1918 bis 1922 hat die SBB in Amsteg das damals grösste Wasserkraftwerk der Schweiz gebaut. Es spielte zusammen mit dem Kraftwerk Ritom im Tessin eine bedeutende Rolle bei der Elektrifizierung der Gotthardstrecke und ist aufgrund des Neubaus im Jahre 1998 noch heute das grösste Kraftwerk im Kanton. Dieses Jahr feiert das Kraftwerk Amsteg sein 100-Jahr-Jubiläum seit der Inbetriebnahme. Das Kraftwerk Amsteg ist ein Wasserkraftwerk an der Reuss im Kanton Uri. Es bildet zusammen mit den Anlagen in Göschenen und Wassen die Reusskaskade, welche ungefähr 40 Prozent des gesamten Bahnstrombedarfs der SBB erzeugt. Das Kraftwerk Amsteg allein deckt rund 20 Prozent des gesamten Bahnstroms für den Schweizer Schienenverkehr ab und gehört somit zu den wichtigsten Kraftwerken der SBB.
Das Jubiläum fällt in eine Zeit, in der das Energiethema grosse Aufmerksamkeit erlangt. Die drohende Energiemangellage beschäftigt auch die SBB und die gesamte ÖV-Branche. Die SBB ist die grösste Stromverbraucherin in der Schweiz und fährt mit 90 Prozent Anteil Wasserkraft aus ihren acht Kraftwerken. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Energieversorgung weiterhin und langfristig zu einem wesentlichen Teil selbst sicherstellen und so die Bahnstromversorgung zuverlässig und wirtschaftlich gewährleisten kann.
Die Wasserkraft ist fest verankert im Kanton Uri. Die SBB möchte deshalb auch in Zukunft die Wasserkraft in starker Partnerschaft mit dem Kanton weiterentwickeln und stützt damit das übergeordnete Bundesinteresse zum Ausbau der Wasserkraft.
Die SBB fährt mit 90 Prozent Anteil Wasserkraft – mehrheitlich aus eigenen Kraftwerken. Damit gehört die SBB bereits heute zu den ökologisch vorbildlichen Bahnen Europas. Die SBB hat den Umstieg auf Bahnstrom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie per 2025 beschlossen und unterstützt damit die Energiestrategie 2050 des Bundes.


