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StartseiteAbfallwirtschaft und Recycling am Bahnhof: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Bahnhöfe
Abfallwirtschaft und Recycling am Bahnhof: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Damit Reisende ihre Abfälle unterwegs einfach und richtig entsorgen können, passt die SBB ihre Recyclingstationen an den Bahnhöfen den heutigen Bedürfnissen an. Papier wird nämlich kaum mehr entsorgt: Die an den Bahnhöfen gesammelten Papiermengen gingen in den letzten zehn Jahren um 96 Prozent zurück. Erfahren Sie, wie die Abfallwirtschaft der SBB funktioniert und welchen Beitrag Sie zum Recycling leisten können.

Vera von Gunten (Text), BEAT SCHWEIZER, Mia Huggler (Fotos)

Mitarbeitende von Reinigung auf dem Perron.
Was bedeutet Abfallwirtschaft bei der SBB?

Abfallwirtschaft umfasst den gesamten Umgang mit Abfällen, von der Sammlung über die Wiederverwertung bis zur Entsorgung. Ziel ist es, Abfälle möglichst zu vermeiden, Wertstoffe – also wiederverwertbare Materialien – im Kreislauf zu halten und die Umweltbelastung zu reduzieren.

Auch die SBB orientiert sich an diesem Prinzip. Sie setzt auf die drei Grundsätze «vermeiden, vermindern und verwerten». Diese bestimmen, wie Abfälle in Bahnhöfen und Zügen gesammelt, entsorgt oder schliesslich recycelt werden.

Ein wichtiger Schritt für die SBB war die Einführung von Recyclingstationen in den Bahnhöfen im Jahr 2014. Dadurch gelangen Wertstoffe wie PET-Flaschen oder Aluminiumdosen nicht mehr automatisch in den Restmüll.

So können Materialien wiederverwertet und im Sinne der Kreislaufwirtschaft möglichst lange genutzt werden. Mehr über die Kreislaufwirtschaft bei der SBB erfahren Sie im SBB-News-Beitrag «Kreislaufwirtschaft einfach erklärt».

Was geschieht mit dem Abfall aus den Recyclingstationen?

Das Reinigungspersonal der SBB sorgt täglich für saubere Bahnhöfe. Die Mitarbeitenden leeren die Behälter und bringen die Abfallsäcke von den Perrons in ein Zwischenlager. Dort werden diese von externen Entsorgungsfirmen oder der Gemeinde abgeholt. Auch wenn die Säcke teilweise zusammen transportiert werden, bleiben die Wertstoffe getrennt und werden recycelt, Restabfälle werden verbrannt.

Recyclingstationen: Warum wird Papier nicht mehr separat gesammelt?

Abfallwirtschaft bedeutet auch, Entsorgungssysteme regelmässig an veränderte Gegebenheiten anzupassen.

Die gesammelten Papiermengen an den Bahnhöfen sind zwischen 2023 und 2025 um über 20 Prozent zurückgegangen. Von 2015 bis 2025 sogar um über 96 Prozent. Grund dafür ist unter anderem, dass es keine Gratiszeitungen mehr gibt. Gleichzeitig wird das Papierfach unbeabsichtigt häufig falsch genutzt.

Deshalb passt die SBB die Recyclingstationen per Ende 2026 an: Das bisherige Papierfach wird aufgehoben, dafür gibt es künftig zwei Fächer für Restabfall, von dem am meisten anfällt – 2025 waren es 11 000 Tonnen. Damit wird die Entsorgung einfacher und verständlicher. PET und Aluminium werden weiterhin separat gesammelt.

Weiter werden Recyclingstationen gezielt dort platziert, wo sie gut erreichbar sind, zum Beispiel in der Nähe von Treppen und Sitzbereichen.

Weshalb gibt es in Zügen immer weniger Abfalleimer?

Die Bedingungen im Zug unterscheiden sich von jenen im Bahnhof: Der Platz ist begrenzt, und stark gefüllte Eimer bei den Sitzen führen häufig zu unangenehmen Gerüchen und beeinträchtigen die Sauberkeit im Zug.

Deshalb entfernt die SBB die Abfalleimer an den Sitzplätzen in den meisten Regional- und Fernverkehrszügen schrittweise bis voraussichtlich Ende 2028. Dies betrifft die 1. und die 2. Klasse. Das Konzept hat sich bereits in der 2. Klasse im Regionalverkehr bewährt.

Entsorgungsmöglichkeiten gibt es weiterhin: Die grossen Restabfallbehälter in den Eingangsbereichen der Züge bleiben bestehen. Zusätzlich werden wenig genutzte Papierfächer durch weitere Restabfallbehälter ersetzt.

Welchen Beitrag können Sie leisten?

Wer Abfälle korrekt trennt, ermöglicht die Wiederverwertung von Wertstoffen. Wer zusätzlich Abfälle vermeidet, trägt dazu bei, die Menge an Restabfällen zu reduzieren. Besonders einfach gelingt das so:

  • Recyclingstationen in den Bahnhöfen nutzen: Sie sind für Abfälle von Reisenden vorgesehen, die unterwegs anfallen. PET-Flaschen, Aluminiumdosen und Restabfälle können dort einfach und korrekt entsorgt werden.
  • Abfälle richtig trennen: PET-Flaschen und Aluminiumdosen in die Recyclingbehälter. Snackverpackungen, Papierservietten und ähnliches in den Restmüll. Vapes enthalten Batterien und gehören deshalb nicht in den Restabfall. Sie können beispielsweise bei den Verkaufsstellen zurückgegeben werden.
  • Zigarettenstummel und andere Abfälle nicht auf Perrons oder auf die Gleise entsorgen, sondern in die dafür vorgesehenen Behälter. Übrigens: Jährlich werden etwa 200 Tonnen Zigarettenstummel auf die Gleise geworfen – das Einsammeln und Reinigen kostet rund 3 Millionen Franken pro Jahr.
Kreislaufwirtschaft einfach erklärt | SBB NewsAbfallbewirtschaftung | SBB Company
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