Die SBB hat die Suche nach Lösungen für die rund 40 Mitarbeitenden im Tessin abgeschlossen. Allen betroffenen Mitarbeitenden wird eine GAV‑konforme Lösung unterbreitet.
Im Zuge der Neuausrichtung des KV und der Einstellung unrentabler Transitzüge hat die SBB im Mai 2025 einen sozialverträglichen Stellenabbau von schweizweit rund 65 Stellen angekündigt (siehe
Dem verbleibenden Drittel der Mitarbeitenden werden in diesen Tagen ebenfalls GAV-konforme Angebote unterbreitet, wie ein Wechsel innerhalb der SBB im Güterverkehr oder zur Division Infrastruktur im Tessin oder ein Wechsel zu TILO (SBB Tochtergesellschaft). Einzelne Mitarbeitende haben sich freiwillig für einen befristeten Wechsel in eine andere Sprachregion entschieden.
Die SBB hat sich stark eingesetzt und während mehrerer Monate zusammen mit den Mitarbeitenden individuell nach Lösungen gesucht. Dazu gehören spezielle Leistungen, die über den GAV hinausgehen:
- kombinierte Anstellungen bei TILO und SBB Cargo Schweiz (zu jeweils 50%) auf Wunsch der Mitarbeitenden
- bezahlte Wohnung und Sprachkurs bei einem temporären Einsatz in einer anderen Sprachregion
- Finanzierung von Aus- und Weiterbildungen
Die SBB hält damit ihr Versprechen und bietet allen betroffenen Mitarbeitenden im Tessin eine GAV-konforme Lösung an. Es steht den Mitarbeitenden frei, diese Angebote anzunehmen. Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitenden für ihre Unterstützung in der Lösungsfindung.
Bekanntlich befindet sich der Güterverkehr der SBB in einer grundlegenden Neuausrichtung. Nur der Ganzzugsverkehr deckt heute seine Kosten, stark defizitär sind hingegen der kombinierte Verkehr (KV) und der Einzelwagenladungsverkehr (EWLV). Wie bereits kommuniziert, wird die SBB auch den EWLV neu ausrichten. Dazu leisten alle ihren Beitrag: der Bund mit einer befristeten finanziellen Förderung des EWLV, die Kunden mit marktgerechten Preisen und die SBB durch Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen. Leider wird es weniger Stellen brauchen – schweizweit und auch im Tessin.
Um wie viele Stellen es konkret geht, zeigt sich im nächsten Jahr. Ab Fahrplanwechsel 2026/27 (13. Dezember 2026) wird ein neues Produktionsmodell einen einfacheren, effizienteren, robusteren und wirtschaftlicheren Betrieb im EWLV ermöglichen. Das Produktionsmodell wird aktuell gemeinsam mit den Kunden erarbeitet. Das neue Produktionsmodell im EWLV und das angepasste Transportnetz verändern den Bedarf an Personal und Lokomotiven. Die SBB muss die Mitarbeitenden dort einsetzen, wo es Güter zu transportieren gibt. Entsprechend wird es zu Verschiebungen und einem Stellenabbau kommen.
Und die SBB wird die Anzahl der Depots für ihre Mitarbeitenden reduzieren müssen. Gemäss dem heutigen Planungsstand wird es zu Veränderungen für das Lokpersonal in Brig, Buchs SG und Chiasso kommen. Auch bei den Standorten des Rangierpersonals wird es zu Veränderungen kommen. Wie viele Stellen betroffen sein werden, wird im Rahmen des Leitfadenverfahrens mit den Sozialpartnern aufgezeigt werden. Die SBB hat einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und wird diesen auch hier jederzeit einhalten. Die SBB wird im Frühjahr 2026 konkret informieren können. Mehr dazu im



