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Güterverkehr: SBB bietet allen Mitarbeitenden im Tessin eine Lösung an
Güterverkehr: SBB bietet allen Mitarbeitenden im Tessin eine Lösung an

Die SBB richtet den Güterverkehr schrittweise neu aus, um ihn wirtschaftlich zu machen. So gewährleistet die SBB langfristig einen umweltfreundlichen Güterverkehr in der Schweiz und sichert dadurch Arbeitsplätze. Allen Mitarbeitenden im Tessin wird eine Lösung angeboten.

Michael Claushallmann (Fotos)

Tessin
Güterverkehr: Suche nach Lösungen im Tessin abgeschlossen (Update: 31. Oktober 2025)

Die SBB hat die Suche nach Lösungen für die rund 40 Mitarbeitenden im Tessin abgeschlossen. Allen betroffenen Mitarbeitenden wird eine GAV‑konforme Lösung unterbreitet.

Im Zuge der Neuausrichtung des KV und der Einstellung unrentabler Transitzüge hat die SBB im Mai 2025 einen sozialverträglichen Stellenabbau von schweizweit rund 65 Stellen angekündigt (siehe SBB News «Zukunft Güterverkehr: SBB richtet kombinierten Verkehr neu aus»). Im Tessin sind rund 40 Mitarbeitende betroffen. Wie am 25. August 2025 mitgeteilt, wurde bis dann bereits für zwei Drittel eine Lösung gefunden: Sie wechseln innerhalb der SBB im Tessin zu den Divisionen Infrastruktur/Personenverkehr oder gehen in Pension.

Dem verbleibenden Drittel der Mitarbeitenden werden in diesen Tagen ebenfalls GAV-konforme Angebote unterbreitet, wie ein Wechsel innerhalb der SBB im Güterverkehr oder zur Division Infrastruktur im Tessin oder ein Wechsel zu TILO (SBB Tochtergesellschaft). Einzelne Mitarbeitende haben sich freiwillig für einen befristeten Wechsel in eine andere Sprachregion entschieden.

Die SBB hat sich stark eingesetzt und während mehrerer Monate zusammen mit den Mitarbeitenden individuell nach Lösungen gesucht. Dazu gehören spezielle Leistungen, die über den GAV hinausgehen:

  • kombinierte Anstellungen bei TILO und SBB Cargo Schweiz (zu jeweils 50%) auf Wunsch der Mitarbeitenden
  • bezahlte Wohnung und Sprachkurs bei einem temporären Einsatz in einer anderen Sprachregion
  • Finanzierung von Aus- und Weiterbildungen

Die SBB hält damit ihr Versprechen und bietet allen betroffenen Mitarbeitenden im Tessin eine GAV-konforme Lösung an. Es steht den Mitarbeitenden frei, diese Angebote anzunehmen. Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitenden für ihre Unterstützung in der Lösungsfindung.

Nach dem kombinierten Verkehr richtet die SBB den Einzelwagenladungsverkehr neu aus

Bekanntlich befindet sich der Güterverkehr der SBB in einer grundlegenden Neuausrichtung. Nur der Ganzzugsverkehr deckt heute seine Kosten, stark defizitär sind hingegen der kombinierte Verkehr (KV) und der Einzelwagenladungsverkehr (EWLV). Wie bereits kommuniziert, wird die SBB auch den EWLV neu ausrichten. Dazu leisten alle ihren Beitrag: der Bund mit einer befristeten finanziellen Förderung des EWLV, die Kunden mit marktgerechten Preisen und die SBB durch Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen. Leider wird es weniger Stellen brauchen – schweizweit und auch im Tessin.

Um wie viele Stellen es konkret geht, zeigt sich im nächsten Jahr. Ab Fahrplanwechsel 2026/27 (13. Dezember 2026) wird ein neues Produktionsmodell einen einfacheren, effizienteren, robusteren und wirtschaftlicheren Betrieb im EWLV ermöglichen. Das Produktionsmodell wird aktuell gemeinsam mit den Kunden erarbeitet. Das neue Produktionsmodell im EWLV und das angepasste Transportnetz verändern den Bedarf an Personal und Lokomotiven. Die SBB muss die Mitarbeitenden dort einsetzen, wo es Güter zu transportieren gibt. Entsprechend wird es zu Verschiebungen und einem Stellenabbau kommen.

Und die SBB wird die Anzahl der Depots für ihre Mitarbeitenden reduzieren müssen. Gemäss dem heutigen Planungsstand wird es zu Veränderungen für das Lokpersonal in Brig, Buchs SG und Chiasso kommen. Auch bei den Standorten des Rangierpersonals wird es zu Veränderungen kommen. Wie viele Stellen betroffen sein werden, wird im Rahmen des Leitfadenverfahrens mit den Sozialpartnern aufgezeigt werden. Die SBB hat einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und wird diesen auch hier jederzeit einhalten. Die SBB wird im Frühjahr 2026 konkret informieren können. Mehr dazu im SBB News Artikel «Neuausrichtung Einzelwagenladungsverkehr».

Zukunft Güterverkehr: SBB sichert Arbeitsplätze und klimafreundliche Versorgung

Der Güterverkehr der SBB befindet sich in einer Krise: Ein strukturelles Defizit (zuletzt c76 Millionen Franken im 2024), überaltertes Rollmaterial und ein Mengenrückgang von einem Drittel in den letzten zehn Jahren – trotz grossem Netz und tiefen Preisen. Der Bund als Eigentümer der SBB verlangt eigenwirtschaftliche Angebote im Güterverkehr. Die SBB bietet ihren Kunden im Güterverkehr drei Transportangebote an: kombinierter Verkehr (KV), Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) und Ganzzugsverkehr. Der Ganzzugsverkehr deckt heute seine Kosten, stark defizitär sind hingegen KV und EWLV. Deshalb braucht es eine grundlegende Transformation des Güterverkehrs der SBB. Dazu leisten alle ihren Beitrag: der Bund, die Kunden und die SBB. Ziel der SBB ist es, den umweltfreundlichen Güterverkehr in der Schweiz langfristig zu sichern und dadurch Arbeitsplätze zu bewahren.

EWLV kurz erklärt

Im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) werden einzelne Güterwagen aus Anschlussgleisen von Kunden oder ab Rampen gesammelt, zu Zügen formiert und in Rangierbahnhöfe gebracht. Dort werden neue Züge nach Zielregion zusammengestellt. Am Bestimmungsbahnhof erfolgt die Feinverteilung der Wagen auf Anschlussgleise oder Rampen. Typische Güter sind Stückgut auf Paletten, Briefsendungen und Konsumgüter.

Weitere Informationen im Mediendossier «Zukunft Güterverkehr: SBB sichert Arbeitsplätze und klimafreundliche Versorgung».

25. August 2025 

Der Güterverkehr der SBB kann nur überleben, wenn er sich neu ausrichtet. Im letzten Jahr schrieb er einen Verlust von rund 76 Millionen Franken. Künftig muss er eigenwirtschaftlich werden. Dies verlangt der Bund als Eigner von der SBB. Denn der Güterverkehr ist kein Service Public. Dazu richtet die SBB den Güterverkehr neu aus, vom kombinierten Verkehr über den Einzelwagenladungsverkehr bis zum Ganzzugsverkehr. Mit der Neuausrichtung stellt die SBB einen umweltfreundlichen Güterverkehr in der Schweiz langfristig sicher und bewahrt dadurch Arbeitsplätze.

Lösungen für betroffene Mitarbeitende im Tessin

Wie im Mai 2025 kommuniziert, kommt es im Zuge der Neuausrichtung des kombinierten Verkehrs schweizweit zu einem Abbau von rund 65 Stellen bis Ende 2025, davon rund 40 im Tessin. Die SBB nimmt ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahr und hält ihr Versprechen: Allen betroffenen rund 40 Mitarbeitenden wird eine GAV-konforme Lösung im Tessin angeboten.

Für zwei Drittel wurde bereits eine Lösung gefunden und ihnen wurde ein Angebot gemacht: Sie wechseln innerhalb der SBB im Tessin zu den Divisionen Infrastruktur und Personenverkehr oder gehen in Pension. Den restlichen Mitarbeitenden werden in den kommenden Wochen Angebote für einen Wechsel zur Tochtergesellschaft TILO unterbreitet. Alternativ bietet die SBB die Möglichkeit für einen befristeten freiwilligen Einsatz in anderen Regionen, wo aktuell ein Bedarf besteht.

Tessin ist für die SBB von grosser Bedeutung

Das Tessin ist und bleibt eine wichtige Region für die SBB, im Personen- wie im Güterverkehr. In den vergangenen fünf Jahren hat die SBB im Tessin 260 neue Stellen geschaffen. Sie investiert weiter, zum Beispiel in den Bau des Werks Arbedo-Castione mit über 360 Arbeits- und 80 Ausbildungsplätzen. Insgesamt beschäftigt die SBB im Tessin rund 2200 Mitarbeitende. Die SBB wird auch in Zukunft eine verantwortungsvolle Arbeitgeberin sein und qualifizierte Arbeitsplätze anbieten.

Neuausrichtung des Güterverkehrs für eine nachhaltige Zukunft

Aktuell fährt die SBB beim KV bei einem Umsatz von 18 Millionen Franken 12 Millionen Franken Verlust ein. Um den kombinierten Verkehr (KV) gemäss den Vorgaben des Bundes wirtschaftlich zu machen, richtet die SBB diesen neu aus. Die SBB baut per 2026 die erste Verbindung des neuen kostenoptimierten Produktionsmodells gemäss dem Konzept «Suisse Cargo Logistics» auf. Mit dem Shuttle auf der stark nachgefragten Nord-Süd-Achse wird diese Verbindung zwischen Dietikon und Stabio quer durch die Alpen gestärkt und das neue Angebot getestet. Bewährt sich der Testbetrieb dieses Shuttles, baut die SBB das Angebot im KV schweizweit aus. Mit der Neuausrichtung will die SBB auch künftig einen umweltfreundlichen Güterverkehr anbieten und mehr Güter auf der Schiene transportieren.

Für die Weiterführung des Terminals in Cadenazzo ist die SBB mit der Post im Gespräch. Die Post beabsichtigt, das Terminal Cadenazzo künftig zu mieten und in Eigenregie zu betreiben. Für die Post fährt die SBB ab Dezember einen zusätzlichen Zug – fünf anstelle von heute vier.

Mit dem Konzept «Suisse Cargo Logistics» werden ab 2050 jährlich rund 1 Million Lastwagenfahrten auf die Schiene verlagert. Die Neuausrichtung im KV führt vorübergehend zu täglich 70 zusätzlichen Lastwagenfahrten auf den Strassen, also jährlich rund 20 000. Zum Vergleich: Heute gibt es auf den Schweizer Strassen rund 30 Millionen Lastwagenfahrten.

Mehr Informationen zur Neuausrichtung des Güterverkehrs

Weitere Informationen und Hintergründe zur Neuausrichtung des Güterverkehrs, insbesondere in Bezug auf das Tessin, gibt es in der SBB News «Güterverkehr: Neuausrichtung sichert Arbeitsplätze sowie Nachhaltigkeit». Die Neuausrichtung des Güterverkehrs wird schrittweise erfolgen und der Weg dahin wird weitere Änderungen für das Unternehmen mit sich bringen.

Weitere Artikel rund um die Zukunft des Güterverkehrs
  • Mediendossier: Zukunft Güterverkehr: SBB sichert Arbeitsplätze und klimafreundliche Versorgung
  • Fakt ist: Verkehrsverluste im Güterverkehr zwingen SBB Cargo Schweiz zum Handeln (13.02.2025)
  • Zukunft Güterverkehr: SBB richtete kombinierten Verkehr neu aus (20.05.2025)
  • Güterverkehr: Neuausrichtung sichert Arbeitsplätze sowie Nachhaltigkeit (22.07.2025)
  • Güterverkehr: SBB bietet allen Mitarbeitenden im Tessin eine Lösung an (25.08.2025)
  • Zukunft Güterverkehr: SBB richtet auch Einzelwagenladungsverkehr neu aus (20.09.2025)
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