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Krabbeln, zwitschern, blühen: Wie die SBB die Biodiversität fördert
Nachhaltigkeit
Krabbeln, zwitschern, blühen: Wie die SBB die Biodiversität fördert

Zug fahren ist klimafreundlich, logo! Doch Nachhaltigkeit hört bei der SBB nicht bei Zügen auf, die mit Strom aus erneuerbarer Energie fahren. Sie setzt auf zahlreiche Massnahmen, um die Biodiversität zu fördern. Dazu gehört seit Jahren die «naturnahe» Böschungspflege. Neu testet die SBB die «naturnahe Grünflächenpflege» rund um Bahnhöfe. Projektleiterin Stephanie Kunz erklärt, worum es geht.

Katharina Balande (Text)ZVG, Anouk Ilg, Stefan Weber Fotograf sbf, Nicola Demaldi (Fotos)

Blumenwiese vor einem Unterwerk
Was verbirgt sich hinter der «naturnahen Grünflächenpflege»?

Ganz einfach gesagt: Wir mähen bzw. schneiden weniger. Wir haben in diesem Pilotprojekt die Schnitthäufigkeit von ausgewählten Grünflächen so weit reduziert, wie wir es für sinnvoll und sicher erachten. Damit nutzen wir bestehende Flächen für die gezielte Förderung der Biodiversität und Lebensraumvernetzung im Siedlungsraum.

Wie funktioniert das genau?

Das hängt von der Fläche und vom Standort ab. An manchen Standorten reduzieren wir auf zwei oder gar nur einen Schnitt pro Jahr. An fünf Standorten führen wir im Sommer 2026 ausserdem einen Versuch durch, bei dem jeweils nur die Hälfte der Fläche gemäht wird; die andere Hälfte bleibt als Rückzugsort für Kleintiere erhalten. Im Folgejahr wird die jeweils andere Hälfte geschnitten.

Was sind die Vor- und Nachteile?

Indem wir weniger schneiden, schaffen wir Lebensraum für Insekten und Kleintiere, z.B. Wildbienen, Tagfalter oder Igel. Ausserdem erhalten sie ein grösseres Nahrungsangebot. Neben den Insekten können sich auch die Kund:innen an attraktiv blühenden Blumen erfreuen. Jedoch können diese Flächen im Herbst durchaus ungepflegter wirken.

Werden 2026 in allen Bahnhöfen die Grünflächen «naturnah» gepflegt?

Nein. Der Pilot umfasst einen Teil der Westschweiz und selbst innerhalb des definierten Perimeters eignen sich nicht alle Flächen gleich gut. Sie sind sehr unterschiedlich und umfassen beispielsweise Hecken, Sträucher, Bäume, Wiesen und Rasen. Deshalb haben wir nach einer Bestandsaufnahme die Flächen nach Nutzung, Lage, ökologischer Eignung und Grösse priorisiert und die Schnitthäufigkeiten sinnvoll reduziert.

Wie geht es nach 2026 weiter?

Ob wir die naturnahe Grünflächenpflege schweizweit einführen, hängt von mehreren Faktoren ab: Sie muss eine nachgewiesene positive ökologische Wirkung haben, die Kund:innen müssen sie akzeptieren und der Bahnbetrieb muss sicher und zuverlässig funktionieren. All dies werden wir sorgfältig evaluieren.

Von Gärten und Nisthilfen: Biodiversität hat viele Gesichter

Neben diesem Pilotprojekt setzt die SBB auf zahlreiche weitere Massnahmen, um die Biodiversität zu bewahren und zu fördern. Dazu gehören unter anderem diese drei Beispiele:

Naturnahe Böschungspflege

Die SBB betreibt ein über 3000 km langes Streckennetz, welches von Böschungen gesäumt wird. Das sind wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna, vernetzt über das ganze Land. Darum werden im Rahmen des Aktionsplans Biodiversität Schweiz langfristig 30 Prozent dieser Flächen naturnah gepflegt: Statt zu mulchen wird gemäht und das Schnittgut zusammengetragen, damit Standorte mit vielen Pflanzen- und Tierarten entstehen. Zusätzlich werden – wo sinnvoll – Kleinstrukturen und Elemente für die Längs- und Quervernetzung der Lebensräume von Tieren angelegt. Das alles bedeutet mehr Arbeit als in der herkömmlichen Böschungspflege, aber lohnt sich!

Platz für Mauersegler, Mehlschwalben und Fledermäuse

Was haben Mauersegler, Mehlschwalben und Fledermäuse mit der SBB zu tun? Korrekt, nicht viel! Doch die SBB nutzt verschiedene Gebäude abseits von Kund:innen, um ihnen mit Nisthilfen und Fledermauskästen ein Zuhause zu bieten und so zum Artenschutz beizutragen. Dafür nutzt die SBB unter anderem bahnnahe Gebäude ohne betriebliche Funktion oder ihre Energieanlagen, wie beispielsweise Unterwerke. Die Massnahmen werden in Absprache mit den kantonalen Fledermauskoordinationsstellen und der Vogelwarte umgesetzt. Übrigens: Einen Teil der Fledermauskästen produziert SBB Anyway. Dort arbeiten SBB Mitarbeitende, die ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.

Ein Biotop neben dem Bahnhof

Mit dem Projekt «Eisenbahngarten Balerna» hat die SBB zusammen mit der Gemeinde Balerna Ende 2025 ein stillgelegtes Areal oberhalb des Bahntunnels in einen öffentlichen Park mit Gemeinschaftsgärten, einem Wasserbiotop, Freiluftflächen und Obstgärten verwandelt. Der öffentliche Park setzt auf naturnahe Gestaltung und Massnahmen für die Biodiversität. So fördert das Biotop die lokale Artenvielfalt und der Obstgarten enthält alte Sorten aus dem ProSpecieRara-Programm. Der Eisenbahngarten setzt ausserdem konsequent auf die Wiederverwendung von SBB Materialien: Alles, was im Park steht, war früher Teil der Bahninfrastruktur. So wurden beispielsweise 147 Meter Schienen zu Handläufen, Tischgestellen, Brunneneinfassungen und Zäunen verarbeitet.

Noch mehr Beispiele und Informationen zum Thema Biodiversität auf der SBB Seite «Biodiversität».

Nachhaltigkeit als Teil der Strategie SBB

Die SBB hat ein strategisches Zielbild bis 2030 definiert. Dieses setzt sie mit konkreten Zielen um. Eines davon ist die Nachhaltigkeit: Die SBB möchte ihre Treibhausgasemissionen halbieren. Um dies zu erreichen, spart die SBB Energie, setzt auf erneuerbare Energien, ersetzt klimaschädliche technische Gase und setzt auf Kreislaufwirtschaft. Die klimafreundliche, ressourcenschonende und im Vergleich zu Flugzeug, Bus und E-Auto unschlagbare Bahn leistet einen grossen Beitrag zum Klimaziel 2050 der Schweiz. Jährlich vermeidet die Schweiz dank des Schienenanteils am Verkehr den Ausstoss von rund fünf Millionen Tonnen CO2. Das entspricht zehn Prozent der landesweiten Gesamtemissionen. Mehr über die Strategie 2023 der SBB auf SBB Company «Strategie SBB 2030».

Biodiversität. | SBB Company
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