Als die Barberine-Talsperre – ein Pionierbauwerk – vor 100 Jahren vollendet wurde, markierte dies einen historischen Wendepunkt für die SBB, das Trient-Tal, das Wallis und die gesamte Schweiz. Am heutigen 28. August 2025 feiert die SBB dieses Ereignis zusammen mit dem Kanton Wallis, den involvierten Gemeinden und dem Bundesamt für Verkehr. Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie wichtig solche Anlagen für die nachhaltige Energieversorgung des SBB Stromnetzes sind.
Die SBB deckt den Grossteil ihres Energiebedarfs selbst: 80 Prozent des Bahnstroms produziert sie mit ihren acht eigenen Wasserkraftwerken und fünf Gemeinschaftskraftwerken. Die Wasserkraftanlage Barberine deckt heute rund 15 Prozent des Strombedarfs der SBB für den Betrieb des Schweizer Bahnsystems ab und liefert Strom für den Bahnverkehr in der Westschweiz und im Wallis. Damit die SBB die Stromversorgung des Bahnbetriebs jederzeit gewährleisten kann, muss sie die eigene Stromproduktion flexibel einsetzen können. Die Wasserkraftanlage von Barberine, die aus den Wasserkraftwerken Châtelard und Vernayaz besteht, spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Der Verein «Barberine 100» hat zum 100-Jahr-Jubiläum mehrere kulturelle Angebote auf die Beine gestellt, so etwa ein Theaterstück, das von der “Compagnie Da Capo” realisiert wird. Die Aufführungen finden vom 29. August bis 12. Oktober 2025 jeweils freitags, samstags und sonntags im Kraftwerk Châtelard statt. Weiter sind im Wasserkraftwerk Châtelard und in der Galerie Victoria in Finhaut zwei Ausstellungen zu sehen. Ausserdem bietet das kürzlich erschienene Erinnerungswerk «De Barberine à Nant de Drance» der Historikerin Véronique Borgeat-Pignat einen Einblick in die hundertjährige Geschichte des Kraftwerks Barberine. Fotos, Reproduktionen und historische Dokumente illustrieren diese beeindruckende Epoche. Alle Informationen und Tickets gibt es auf
Seit dem 1. Januar 2025 fahren die Züge der SBB mit Bahnstrom , der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt – ein Meilenstein. Der Grossteil stammt aus den Wasserkraftwerken der SBB: Rund 80 Prozent des Bahnstroms wird mit acht eigenen Wasserkraftwerken und fünf Gemeinschaftskraftwerken produziert. Die restliche erneuerbare Energie wird eingekauft und ist primär Strom aus Wasserkraft sowie Sonnen- oder Windenergie.
Neben Wasserkraft setzt die SBB bei ihrer Energieproduktion auch auf Sonne. Bis 2040 sollen 160 Gigawattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugt werden – so viel wie rund 40 000 Haushalte jährlich verbrauchen. Dafür werden primär bereits bestehende Flächen wie Bahnhofsgebäude, Werke und Serviceanlagen oder Perrondächer genutzt. Ende 2024 hat die SBB so eine Produktion von 10 Gigawattstunden erzielt, ein weiterer Meilenstein von jährlich 100 Gigawattstunden soll 2030 erreicht werden.


