Ob Fondue, Zmittag mit Aussicht oder ein Menüs, zu denen das passende Bier serviert werden - in den Cafés und Restaurants Fribourg ist bestimmt für jeden Gusto etwas dabei. Viel Freude und Genuss beim Entdecken der Geheimtipps!
Irgendwo auf halben Weg zwischen Bern und Lausanne, ziemlich genau auf dem Röstigraben, wartet eine reizvolle und abwechslungsreiche Stadt: Fribourg. Egal, ob Gourmet, Geschichtsfan oder Musikbegeisterte:r – ein Besuch in der Zähringerstadt lohnt sich auf jeden Fall. Die 17 besten Tipps für Entdecker:innen.

Es ist ein geschichtsträchtiger Ort in der Nähe der Kathedrale. Die Geschichte des Café du Gothard reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert. Heute wartet in diesem urigen Etablissement eine reichhaltige (im wahrsten Sinne des Wortes) Karte mit Spezialitäten aus der Region Fribourg. Logisch, darf hier auch das Fondue auf der Karte nicht fehlen – nennt sich Fribourg doch gerne die «Hauptstadt des Fondues». Egal ob «Moitié-moitié» (halb Vacherin, halb Greyerzer) oder doch 100 Prozent Vacherin: Serviert wird das Ganze – wie in Fribourg üblich – mit Brot und Kartoffeln. Und wer dann noch Platz hat (oder nach einem ausgiebigen Stadtbesuch genug Kalorien verbrannt hat), rundet das Ganze mit einer Portion Meringue mit dem berühmten Greyerzer Doppelrahm ab. Mmmmmmmmmmmmmmmmh!


Wer hier einen Fuss hineinsetzt, wird nicht ohne Schokolade herauskommen – wahrscheinlich sowohl im Bauch als auch im Rucksack. Hier gibt’s handgefertigte Schokolade, liebevoll verziert und gestaltet. Und wer grad selbst Hand anlegen will, bucht eines der verschiedenen Ateliers, das die Inhaberin mit viel Herzblut regelmässig durchführt. Wie wäre es, die eigene Tafel zu kreieren, Pralinen zu fertigen oder die eigene Schokoladenkuh zu giessen? Nebenbei erfährt man viel Wissenswertes über Kakao und die Herstellung von Schokolade.
Nein, ein Geheimtipp ist das Belvédère nicht und so wundert es kaum, dass sich hier stets Touristen, Einheimische und Studierende mischen. Doch das Belvédère hat die schönste Terrasse in Fribourg, da beisst die Maus keinen Faden ab: Ein Hauch von Park, mit tollem Blick auf die Fribourger Unterstadt, die Saane und die Sandsteinfelsen. Wenn es im Herbst oder Winter zu kalt für die schöne Aussicht ist, punktet das Belvédère mit einem gemütlichen Intérieur, das an eine «Stube» erinnert. Wer weniger auf Drinks und Kaffeespezialitäten aus ist und sich ein vollwertiges Essen wünscht, geht einen Stock nach oben ins «Restaurant du Belvédère».

Nase voll von den allseits bekannten Grossbrauereien? Lust, spezielle Biere zu degustieren? Dann ab ins «Trentenaires»! Nicht umsonst heisst es «Les Trentenaires – aiment la bonne bière». Freunde des «Hopfen-Smoothies» finden hier eine reichhaltige Karte mit so vielen verschiedenen Bieren, dass ein Besuch sicher nicht reicht, um sich durch die Karte durchzutrinken. Ob Weissbier, Pale Ale, IPA, Helles oder Dunkles: Von nah und fern, vom Fass oder aus der Flasche. Der Clou im Trentenaires: Wer hier isst, findet auf der Karte zu jedem Gericht eine Empfehlung für ein passendes Bier, sogar auf der Karte des sonntäglichen Brunchs. Die Gerichte variieren von Tatar, Burger und ähnlichem; aber auch Vegetarier:innen finden hier genug Optionen, um ein passendes Menü zum gewählten Bier zu finden (oder war es doch anders herum?).
Etwa von Mitte Mai bis Mitte September öffnet jeweils «Le Port» inmitten der Unterstadt seine Pforten. «Le Port», das ist Gastronomie unter freiem Himmel, wo die sorgfältig gepflegten Hochbeete der Gemeinschaftsgärten die Tische trennen. Gleichzeitig ist es ein soziokultureller Begegnungsort, wo über die ganze Saison ein vielfältiges Programm dem ehemaligen Fabrikgelände Leben einhaucht: von Tai-Chi über Stricken bis hin zu Handmassage und Konzerten. Vor allem wartet im «Le Port» ein liebevoll angerichtetes Tagesmenü, das Gaumen wie Augen gleichermassen erfreut und mit lokalen, saisonalen Produkten gestaltet wird. Wenn in der Stadt die Hitze drückt, weht hier zwischen Garten, Bäumen und Saane ein Hauch von Urlaub.


Nomen est omen. Populär ist dieser Ort definitiv, und nicht selten - und insbesondere während dem Semester - sollte man abends reservieren, um sicher einen Platz in dem beliebten Ort zu ergattern. Hier warten eine umfassende Getränkekarte sowie Snacks und Speisen auf alle, die schon den ganzen Tag in der Stadt unterwegs sind. Besonders zu empfehlen sind die Burger, sei es in der vegetarischen Version oder traditionell mit Fleisch. Wer ausserdem Käse gerne hat, bestellt am besten den «Friburger», der mit Vacherin und Gruyère den Gaumen verwöhnt. Sozusagen ein Hauch von Fondue «Moitié-moitié», aber auf dem Burger!
Wer Musik gerne hat, findet auch in Fribourg sein Glück. Egal ob Jazz, Chanson oder elektronische Musik: Das Angebot ist so vielfältig wie die Bühnen selbst.
Wenn es eine Adresse gibt, die Freiburger (Jazz-)Musiker:innen kennen, dann ist es «La Spirale» in der Unterstadt. Kein Wunder, denn in seinem rund 40-jährigem Bestehen hat «La Spirale» sein Renommee in Fribourg und darüber hinaus gepflegt. Ursprünglich ein Jazz-Keller ist «La Spirale» heute auch für weitere Genres wie Chanson oder Weltmusik offen. Nicht nur der heimelige Keller, der es Künstler:innen und Besucher:innen ermöglicht, auf Tuchfühlung zu gehen, sondern die sorgfältig kuratierte Programmation machen den Charme des Ortes aus. Hier haben internationale (Jazz-)Grössen genauso ihren Platz im Programm wie lokale Künstler:innen. Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz: Regelmässig finden Konzerte mit Schüler:innen und Absolvent:innen des Konservatorium Freiburg statt; manche von ihnen sind dann auf dem Sprung zu einer professionellen Karriere.

Fans der elektronischen Musik aufgepasst: In Fribourg wartet ein echter Schatz auf euch. Über 5000 Instrumente schlummern im Schaulager in den Katakomben auf dem ehemaligen Gelände der Cardinal-Brauerei. Bis unter die Decke türmen sich mehrere hundert Kultinstrumente und tausende von unbekannten oder seltenen Stücken, von Synthesizern bis zu Drum Machines, von Effektgeräten bis zu Mischpulten. Doch das SMEM ist eben nicht ein Museum, in dem die Exponate verstauben und mit einem «Nicht anfassen»-Schild versehen sind. Stattdessen hat das SMEM auch die Mission, die Instrumente für Kunstschaffende und die Öffentlichkeit zugänglich machen. Im «Playroom» können Musiker:innen eine Auswahl der Instrumente, ausprobieren, spielen oder sogar für Aufnahmen nutzen.
Ein Flügel, ein heimeliger Ort unter dem Dach und eine halbe Stunde in die Welt der Musik eintauchen… Im zentral gelegenen «Centre le Phénix» ist das jeweils freitags von 12.15 Uhr bis 12.45 Uhr möglich. Dann finden die «Lunch concerts» statt. Solist:innen oder kleine Formationen ermöglichen dem Publikum eine musikalische Pause. Warum also nicht beim nächsten Stadtbummel Musik geniessen, während die Füsse sich ausruhen dürfen?
Das Café «Le Tunnel» ist eine Mischung aus Café, Begegnungsort und Kulturstätte. Nicht nur die spezielle Architektur und die gemütliche Einrichtung machen «Le Tunnel» so besonders, sondern auch das soziale Engagement. Hier gibt es regelmässig Vernissagen von Künstler:innen und im Gewölbekeller finden Konzerte verschiedener Stilrichtungen statt. Das «Le Tunnel» ist jedoch nicht irgendein «Kultur-Café», sondern legt Wert auf Integration von sozial Bedürftiger. Wer möchte, kann ein «Suspendu» spendieren, also ein Getränk oder eine Speise im Voraus bezahlen. Bedürftige können sich nach einem «suspendu» erkundigen und davon profitieren. Dank der Partnerschaft mit dem Verein «La Tuile», Träger der Fribourger Notschlafstelle, finden hier regelmässig Sozialberatungen statt und die «Cartes Tunneliers» ermöglichen es auch einkommenschwacheren Kund:innen, hier zu essen und zu trinken. Ein Begegnungsort mit einem feinen Programm, der für alle ist!

Nicht nur musikalisch hat Fribourg etwas zu bieten. So finden sich her spezielle Sammlungen, wie beispielsweise Werke des hier geborenen Künstlers Jean Tinguely oder ein ganz besonderes Museum.


Man muss nicht Schneider:in sein, um am Schweizer Nähmaschinenmuseum Freude zu haben. Hier steht «David», die mutmasslich kleinste Nähmaschine der Welt, neben «Goliath», der wohl grössten Nähmaschine der Welt, zusammen mit speziell für Reisen konzipierte Nähmaschinen oder Nähmaschinen, die nach getaner Arbeit als Spieluhr fungieren… Doch neben diesen besonders kunstvollen und speziellen Nähmaschinen zeugt das Museum vom Erfindergeist, der den Alltag der Menschen erleichterte, noch lange, bevor es Strom gab. So finden sich hier mechanische Staubsauger, Geschirrspüler oder Waschmaschinen neben Vorgängern von Hörgeräten. Die private Sammlung lebt von den (wirklich!) aussergewöhnlichen Objekten und dem Engagement und der Leidenschaft, mit dem Inhaber Marc Wassmer durchs Haus führt und die Exponate zum Leben erweckt. «Das Museum, in das man neugierig herein geht und glücklich herauskommt»: das Schild am Eingang bewahrheitet sich; ein Besuch hier ist ein echtes Erlebnis.
Fribourg ist vielleicht kein Kunstmekka, aber Freund:innen der bildenden Kunst sollten einen Stopp im «Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle» einlegen. Der in Fribourg geborene Künstler Jean Tinguely ist bekannt für seine voluminösen, maschinenartigen und bewegten Werke, von denen ein Teil hier ausgestellt ist. Seine spätere Frau Niki de Saint Phalle schenkte dem Kanton Freiburg einige ihrer Werke, die im 1998 eröffneten «Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle» zu sehen sind. Neben den Werken der Dauerausstellung, zeigt der Espace in regelmässigen Abständen Sonderausstellungen zu schweizerischen und ausländischen Künstler:innen, deren Werke im Dialog zu denjenigen von Jean Tinguely oder Niki de Saint Phalle stehen. Übrigens: Eine von Jean Tinguelys Skulpturen, der Jo-Siffert-Brunnen, ist in der Parkanlage «Grand-Places» hinter dem Theater «Equilibre» frei zugänglich.
Bei einem Ausflug ins benachbarte Granges-Paccot können Bahnfans in die Welt der Modelleisenbahn eintauchen. Auf einem Massstab von 1:87 fahren circa 100 Züge während einem Besuch vorbei – und die Besucher:innen können die Schweizer Eisenbahn der 1990er-Jahre entdecken.
Grün in der Stadt? Kein Problem in Fribourg! Zwischen Sandsteinfelsen, der Saane und bewaldeten Abschnitten gibt es auch hier jederzeit die Möglichkeit, in die Natur einzutauchen.
Zugegeben, Stadt-Golf ist keine Aktivität in der Natur im engen Sinne. Doch es ist eine spielerische Art, die Stadt zu Fuss zu entdecken und auch die grünen Ecken und Enden ausgiebig zu erkunden. Der Parcours des ersten Schweizer Stadtgolfs führt in 18 Löchern (oder weniger, wenn man möchte) an den schönsten Ecken Fribourgs vorbei – auch entlang der Saane, wo es sich im Sommer gut aushalten lässt.
Tipp: Wer eine besonders spektakuläre Aussicht auf Fribourg geniessen möchte, erklimmt an der 5. Station, der St. Jost Kapelle, den Weg weiter nach oben bis zur Loreto-Kapelle («Chapelle de Lorette»). Die zusätzlichen Höhenmeter lohnen sich, versprochen!


Der Botanische Garten in Fribourg ist der perfekte Ort für eine kleine Pause im Grünen. Er ist frei zugänglich und bietet den Besucher:innen eine Pause von der Stadt. Hier lässt es sich gut Pflanzen entdecken oder in aller Ruhe ein Buch geniessen.
Geheimtipp: Die Schokoladenfabrik Villars liegt etwa fünf Gehminuten entfernt. Wer nach oder vor dem Besuch des Botanischen Gartens eine kleine Dosis Zucker braucht, sollte im Fabrikladen halten. Mit etwas Glück erwischt man Bruchschokolade oder Schoggi-Köpfli mit kleinen Schönheitsfehlern zum Sonderpreis.
Zwar hat Fribourg im Gegensatz zu vielen anderen Schweizer Städten keinen See im Stadtzentrum und erst recht keine Badepromenade zu bieten. Dafür ist der «Lac de Pérolles» ein Naturschutzgebiet, das mit seiner pittoresken Landschaft und reichen Flora und Fauna sowohl für Wissenschaftler:innen als auch Tourist:innen von grossem Interesse ist. Für einen Besuch bietet sich eine Wanderung an, z.B. der acht Kilometer lange «See-Rundweg» an. Er ist einer von drei thematischen Wanderwegen, die die Besucher:innen am Wasser entlangführen, vorbei an Sandsteinformationen, durch den Wald und über ruhige Uferwege. Sehr schnell vergisst man, dass man eigentlich im urbanen Umfeld ist. Die Natur kann auch in der Stadt so nah sein!

Ein Hauch von Mystik und Ruhe liegt in der Luft. Ruhe, weil die Häuser immer weniger werden, je weiter man dem Weg dem Wasser entlang Richtung Wald folgt. Mystik, weil hier der Legende zufolge ein Drache wohnen sollte. Wer möchte, kann hier einen rund neun Kilometer langen Rundgang machen. Aber Achtung: Hier hat es schon Erdrutsche gegeben; deshalb immer online prüfen, ob die Wege offen sind.
Übrigens begann 1937 auch hier, im Galterntal, auf Französisch «Valée du Gottéron», die Geschichte der Hockeymannschaft Fribourg-Gottéron, wenn die Jugend auf dem gefrorenen Gewässer spielte. Und der Drache? Der ist heute Maskottchen und Bestandteil des Logos.
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