Menü
Suchen
FahrplanGünstig Zug fahrenTipps für Ausflüge
Login
ArtikelMedienbereichBahnverkehrsinformationenSucheHilfeKundenserviceAusflüge SchweizStädtereisen EuropaNachhaltigkeitZügeArbeiten bei der BahnGüterverkehrBauprojekteBahnhöfeInnovationMedienstelleMedienmitteilungenMedienmitteilungen abonnierenHintergrunddossiersFilm-/Fotoaufnahmen MedienFilm-/Fotoaufnahmen kommerzielle ZweckeMedia CenterZahlen und FaktenPublikationenDeutschFrançaisItalianoEnglish
Bodycams: Positives Fazit der SBB
Bahnhöfe
Bodycams: Positives Fazit der SBB

Seit September 2024 setzt die Transportpolizei schweizweit Bodycams ein. Nach rund einem Jahr zieht die SBB ein positives Fazit: Die Bodycams haben sich als sinnvolles Einsatzmittel zur Deeskalation von Konflikten und zur Beweissicherung bewährt. 


Eine Polizistin der Transportpolizei mit Bodycam an ihrer Weste.
Update vom 3. November 2025

Sicherheit hat für die SBB höchste Priorität: Reisende und Mitarbeitende sollen sich am Bahnhof, im Zug und bei der Arbeit jederzeit sicher fühlen. Und genau dafür engagiert sich die SBB tagtäglich mit grossem Einsatz. Dabei setzt sie auf ein Zusammenspiel aus Prävention, Präsenz, Deeskalation und Technologie.

Um die Sicherheit im öffentlichen Verkehr weiter zu erhöhen, hat die Transportpolizei (TPO) im September 2024 Bodycams für Polizistinnen und Polizisten eingeführt. Jede Patrouille wurde mit mindestens einer Bodycam ausgestattet.

Nach einem Jahr zieht die TPO eine positive Bilanz: Die Bodycams haben sich als wertvolles Einsatzmittel zur Deeskalation von Konflikten und zur Beweissicherung bewährt.

  • Die Anzahl Tätlichkeiten gegenüber Polizistinnen und Polizisten ist im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich um 11 Prozent zurückgegangen. Das ist ein Erfolg, auch wenn der Rückgang weniger stark ausfällt als im ersten Halbjahr. Denn im gleichen Zeitraum sind Belästigungen und Drohungen gegenüber der Transportpolizei gestiegen, mutmasslich aufgrund der zahlreichen Events im Sommer.
  • 687 Mal wurde eine Bodycam aktiviert.
  • In 202 Fällen dienten die Aufnahmen als Beweismittel. Davon wurden 32 den Strafuntersuchungsbehörden übergeben.
  • 485 Mal wurden Aufnahmen frühzeitig gestoppt, weil sich die Situation in vielen Fällen nach Auslösung der Bodycam beruhigte.
  • Bei fast der Hälfte der angehaltenen Personen konnte durch das Ankündigen einer Aufnahme eine Deeskalation des Konflikts erreicht werden.
  • Rund 90 Prozent der Polizistinnen und Polizisten bewerten die Bodycam aufgrund der gemachten Erfahrung als sinnvolles Einsatzmittel.
SBB möchte Einsatz von Bodycams bei Kundenbegleitung testen

Vor diesem Hintergrund möchte die SBB den Einsatz von Bodycams auf freiwilliger Basis auch bei Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleitern testen. Ziel eines Pilot-Einsatzes wäre es, Erfahrungen zu sammeln, wie Bodycams die Sicherheit des Zugpersonals unterstützen können. Bevor dieses Vorhaben konkretisiert werden kann, sind noch rechtliche und datenschutzrechtliche Fragen zu klären.

Neben Bodycams für die Transportpolizei hat die SBB weitere Massnahmen zu Erhöhung der Sicherheit für Kundschaft und Mitarbeitende ergriffen:

  • Die Transportpolizei und Transsicura begleiten verstärkt Züge, insbesondere nach 22 Uhr oder auf Verbindungen mit erhöhtem Risiko.
  • Nach 22 Uhr sowie auf bestimmten Zügen ist im Fernverkehr immer eine Zweierbegleitung vorgesehen.
  • Mitarbeitende mit Kundenkontakt werden im Bereich Deeskalation umfassend geschult.
  • Die Videoüberwachung in Zügen und Bahnhöfen wird erhöht.

Weitere Informationen finden Sie im Mediendossier «Sicherheit bei der SBB».

Der Bundesrat hat am 29. Oktober 2025 beschlossen, die Sicherheit in Zügen mit einem Massnahmenplan zu unterstützen. Die SBB begrüsst, dass die Landesregierung auch dank Gesetzesänderungen zur Erhöhung der Sicherheit beitragen will.

Update vom 28. September 2025

Der «SonntagsBlick» berichtet heute über tätliche Angriffe auf das Zugpersonal. Solche Fälle machen die SBB betroffen. Die SBB verurteilt die Angriffe auf die Kundenbegleiter.

Leider wird das Zugpersonal der SBB durchschnittlich zehnmal täglich beschimpft, beleidigt, bedroht oder tätlich angegriffen. Die Übergriffe haben in den letzten Jahren zwar nicht zugenommen, aber sie sind gröber geworden. Heute wird rascher Gewalt ausgeübt. Für die SBB ist jeder Fall einer zuviel. Jede Tätlichkeit gegenüber unserem Personal ist ein Offizialdelikt und wird von Gesetzes wegen zur Anzeige gebracht.

Kundenbegleiter:innen zu zweit unterwegs

Die Kundenbegleiter der SBB sind in Fernverkehrszügen ab 22 Uhr generell zu zweit unterwegs. Ebenso auf Zügen, bei denen eine erhöhte Sicherheit nötig ist. Dies funktioniert bei 98 Prozent der Fahrten, Ausnahmen sind Fälle von kurzfristigen Personalausfällen wie Krankheitsmeldungen oder betrieblichen Störungen. Die SBB hat genügend Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter um diese Doppelbesetzung abzudecken.

Schulungen für Mitarbeitende

Die SBB schult ihre Mitarbeitenden mit Kundenkontakt für heikle Situationen. Ein Teil dieser Schulungen findet seit Sommer 2024 im neuen Security-Trainingszentrum in Murten statt. Dieses Schulungsangebot wurde ausgebaut und basiert neu auf mehreren Modulen, damit noch besser auf die verschiedenen Alltagssituationen eingegangen werden kann. Zudem sind Wiederholungs-Kurse für die Mitarbeitenden geplant, welche die Schulung bereits absolviert haben.

Weiter entwickelt die SBB bereits bestehende technologische Hilfsmittel laufend weiter und prüft neue Möglichkeiten. Bei allen neuen Zügen werden Überwachungskameras eingebaut.

Erprobung von Bodycams bei den Kundenbegleiter:innen geplant

Die Transportpolizei der SBB macht positive Erfahrungen mit den Bodycams, die seit rund einem Jahr eingesetzt werden. Die Kameras können deeskalierend wirken und dazu beitragen, Konflikte und aggressive Verhaltensweisen zu verhindern. Vor diesem Hintergrund plant die SBB, den Einsatz von Bodycams auf freiwilliger Basis bei Kundenbegleiterinnen und -begleitern zu erproben.

Ziel eines Pilot-Einsatzes ist es, Erfahrungen zu sammeln, wie Bodycams die Sicherheit des Zugpersonals unterstützen können. Da noch rechtliche und datenschutzrechtliche Fragen offen sind, kann die SBB keine Aussage zu einem möglichen Start eines Pilot-Einsatzes machen.

Update vom 8. Mai 2025:

Um die Sicherheit der Kundinnen und Kunden und Mitarbeitenden weiter zu erhöhen, führte die Transportpolizei im September 2024 Bodycams für ihre Polizistinnen und Polizisten ein. Jede Patrouille wurde mit mindestens einer Bodycam ausgestattet.

Die Zwischenbilanz nach einem halben Jahr zeigt: Seit der Einführung der Bodycam ist die Häufigkeit von Tätlichkeiten gegenüber Polizistinnen und Polizisten im Vergleich zur Vorjahresperiode um 25% zurückgegangen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Ein abschliessendes Fazit zur Einführung der Bodycams wird nach einem Jahr möglich sein.

Positive Erfahrungen im Einsatz

Von insgesamt 331 getätigten Auslösungen im ersten Halbjahr dienten 107 Aufnahmen als Beweismittel. Davon wurden 15 aufgrund einer entsprechenden Verfügung den Strafuntersuchungsbehörden übergeben. 224 Aufnahmen wurden frühzeitig gestoppt, weil sich die Konfliktsituation nach dem Start der Aufnahmen in vielen Fällen sofort entschärfte.

Diese positive Zwischenbilanz spiegelt sich auch in einer internen Umfrage wider. Rund 90 Prozent der Polizistinnen und Polizisten bewerten die Bodycams aufgrund der gemachten Erfahrung als sinnvolles Einsatzmittel. Bei knapp zwei Dritteln der angehaltenen Personen konnte allein durch das Ankündigen einer Aufnahme eine Deeskalation erreicht werden.

«Die Einführung der Bodycams war ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden und Mitarbeitenden. Wir sind optimistisch, dass sich der positive Trend der ersten sechs Monate fortsetzt», sagt Michael Perler, Kommandant der Transportpolizei.

Medienmitteilung vom 13. August 2024

Die Transportpolizei steht mit über 200 Polizistinnen und Polizisten schweizweit auf Arealen des öffentlichen Verkehrs und in Zügen im Einsatz. Darüber hinaus sorgt sie jährlich bei über 500 Grossveranstaltungen und Sportanlässen (Stand 2023) für Sicherheit und Ordnung im Bahnumfeld. Die Sicherheit der Reisenden und Mitarbeitenden hat dabei oberste Priorität.

Regelmässige Kundenzufriedenheitsumfragen zeigen, dass das Sicherheitsempfinden im Bahnumfeld höher ist als im übrigen öffentlichen Raum. Die generelle Sicherheitslage in den Zügen und Bahnhöfen ist gesamtschweizerisch stabil. Gesellschaftliche Entwicklungen machen jedoch nicht Halt vor den Bahnhöfen und Zügen.

Um die Sicherheit von Kundinnen und Kunden und Mitarbeitenden weiter zu erhöhen, führt die Transportpolizei ab September 2024 Bodycams für Polizistinnen und Polizisten ein. Jede Patrouille wird mit mindestens einer Bodycam ausgestattet. Insgesamt werden 100 Bodycams beschafft.

Einsatz von Bodycams

Der Einsatz dieser Technologie ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der Ausrüstung der Polizistinnen und Polizisten im täglichen Präsenz- und Interventionsdienst. Bodycams dienen der Abschreckung von potenziellen Täterinnen und Tätern, der Deeskalation von Konflikten und, wenn nötig, der Aufzeichnung zur Beweissicherung. Die Bodycam zeichnet nicht durchgehend auf, sondern wird einsatzbezogen durch die Polizistinnen und Polizisten der Transportpolizei ausgelöst, was für das Gegenüber deutlich erkennbar ist. Die Polizistinnen und Polizisten kündigen die Aktivierung der Bodycam jeweils mündlich an, sofern es die Situation erlaubt. Bei Aktivierung blinken die drei Front-LED rot und ein Signalton ertönt. Auch die zu kontrollierende Person kann die Aktivierung der Bodycam verlangen.

Datensicherung und Datenschutz

Die aufgezeichneten Videodaten werden auf Servern der SBB in der Schweiz gesichert. Zugriff auf diese Aufnahmen haben ausschliesslich spezialisierte Fachkräfte der Transportpolizei zu Beweiszwecken. Eine manuelle Bearbeitung oder Löschung der Aufnahmen ist nicht möglich. Nach 100 Tagen werden die Daten automatisch gelöscht, sofern keine Editionsverfügung der Untersuchungsbehörde zur Herausgabe der Daten vorliegt. Jede Löschung wird dokumentiert.

Wie die Bodycam aktiviert wird und was sie aufzeichnet.
Quelle: SBB
Sicherheit bei der SBB

Viele SBB Mitarbeitende sind täglich im direkten Kundenkontakt. Die meisten Begegnungen sind positiv. Die SBB stellt jedoch fest, dass verbale Aggressionen und einzelne Vorfälle gegen die Mitarbeitenden sowie gegen die Reisenden gröber geworden sind. Solche gesellschaftlichen Entwicklungen machen auch der SBB Sorgen, denn jede Aggression ist eine zu viel. Die SBB bringt jede Tätlichkeit gegenüber ihren Mitarbeitenden konsequent zur Anzeige, denn es handelt sich dabei um ein Offizialdelikt.

Neben der Einführung von Bodycams, hat die SBB in diesem Jahr zusätzliche Sicherheitsmassnahmen ergriffen: Darunter verstärkte Präsenz der Transportpolizei und Transsicura auf Zügen, ergänzend zur bereits bestehenden Zweierbegleitung von Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter bei gewissen Zügen zu kritischen Zeiten. Zudem gibt es vertiefte Schulungen im Bereich Deeskalation für Mitarbeitende. Weitere Präventionsmassnahmen sind in Prüfung.

Wer sich im Zug oder Bahnhof unwohl fühlt oder eine Beobachtung macht, kontaktiert die Transportpolizei unter der Nummer 0800 117 117.

Das könnte Sie auch interessieren
Medienmitteilungen
InnovationPilotversuch – SBB Transportpolizei testet Bodycams
0
Medienmitteilungen
BauprojektePersonenflüsse in Bahnhöfen: SBB fokussiert auf Kernfunktionen und verzichtet auf Segmentierung
43
Medienmitteilungen
Gotthard-Basistunnel: SBB zieht positives Fazit nach 18 Monaten
0
BahnhöfeWas tun bei Belästigung und Aggressionen im Zug oder am Bahnhof?
Mehr anzeigen
Link erfolgreich kopiertBitte versuche es später nochmal.
0 Kommentare
Absenden

Bitte beachte unsere Netiquette

ImpressumMedienkontaktRechtlicher HinweisDatenschutzCookie Einstellungen