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SBB toleriert keine Verstösse gegen Compliance

Ein ehemaliger Mitarbeiter soll sich während Jahren unrechtmässig und massiv bereichert haben. Dass ein so gravierender Fall lange unentdeckt blieb, ist für die SBB nicht akzeptabel. Die SBB hat den Mann 2024 fristlos entlassen. Verstösse gegen den Verhaltenskodex werden nicht toleriert. Das Ziel der SBB: Künftig sollen solche Fälle möglichst nicht mehr vorkommen.

SBB/CFF/FFS (Text), SBB CFF FFS (Fotos)

Der Hauptsitz der SBB in Bern Wankdorf
Update vom 15. Oktober 2026

Die Hauptverhandlung gegen den Mitarbeiter findet Ende Oktober vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona statt. Dem Angeklagten, einem ehemaligen SBB Mitarbeiter, wird vorgeworfen, sich während Jahren unrechtmässig bereichert zu haben.

Die SBB toleriert keine Verstösse gegen ihren Verhaltenskodex sowie gegen gesetzliche Bestimmungen oder andere Regelungen und verfolgt Verstösse konsequent.

Die SBB ist als geschädigte Partei am Verfahren beteiligt und kann sich aufgrund des laufenden Strafverfahrens nicht weiter zum Fall äussern.

Medienmitteilung vom 27. Februar 2026

Die SBB hat nach Vorliegen des ersten Verdachts unverzüglich interne Untersuchungen zu den Vorfällen eingeleitet und Strafanzeige eingereicht. Der Mitarbeiter wurde nach Bekanntwerden der mutmasslichen Compliance-Verstösse im Jahr 2024 umgehend fristlos entlassen. Denn die SBB toleriert keine Verstösse gegen ihren Verhaltenskodex, gesetzliche Bestimmungen oder andere Regelungen. Verstösse werden konsequent verfolgt.

Dass ein derart gravierender Fall während Jahren unentdeckt blieb, ist auch für die SBB äusserst stossend. Die SBB prüft, wie üblich bei Verstössen, mögliche Schwachstellen und leitet Verbesserungsmassnahmen ein. Ziel ist es, einen solchen Fall künftig möglichst zu verhindern.

Die SBB hat in den vergangenen Jahren im Bereich Compliance viel unternommen. Die Weisung zur Antikorruption wurde mehrfach verschärft. Der Verhaltenskodex gilt für alle, auch Interessenbindungen müssen erfasst werden, um bei allfälligen Interessenkonflikten Massnahmen definieren zu können. Kader und viele weitere Mitarbeitende absolvieren obligatorische Compliance-Schulungen.

Verstösse können über eine vertrauliche Meldestelle gemeldet werden. Dadurch werden immer wieder Fälle aufgedeckt. Denn bei rund 35 000 Mitarbeitenden kann nicht komplett verhindert werden, dass es zu einzelnen Verstössen kommt.

Aufgrund des laufenden Strafverfahrens kann sich die SBB nicht weiter zum Fall äussern.

«Verstösse gegen Compliance werden nicht toleriert»
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