Röhre, Lüftung, Elektronik und viel mehr – beim Tunnelbau muss einiges zusammenpassen. Dabei planen vom Bahntechniker bis hin zum Bauingenieur verschiedene Spezialisten «ihren» Teil. Nur wie fügen sich die Puzzleteile dann zusammen?
Beim Brüttenertunnel setzt die SBB zum «Puzzeln» auf BIM. BIM steht für «Building Information Modelling», also «Bauwerksdatenmodellierung». Das BIM-Modell ist sozusagen der virtuelle Puzzle-Topf, in den jeder Spezialist «seine» Puzzleteile einwirft. Gab es früher für jedes Teil zig verschiedene Pläne, findet sich heute alles im «Topf». Ein grosser Vorteil, findet Josef Sautter, Abschnittsleiter Brüttenertunnel und BIM Verantwortlicher im Projekt. «Die Planer der verschiedenen Disziplinen arbeiten gleichzeitig am Modell und sehen, wer wann welches Puzzleteil beisteuert und wie die Teile zusammenpassen.»
Bei Bauprojekten der SBB sind häufig externe Firmen beteiligt. Beim Brüttenertunnel übernimmt die IG BRÜTT mit den Firmen ILF, Emch+Berger und Aegerter & Bosshardt die Planung. Konrad Blank, Geschäftsführer von ILF, sieht in BIM viele Chancen. «Im BIM-Modell können alle die Puzzleteile in 3D anschauen.» 3D alleine sei aber noch kein BIM. «Die Daten liegen in 3D vor und sind zusätzlich mit Informationen, wie beispielsweise die verwendeten Materialien, angereichert.» BIM sei damit auch eine Datenbank.




