Christophe, kannst du uns erklären, was BIM ist und weshalb das Projekt in La Chaux-de-Fonds ausgewählt wurde?
Die BIM (oder Building Information Modeling) ist nicht nur eine Software für die 3D-Visualisierung. Hinter diesem Akronym versteckt sich die Notwendigkeit, die entscheidenden Merkmale in Erfahrung zu bringen und zu visualisieren: Niederspannungselemente, metallische Konstruktionen und Vieles mehr. Kurz, alle Informationen, die für den Betrieb und die Instandhaltung der Produkte und Anlagen notwendig sind.
Im Mai 2018 ist das Team I-PJ-BIM in die Romandie gekommen und hat uns gefragt, ob der Einsatz von BIM im Projekt von La Chaux-de-Fonds für die Kompletterneuerung der drei Perrondächer interessant sein könnte. Ich war sofort davon begeistert. Denn damit sollten neue Hilfsmittel eingesetzt werden, die in unserer täglichen Arbeit bald ein absolutes Muss sein werden.
Das Projekt für die Rekonstruktion dieser Perrondächer, die nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen, gibt uns die Möglichkeit, den Mehrwert von BIM für ein traditionelles Bauprojekt mit begrenzter Bahntechnik zu testen.
Die Einführung von BIM bei der SBB steckt noch in den Kinderschuhen und die Test- und Einführungsphase dauert bis 2025. Wir gehörten zu den «Early Adopters» und mussten ohne Benutzerhandbücher oder Arbeitsprozesse auskommen. Wir mussten uns also vortasten, aber das machte das Projekt nur noch spannender. Das ganze Team hat am gleichen Strick gezogen und wir haben alle viel dazugelernt.



