Im März dieses Jahres hat die SBB für das Jahr 2020 Sparbillette in der Höhe von rund 100 Millionen Franken angekündigt – dies in einer einvernehmlichen Regelung mit dem Preisüberwacher. Mit dem massiven Ertrags- und Passagierrückgang als Folge der Corona-Pandemie in den Folgemonaten hat die SBB den Verkauf von Sparbilletten zwischen dem 19. März und dem 8. Juni ausgesetzt; dies auf die dringende Empfehlung des Bundesrats, auf nicht zwingende Reisen zu verzichten. In der zweiten Jahreshälfte hat die SBB zwar wieder Sparbillette verkauft, aber in einem reduzierten Umfang.
Trotz der nach wie vor angespannten finanziellen Lage sowie aktuell tiefen Frequenzzahlen im Regional- und im Fernverkehr will die SBB die Preise im öffentlichen Verkehr stabil halten und attraktive Ermässigungen gegenüber dem Normaltarif ermöglichen: In einer einvernehmlichen Regelung haben die SBB und der Preisüberwacher gemeinsam festgelegt, den Kundinnen und Kunden im Zeitraum von 2020 bis Ende 2023 Sparbillette im Fernverkehr in der Höhe von mindestens 200 Millionen Franken anzubieten.
Die SBB und der Preisüberwacher sind überzeugt, dass die preislich attraktiven Sparbillette in der Zeit nach der Corona-Pandemie zur Kundenbindung und zur Kundenrückgewinnung beitragen werden. Bestimmend für die Anzahl Sparbillette wird Nachfrageentwicklung sein, die von Corona beeinflusst wird. Entsprechend könnten die mit Sparbilletten gewährten Rabatte vom gesetzten Ziel abweichen.


