Das Schotterbett ist ein einzigartiger Lebensraum. In der Schweiz bedrohte Insektenarten, wie der Laufkäfer, finden dort ein Habitat. Mittlerweile haben aber auch verschiedene Säugetiere, allen voran die Wühlmaus, das einmalige Biotop für sich entdeckt. Das Schotterbett ist für die kleinen Nager besonders attraktiv. Denn die darüber laufenden Gleise und der Zugsverkehr schützen sie und ihren Nachwuchs vor Fressfeinden, wie beispielsweise dem Milan.
Was für die Wühlmaus ein Standortvorteil ist, wird für die SBB zum Problem. Denn sobald sich eine Tierart zu stark vermehrt, gerät das natürliche Gleichgewicht des Ökosystems in Schieflage. So lockern die gross angelegten Gangsysteme im Schotterbett die Erde auf und führen zu Instabilität des Bodens. «Wir rechnen längerfristig mit grossen Auswirkungen auf den Bahnbetrieb», meint Projektleiter Markus Hermann von Infrastruktur.




