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Die aktualisierte Fahrlage verbindet Lokpersonal und Betriebszentrale
Die aktualisierte Fahrlage verbindet Lokpersonal und Betriebszentrale

Mit der neuen Funktion «aktualisierte Fahrlage» erhält das Lokpersonal auf seinem Tablet einen Liveblick in die Betriebszentrale: So erkennt es sofort die Dispositionsentscheide und kann die reale Situation noch besser einschätzen.

Martina Riser (Text)zvg/ldd/mad (Fotos)

Diesen Frühling wurde ergänzend zum bisherigen Instrument «ADL - Adaptive Lenkung» die Funktion «Aktualisierung Fahrlage» eingeführt: Mit einem Klick im Tablet holt sich das Lokpersonal die aktuellen Prognosezeiten aus dem Rail Control System der Infrastruktur und kann so die Betriebslage besser abschätzen. Das Lokpersonal erkennt neu ohne Zeitverzögerung, was die Mitarbeitenden in der Betriebszentrale planen und kann seine Fahrt präziser und energiesparender steuern. Pius Zappa, Lokführer von SBB Cargo bestätigt: «Ich finde die neue Funktion sehr gut. Man hat mit geringem Aufwand eine Anwendung geschaffen, die uns Lokführenden wertvolle Informationen liefert, um vorausschauend zu fahren und zum Beispiel unnötiges Bremsen zu vermeiden.»

Für das Lokpersonal war bisher die tatsächliche Fahrplansituation nicht immer klar ersichtlich: Zwar sind die betrieblichen Zeiten aus dem Jahresfahrplan bekannt, aber in der Realität fahren die Züge eher selten auf dem geplanten Trasse. Daraus resultierte trotz der Meldungen der adaptiven Lenkung eine relativ grosse Streuung bezüglich der Fahrpräzision und dem Energiebedarf jedes einzelnen Lokführenden. Dominik Baumberger, Teamleiter Transport bei SBB Cargo hat die Funktion der «aktualisierten Fahrlage» während der letzten vier Jahre mitentwickelt: «Gemeinsam mit IT und dem Betrieb haben wir das bisherige ADL weiterentwickelt: Mit der neuen Funktion rücken nun Betriebszentrale und Lokpersonal näher zusammen. Der Schlüssel für eine stabile Bahnproduktion sind gleiche Informationen.»

Ein positiver Nebeneffekt der neuen Funktion ist zudem, dass durch den flüssigeren Betrieb die Güterzüge weniger Energie verbrauchen. Im Transitverkehr sind das bis zu 4 Prozent, die eingespart werden. Umgerechnet auf den Gesamtenergiebedarf von SBB Cargo und SBB Cargo International entspricht das einer Einsparung von mehr als 1 Mio. CHF pro Jahr. Damit tragen wir zum SBB-Konzernziel bei, bis im Jahr 2030 rund 850 Gigawattstunden Strom einzusparen, was ungefähr 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs der SBB oder dem jährlichen Stromverbrauch von 200’000 Haushalten entspricht.

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