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Wie ein Bahntechnikgebäude ein zweites, nachhaltiges Leben erhält
Nachhaltigkeit
Wie ein Bahntechnikgebäude ein zweites, nachhaltiges Leben erhält

Während rund zwei Jahren stand bis vor Kurzem ein futuristisches Gebäude in Zürich. Was hatte es damit auf sich? Wo ist es jetzt? Es handelte sich um ein Pilotprojekt für die neuen, nachhaltig gebauten Bahntechnikgebäude der SBB. Alle Inhalte zum Projekt gibt es im folgenden Interview zu lesen.

Dominique Hunziker (Text)SBB/CFF/FFS (Fotos)

Im Interview sind Raphael Kurmann, Gesamtprojektleiter und Michael Hirsiger, Operativer Anlagenmanager bei SBB Energie.

Was ist ein Bahntechnikgebäude und was wurde im Pilot getestet?

Raphael: Das Bahntechnikgebäude (BTG) dient in erster Linie zum Schutz der Betriebsausrüstungen von Sicherungs-, Elektro- und Telekommunikations-Anlagen sowie der dazugehörigen Stromversorgung. Die neuen Bahntechnikgebäude wollten wir nachhaltiger gestalten. Die markanteste Änderung war der Schritt weg vom Beton, hin zu einem Holzgebäude. Wir mussten sicherstellen, dass auch mit Holz die Anforderungen an den Brandschutz, die Erdbebensicherheit, den Einbruchschutz sowie auch die Langlebigkeit eingehalten werden können. Was zudem auffällt ist das neue Erscheinungsbild des Gebäudes mit der Photovoltaikfassade.

Neben Holzbau und Photovoltaik haben wir auch BIM (Building Information Modelling), ein neues Klimatisierungskonzept sowie diverse Optimierungen im Innenausbau getestet.

Welche Vorteile bringt die neue Bauweise und wann werden die neuen Bahntechnikgebäude eingesetzt?

Raphael: Eine nachhaltige Bauweise ist nicht nur «grün», sondern liefert auch über den gesamten Lebenszyklus diverse Vorteile. So müssen wir mit dem Baustoff Holz nicht zusätzlich dämmen, und kühlen und heizen weniger als bis anhin. Dadurch konnten wir die Kälteanlage verkleinern und die Betriebs- und Unterhaltskosten verringern. Ausserdem macht die Photovoltaikfassade das Bahntechnikgebäude vom Energiebezüger zum Energielieferanten. Damit können wir die Energie direkt im Gebäude nutzen und den Überschuss in das Netz einspeisen. All diese Ergebnisse führen dazu, dass das neue Gebäude über die gesamte Lebensdauer weniger kostet.

Die ersten Auflageprojekte werden anfangs 2024 beim BAV eingereicht und die ersten, neuen Bahntechnikgebäude 2026 fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Wo ist das Gebäude jetzt gerade?

Michael: Im Rahmen der Erneuerung des SBB-Unterwerks in Massaboden musste ein zusätzlicher Technikraum für die Steueranlagen gebaut werden. Aus meiner früheren Tätigkeit bei I-AEP-ENG-FS, kannte ich die neue Technikkabine in Holzbauweise. Also haben wir das EN-Projektteam mit den Kolleg:innen von I-NAT-PAG zusammengebracht. An einem bereichsübergreifenden Wissensaustausch kamen Raphael und ich dann darauf zu sprechen, dass für das Pilotgebäude eine definitive Verwendung gesucht wird.

Das Gebäude wurde nun nach Bitsch transportiert und wird dort sicherlich die nächsten 20 Jahre als Technikraum dienen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass nun auch bei SBB Energie geprüft wird, ob zukünftige Unterwerke in der Holzbauweise gefertigt werden können.

Diese Geschichte soll auch zeigen, dass es sich lohnt in verschiedene Richtungen zu blicken und sich mit anderen Bereichen auszutauschen. So kommt es immer wieder zu interessanten Lösungen für das Gesamtsystem Bahn.

SBB Company: Kreislaufwirtschaft SBB.
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