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Kommunikation über Personenunfälle
Kommunikation über Personenunfälle

Personenunfälle im Bahnverkehr verursachen grosses menschliches Leid. Die SBB engagiert sich seit Jahren in der Suizidprävention mit Schulungen und baulichen Massnahmen. Zudem nutzt sie im Ereignisfall den Begriff «Personenunfall» für transparente Kundeninformation und sensibilisiert gemeinsam mit Fachstellen für eine zurückhaltende Berichterstattung.

SBB/CFF/FFS (Text)Keystone / CHRISTIAN BEUTLER (Fotos)

Personenunfälle führen zu grossem menschlichem Leid bei Betroffenen, Angehörigen, Reisenden und Mitarbeitenden. Zudem haben sie grosse Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Bei Personenunfällen handelt es sich nicht immer, aber oft um Suizide. Deshalb engagiert sich die SBB seit Jahren aktiv in der Suizidprävention – zum Beispiel mit Schulungen für die Mitarbeitenden oder auch mit baulichen Massnahmen. Daneben steht die SBB in engem Austausch mit Behörden, Fachstellen und Organisationen, um gemeinsam zu sensibilisieren und sich gegenseitig zu unterstützen.

Die SBB möchte ihre Kundinnen und Kunden im Ereignisfall transparent über Personenunfälle informieren. Darum wird auf allen Kanälen der Kundeninformation der Begriff «Personenunfall» verwendet. Durch die klare Kommunikation können Reisende Unterbrüche besser einordnen, die Folgen eher abschätzen und sich über Reisealternativen informieren.

Empfehlungen für mediale Berichterstattung

Zum Engagement der SBB in der Suizidprävention gehört auch der Austausch mit Medien. Medienschaffende in der Schweiz halten sich weitgehend an die Empfehlungen auf der Webseite des «Schweizer Presserates». Dessen Richtlinien (7.9) sehen eine äusserst zurückhaltende Berichterstattung im Zusammenhang mit Suiziden vor. Auch ungeschickte Visualisierungen oder Abbildungen von Unfallorten widersprechen klar den Empfehlungen von Experten. Medienschaffende sind gebeten, nach Möglichkeit ganz auf Publikationen zu Personenunfällen zu verzichten.

Die Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) und die SBB haben zudem gemeinsam ein Merkblatt mit Empfehlungen erarbeitet, wie über das Thema berichtet werden sollte. Weitere Tipps rund um das Thema gibt es auf der Webseite «Reden kann retten».

Schienensuizide – Merkblatt für Medienschaffende
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