Bei Spielen der Super League setzt die SBB für Gästefangruppen ab 400 Personen grundsätzlich Fanzüge ein. Voraussetzung ist seit der Saison 2026/27, dass zum entsprechenden Zeitpunkt auch reguläre Züge verkehren. Die Gründe sind insbesondere knappe Ressourcen beim Rollmaterial und Personal sowie Baustellen. Weitere Gründe:
- Bei Fanzügen besteht ein erhöhter Reinigungsaufwand. Fanzüge, die in der Nacht verkehren, können am nächsten Tag nicht eingesetzt werden und fehlen im Betrieb.
- Aufgrund von Baustellen sind die Strecken in der Nacht nach dem letzten fahrplanmässigen Zug oft gesperrt.
Ausserhalb des regulären Zugverkehrs können Clubs weiterhin Charterzüge buchen. Konkret: Besteht nach Spielende keine reguläre öV-Verbindung mehr, können Vereine oder Fanorganisationen Charterzüge bestellen – vorausgesetzt, diese sind betrieblich möglich.
Für Gruppen mit weniger als 400 Personen organisiert die SBB eine Gruppenreservation in einem regulären Zug. Je nach Bedarf können zusätzliche Wagen angehängt werden. Besteht nach dem Spiel keine reguläre öV-Verbindung mehr, können Clubs oder Fanorganisationen einen Charterzug bestellen, sofern dies betrieblich möglich ist.
Die SBB will Fanzüge auch künftig als verlässliches Angebot für Fussballfans ermöglichen. Die SBB appelliert an alle Beteiligten, ihren Beitrag zu einem sicheren und geordneten Betrieb zu leisten. Gemeinsam mit Clubs, Behörden, Fussballliga und Fans will die SBB die Rahmenbedingungen weiterentwickeln.
Für Fanreisen gilt seit der Saison 2026/27 ein Verhaltenskodex. Er verlangt unter anderem ein gültiges Ticket, respektvolles Verhalten, Rücksicht auf andere Reisende und das Befolgen der Anweisungen des Zugpersonals. Notbremsen dürfen nur in Notfällen betätigt werden. Verboten sind insbesondere Gewalt, Sachbeschädigungen, das Anbringen von Stickern oder Tags, das Werfen von Gegenständen aus dem Zug, Betäubungsmittel sowie brennende pyrotechnische Gegenstände, Böller, Rauchkörper, Holzkohlegrills und Gasflaschen. Bei Verstössen sind je nach Schwere unter anderem Wagenräumungen, Zugausfälle oder rechtliche Schritte möglich.
Die Vorfälle in der Vergangenheit haben gezeigt, dass klare Regeln und Rahmenbedingungen notwendig sind, um Sicherheit und Betrieb jederzeit gewährleisten zu können. Hinzu kommt: Die SBB trägt für die Fanzüge jährlich erhebliche ungedeckte Kosten von über vier Millionen Franken sowie Kosten durch Vandalismus und Zusatzaufwände im Betrieb. Deshalb hat die SBB für die Saison 2026/2027 gezielte Anpassungen beschlossen und diese im Frühjahr 2026 mit der Fussballliga besprochen.
Die SBB möchte damit den Regelverkehr entlasten und Fans von anderen Reisenden trennen. Damit erhöht sie die Sicherheit aller Beteiligten und beide Kundenbedürfnisse können abgedeckt werden – die der Fussballfans und jene der Freizeitreisenden und Pendler:innen.