Im EWLV werden einzelne Güterwagen von verschiedenen Kunden gesammelt und zu Güterzügen zusammengestellt. “Egal ob Früchte, Weizen, Zement oder Stahl: mit den neuen Verträgen stellen die Geschäftskunden und die SBB gemeinsam sicher, dass die Schweizer Wirtschaft funktioniert und die Landesversorgung sichergestellt ist und gleichzeitig ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen und zur Entlastung der Strassen geleistet wird”, sagt Alexander Muhm, Mitglied der SBB Konzernleitung und Leiter Güterverkehr. Weitere Verträge wurden zudem mit SIPRO, Colas und mobilog, ein Unternehmen der AMAG, abgeschlossen. Weitere Vertragsverhandlungen, unter anderem mit Kunden aus den Branchen Chemie, Bau, Stahl, Nahrungsmittel und Holz sind im Gange. Jährlich transportiert die SBB rund 11 Millionen Tonnen mit mehr als einer halben Million Wagen für die Transportkunden im EWLV. Aneinandergereiht entspricht die Länge dieses Güterzuges der Strecke von Zürich bis Bangkok.
«Diese Vertragsabschlüsse sind ein Meilenstein in der Neuausrichtung des Schienengüterverkehrs», sagt Alexander Muhm. Nur, wenn Kunden bereit sind, grosse Mengen mit der Bahn zu transportieren und ihre Logistik und Infrastrukturen darauf auszurichten, kann der Schienengüterverkehr rentabel betrieben werden. Die neuen Verträge sind die Basis für die Planung des künftigen Transportnetzes und des neuen Produktionsmodells für den EWLV. Letzteres ermöglicht ab Fahrplanwechsel 2026/27 (13. Dezember 2026) einen effizienteren, robusteren und wirtschaftlicheren Betrieb. Damit kann der Güterverkehr der SBB den Kunden auch künftig ein verlässliches und stabiles Angebot, Planungssicherheit und Transparenz mit Blick auf die Preisentwicklung bieten. Kunden, welche die gleichen Leistungen beziehen, zahlen künftig den gleichen Preis. Mit der Bahn sind auch nachts zuverlässige Transporte möglich, zudem können Staus auf den Strassen umgangen werden. Der Schienentransport verbraucht deutlich weniger Fläche und spart dabei rund 80 Prozent CO₂ gegenüber der Strasse ein. Ohne den EWLV wären auf den stark belasteten Schweizer Autobahnen jährlich bis zu einer Million zusätzliche Lkw-Fahrten nötig.




