«Ein neuer Rekord für die SBB», sagt Finanzchef Franz Steiger, als er über die Fahrgastzahlen für das erste Halbjahr 2024 spricht. Die SBB verzeichnete täglich 1,34 Millionen Reisende, was eine Steigerung von 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Trotz dieser hohen Anzahl an Reisenden und trotz zahlreichen Baustellen am Schienennetz konnte die Pünktlichkeit der Züge auf 93,8 Prozent verbessert werden. «Auch dieser Wert ist sehr erfreulich», sagt Franz. Besonders in der Westschweiz und im Tessin konnte die Pünktlichkeit deutlich verbessert werden. Ein milder Winter und Verbesserungen in der Zuverlässigkeit der Züge und Infrastruktur trugen zu diesem Erfolg bei. «Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich täglich für eine sichere, pünktliche und saubere SBB einsetzen», unterstreicht Franz. «Die positive Entwicklung bei der Nachfrage und der Pünktlichkeit zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»
«Zur Beurteilung der finanziellen Lage ist eine Betrachtung je Geschäftsfeld notwendig», betont Franz Steiger angesprochen auf die finanzielle Situation. Denn: Trotz hohem Passagieraufkommen im ersten Halbjahr 2024 erzielte die SBB lediglich einen Gewinn von 50,8 Millionen Franken. Das ist nur etwa halb so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Einem höheren Gewinn beim Fernverkehr steht ein schlechteres Ergebnis im Regionalverkehr gegenüber. Hauptfaktoren für den Gewinnrückgang sind gestiegene Kosten, welche auch das Ergebnis bei der Infrastruktur belasten. Beim Güterverkehr verursachen die tieferen Einnahmen einen höheren Verlust. Eine leichte Gewinnsteigerung bei Immobilien und ein stabiles Ergebnis bei Energie runden das Bild ab. Um die Verschuldung langfristig stabil zu halten, strebt die SBB einen Jahresgewinn von etwa 500 Millionen Franken an. «Ohne eine solide finanzielle Basis können wir die notwendigen Invesitionen zur Wahrung von Qualität und Zuverlässigkeit nicht gewährleisten», sagt Franz.
Die Nettoverschuldung beträgt derzeit 11,6 Milliarden Franken, damit wird der vom Bund vorgegebene Schuldendeckungsgrad weiterhin überschritten. Dieser muss bis 2030 auf 6,5 gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Effizienz und Produktivität weiter gesteigert und die Sparziele konsequent umgesetzt werden.


