Menü
Suchen
FahrplanGünstig Zug fahrenTipps für Ausflüge
Login
ArtikelMedienbereichBahnverkehrsinformationenSucheHilfeKundenserviceAusflüge SchweizStädtereisen EuropaNachhaltigkeitZügeArbeiten bei der BahnGüterverkehrBauprojekteBahnhöfeInnovationMedienstelleMedienmitteilungenMedienmitteilungen abonnierenHintergrunddossiersFilm-/Fotoaufnahmen MedienFilm-/Fotoaufnahmen kommerzielle ZweckeMedia CenterZahlen und FaktenPublikationenDeutschFrançaisItalianoEnglish
Erfolge und Herausforderungen: Das erste Halbjahr 2024 in Zahlen
Güterverkehr
Erfolge und Herausforderungen: Das erste Halbjahr 2024 in Zahlen

Die Zahlen fürs erste Halbjahr 2024 zeigen eine gemischte Bilanz: Während die Anzahl Fahrgäste und die Pünktlichkeit einen neuen Höchststand erreichten, bleibt die finanzielle Lage angespannt. Finanzchef Franz Steiger lobt die Verbesserungen in der Zuverlässigkeit und dankt den Mitarbeitenden. Gleichzeitig weist er auf finanzielle Herausforderungen hin.

Iris Bieri (Text)SBB/CFF/FFS (Fotos)

SBB Hauptsitz in Bern Wankdorf
Fahrgastzahlen und Pünktlichkeit

«Ein neuer Rekord für die SBB», sagt Finanzchef Franz Steiger, als er über die Fahrgastzahlen für das erste Halbjahr 2024 spricht. Die SBB verzeichnete täglich 1,34 Millionen Reisende, was eine Steigerung von 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Trotz dieser hohen Anzahl an Reisenden und trotz zahlreichen Baustellen am Schienennetz konnte die Pünktlichkeit der Züge auf 93,8 Prozent verbessert werden. «Auch dieser Wert ist sehr erfreulich», sagt Franz. Besonders in der Westschweiz und im Tessin konnte die Pünktlichkeit deutlich verbessert werden. Ein milder Winter und Verbesserungen in der Zuverlässigkeit der Züge und Infrastruktur trugen zu diesem Erfolg bei. «Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich täglich für eine sichere, pünktliche und saubere SBB einsetzen», unterstreicht Franz. «Die positive Entwicklung bei der Nachfrage und der Pünktlichkeit zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Finanzielle Situation

«Zur Beurteilung der finanziellen Lage ist eine Betrachtung je Geschäftsfeld notwendig», betont Franz Steiger angesprochen auf die finanzielle Situation. Denn: Trotz hohem Passagieraufkommen im ersten Halbjahr 2024 erzielte die SBB lediglich einen Gewinn von 50,8 Millionen Franken. Das ist nur etwa halb so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Einem höheren Gewinn beim Fernverkehr steht ein schlechteres Ergebnis im Regionalverkehr gegenüber. Hauptfaktoren für den Gewinnrückgang sind gestiegene Kosten, welche auch das Ergebnis bei der Infrastruktur belasten. Beim Güterverkehr verursachen die tieferen Einnahmen einen höheren Verlust. Eine leichte Gewinnsteigerung bei Immobilien und ein stabiles Ergebnis bei Energie runden das Bild ab. Um die Verschuldung langfristig stabil zu halten, strebt die SBB einen Jahresgewinn von etwa 500 Millionen Franken an. «Ohne eine solide finanzielle Basis können wir die notwendigen Invesitionen zur Wahrung von Qualität und Zuverlässigkeit nicht gewährleisten», sagt Franz.

Die Nettoverschuldung beträgt derzeit 11,6 Milliarden Franken, damit wird der vom Bund vorgegebene Schuldendeckungsgrad weiterhin überschritten. Dieser muss bis 2030 auf 6,5 gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Effizienz und Produktivität weiter gesteigert und die Sparziele konsequent umgesetzt werden.

Herausforderungen im Güterverkehr

Während die Pünktlichkeit im Personenverkehr zugenommen hat, sank die Sendungspünktlichkeit bei SBB Cargo um über 5 Prozentpunkte auf 87,1 Prozent. Hauptgründe hierfür sind die schwierige Situation am Gotthard, eine gesunkene Zuverlässigkeit der Güterlokomotiven und die Herausforderungen bei der Personalverfügbarkeit. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, investiert SBB Cargo in neue Unterhaltsanlagen, moderne Loks und Güterwagen sowie in weitere Automatisierung und Digitalisierung. Zudem benötigt die SBB eine Mitfinanzierung des Bundes, um die Transformation im Einzelwagenladungsverkehr in den ersten Jahren zu unterstützen.

Ausblick und langfristige Ziele

Im März 2024 führte die SBB eine Standortbestimmung durch und skizzierte ein langfristiges Zielbild für die Bahn. Ein zentraler Aspekt für die Zukunft der SBB ist der Ausbau des Bahnnetzes, um den Mobilitätsbedürfnissen der Schweiz gerecht zu werden. Vorrangig ist der Unterhalt der bestehenden Infrastruktur, um deren Leistungsfähigkeit zu sichern. Zusätzlich sind Massnahmen erforderlich, um noch mehr Züge auf dem bestehenden Netz verkehren zu lassen. Ein gezielter Ausbau ist dort notwendig, wo möglichst viele Reisende davon profitieren können. «Wir müssen dabei zukunftsorientiert denken und handeln, um den steigenden Mobilitätsansprüchen gerecht zu werden», sagt Franz.

Das erste Halbjahr 2024 in Zahlen Personenverkehr

Das Halbjahresergebnis im Fernverkehr nahm von 13,7 Millionen Franken auf 32,3 Millionen Franken zu. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die positive Entwicklung der Nachfrage, insbesondere im Wochenendverkehr. Trotz einer ebenfalls positiven Marktentwicklung sank das Ergebnis im Regionalverkehr von 18,3 Millionen Franken auf -5,9 Millionen Franken. Dies ist vor allem auf gestiegene Kosten zurückzuführen, insbesondere auf die planmässigen Instandhaltungsleistungen für das Rollmaterial, die aufgrund der Wartungszyklen in einzelnen Jahren schwanken.

Immobilien

Stabilisierend wirkte sich das erneut positive Ergebnis bei Immobilien aus, dieses stieg von 114,4 auf 121,3 Millionen Franken. Die Mieterträge Dritter nahmen um über 5 Prozent zu. Gründe dafür sind höhere Umsatzmieten an den Bahnhöfen aufgrund gestiegener Kundenfrequenzen sowie Neuvermietungen von Wohn- und Geschäftsliegenschaften.

Güterverkehr

Der Güterverkehr schrieb aufgrund tieferer Mengen im nationalen und internationalen Verkehr einen Verlust von insgesamt -42,6 Millionen Franken (2023: -18,0 Millionen Franken). Einzelne Branchen wie die Bauwirtschaft verursachten den Rückgang im nationalen Verkehr. Im internationalen Verkehr waren die konjunkturelle Situation vor allem in Deutschland und Italien, die Einschränkungen im Gotthard-Basistunnel sowie die steigende Bautätigkeit auf gewissen Strecken in Deutschland die Gründe für das tiefere Ergebnis.Um mehr Güter klimafreundlich auf der Schiene zu transportieren, will die SBB mit Hilfe des Bundes den Güterverkehr auf eine wirtschaftlich nachhaltige Basis stellen: Das strukturelle Defizit beim Einzelwagenladungsverkehr von SBB Cargo soll beseitigt werden. Dabei helfen die Erneuerung des Rollmaterials, die Digitalisierung und die Automatisierung sowie faire Preise.

Infrastruktur

Infrastruktur Netz verzeichnet wegen höherer Kosten, vor allem für den Unterhalt der Bahninfrastruktur, ein schlechteres Ergebnis als in der Vorjahresperiode (2024: -37,8 Millionen Franken, 2023: -17,1 Millionen Franken). Das Ergebnis von Infrastruktur Energie lag mit einem Gewinn von 48,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau (2023: 48,5 Millionen Franken). Reduzierte Energieerträge wurden durch ein stabileres Marktumfeld ausgeglichen.

Das könnte Sie auch interessieren
GüterverkehrDas erste Halbjahr 2025: Mehr Reisende, finanzielle Lage bleibt angespannt
100
Medienmitteilungen
BahnhöfeDas stille Örtchen am Bahnhof wird neu
56
Medienmitteilungen
Ausbau im Rheintal: Fahrplananpassungen während rund eineinhalb Jahren
0
Medienmitteilungen
BauprojekteEuropaallee Zürich: Festes Zuhause für das Zurich Film Festival
7
Mehr anzeigen
Link erfolgreich kopiertBitte versuche es später nochmal.
8 Kommentare
Absenden

Bitte beachte unsere Netiquette

ImpressumMedienkontaktRechtlicher HinweisDatenschutzCookie Einstellungen