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Struktur statt Datenflut: Wie ein IT-System Klarheit in den Arbeitsalltag bringt
Innovation
Struktur statt Datenflut: Wie ein IT-System Klarheit in den Arbeitsalltag bringt

Unterschiedliche Prozesse, veraltete Systeme, komplexe Abstimmungen – das will «S/4 SBB» verändern. Seit Januar 2025 nutzen die Divisionen Immobilien und Markt Personenverkehr das neue SAP-System. Schritt für Schritt folgen weitere Bereiche – und damit fast zwei Drittel der Mitarbeitenden. Was bedeutet das für deinen Alltag?

Patrizia Bartolotti, Fujane Shahin (Text)SBB/CFF/FFS, KEYSTONE-SDA / Christian Beutler (Fotos)

Ein Mann schaut auf einen Computer. Er hat ein Headset an.

Stell dir ein Orchester vor: Die Trompeter spielen eine Melodie, die Geiger eine andere. Kein Dirigent, keine Abstimmung – das Ergebnis ist ein Durcheinander. Schwer vorstellbar? Ähnlich unkoordiniert laufen manche Abläufe bei der SBB. Daten und Prozesse sind auf zahlreiche Systeme verteilt, die kaum miteinander kommunizieren. Das Ergebnis: Aufwendige, ineffiziente und wenig abgestimmte Arbeitsweisen.

Hier kommt «S/4 SBB» ins Spiel – das Transformationsprogramm, das den Taktstock übernimmt und für Harmonie sorgt. Es ist das zentrale Programm der SBB, das darauf abzielt, Prozesse zu harmonisieren, bereichsübergreifend zu vernetzen und effizienter zu gestalten. Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist die Einführung der neuen SAP-Software «S/4», die das veraltete System «R/3» ersetzt. Während «S/4» die technologische Grundlage bildet, geht das Programm «S/4 SBB» darüber hinaus: Es stellt sicher, dass nicht nur die neue Software eingeführt wird, sondern auch die damit verbundenen Prozesse optimal angepasst und modernisiert werden.

Weniger Schnittstellen, bessere Übersicht

Seit Anfang 2025 arbeiten die Divisionen Immobilien und Markt Personenverkehr mit dem neuen System und profitieren von effizienteren Abläufen. Diese Effizienzsteigerung trägt dazu bei, Kosten zu reduzieren und leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der finanziellen Herausforderungen der SBB. Den Auftakt machte der Bereich «Infrastruktur Energie» im Juli 2023. Als erster führte dieser das neue SAP-System «S/4» ein und legte damit den Grundstein für die digitale Transformation.

S/4» ist weit mehr als ein technologischer Ersatz. «S/4» vereint Anwendungen auf einer zentralen Plattform, reduziert Schnittstellen und bringt Übersichtlichkeit. Ein Beispiel: In der Division Immobilien wurden Daten zu Grundstücken und Gebäuden früher in verschiedenen Systemen geführt. Das führte zu Inkonsistenzen und Doppelspurigkeiten. Mit «S/4» gibt es eine einheitliche Datenbasis – alle arbeiten auf derselben Grundlage, was Zeit spart und Fehler vermeidet.

Was ist der Unterschied zwischen «S/4» und «S/4 SBB»?

Bei der SBB bezeichnet «S/4» die Software, während «S/4 SBB» die gesamte Transformation umfasst, einschliesslich Prozess- und Systemanpassungen.

Weniger Fehler, mehr Kundenorientierung

Mit «S/4 SBB» werden Prozesse nicht nur vereinheitlicht, sondern auch bereichsübergreifend optimiert. Der Nutzen liegt auf der Hand: weniger Doppelspurigkeiten, weniger Fehlerquellen und eine effizientere Zusammenarbeit – ganz im Sinne von OneSBB. Für fast zwei Drittel der Mitarbeitenden bedeutet das spürbare Veränderungen im Arbeitsalltag, die zu einer besseren Abstimmung und effizienteren Abläufen führen. Wo früher 20 Buchungskreise das Finanzwesen prägten, sorgen heute nur noch drei Buchungskreise für eine bessere Effizienz. Dies vereinfacht die Zusammenarbeit und fördert eine nahtlose Integration der Prozesse innerhalb der SBB.

Neben «S/4 SBB» investiert die SBB in zwei weitere zentrale Digitalisierungsprogramme: das «Traffic Management System» (TMS) und die «Integrierte Produktionsplanung» (IPP). Gemeinsam bilden sie die Basis für eine vernetzte, divisionsübergreifende Zusammenarbeit. Das Ziel ist klar: Prozesse vereinfachen, flexibler gestalten und den Bahnbetrieb effizienter machen – damit die SBB den Anforderungen der Zukunft gerecht wird und den Fokus stärker auf die Bedürfnisse der Kund:innen legen kann.

Weitere Informationen zu diesen Programmen und deren Abhängigkeit, findest du im SBB News Artikel «Drei Transformationsprogramme machen den Arbeitsalltag einfacher».

Du hast Fragen? Alles auf einen Blick
Was ist «S/4 SBB» und warum braucht es die SBB?

«S/4» ist die Software, die sämtliche Geschäftsprozesse der SBB miteinander verknüpft. Das bisher genutzte System «R/3» wird durch den Hersteller abgeschaltet und muss daher ersetzt werden. Zudem nutzt die SBB derzeit eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme, beispielsweise für die Personaleinteilung oder die Buchhaltung. Mit «S/4» können diese systemübergreifend vereint und Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden. Doch ein System allein reicht nicht aus – die richtige Einführung ist entscheidend. Genau dafür sorgt das Programm «S/4 SBB».

Das Programm «S/4 SBB» koordiniert die Einführung des neuen Systems und stellt sicher, dass alle Arbeitsprozesse innerhalb der SBB optimal aufeinander abgestimmt sind. Denn die SBB ist ein grosses Unternehmen, und über die Jahre haben sich vielfältige Prozesse entwickelt – teils über verschiedene Divisionen und Konzernbereiche hinweg, selbst bei genau gleichen Aufgaben. Durch das neue gemeinsame System mit hohem Standardisierungsgrad werden sowohl Aufwand als auch Kosten gesenkt.

Die SBB braucht «S/4 SBB» also nicht nur als neues SAP System, sondern auch um die Abläufe aller Geschäftsbereiche einfacher zu gestalten und schliesslich einen Mehrwert für Kund:innen zu generieren. Zudem spielt das Programm einen wesentlichen Faktor in der Erreichung der längerfristigen, finanziellen Ziele des Effizienzprogramms M6K.

Ist «S/4 SBB» einfach nur eine neue Software?

Nein, «S/4 SBB» ist nicht nur eine neue Software. Programm-Manager Kaya Yumusaklar erklärt bildlich: «Viele Themen werden neu gedacht und alte Zöpfe abgeschnitten. Es entsteht eine neue, «saubere» Plattform über das gesamte Unternehmen statt divisionale, auf der wir Prozesse und Anwendungen neu und zukunftsorientiert umsetzen, vereinfachen, vereinheitlichen und flexibilisieren.»

Das bedeutet, dass «S/4 SBB» einen Kulturwandel auslöst und grosse Veränderungen in der Zusammenarbeit mit sich bringt. Alte Gewohnheiten müssen durch neue ersetzt werden, um gesamtunternehmerisch an Effizienz zu gewinnen. Das System liefert dazu die Grundlage, das Programm baut auf dieser auf.

Betrifft mich «S/4 SBB»?

Arbeitest du ab und zu oder sogar vertieft mit SAP? Falls ja, dann betrifft dich «S/4 SBB» mit grosser Wahrscheinlichkeit. Gesamthaft wird die Umstellung für rund zwei Drittel der Belegschaft spürbar. Es sind also ca. 20 000 Mitarbeitende, die täglich mit dem neuen System arbeiten werden, jedoch nicht alle gleich intensiv.

Der Zeitplan für die schrittweise Einführung in den sogenannten Realisierungseinheiten – kurz RE – steht schon fest, die Mitarbeitenden werden jedoch erst informiert, wenn es bei ihnen wirklich losgeht. Wichtige Informationen und die Links zu den Schulungsunterlagen werden rechtzeitig von den Führungskräften kommuniziert.

Wann erfahre ich, ob ich eine Schulung zu «S/4 SBB» brauche?

Anwender:innen erhalten rund acht Wochen vor Go-live individuelle Informationen zu den rollenspezifischen Lernpfaden im Learning Management System (LMS) per E-Mail.

Übrigens: Die Lernpfade und ihr Lernumfang sind individuell aufbereitet, je nach Geschäftsbereich und Rolle. Jeder Lernpfad besteht aus drei Modulen: «S/4 SBB Einstieg», «Fach- und rollenspezifische Grundlagen» und «Vertiefungswissen mit rollenspezifischen Schritt-für-Schritt Anleitungen».

Muss ich bei der Schulung in einem Schulungsraum sitzen und acht Stunden zuhören?

Nein, niemand sitzt wegen «S/4 SBB» acht Stunden am Stück in einem Schulungsraum.

Die meisten Schulungen sind digital, es gibt jedoch auch Bereiche, für die Schulungen vor Ort durchgeführt werden. Als Faustregel gilt: Hat die Zielgruppe noch nie mit SAP gearbeitet oder erhält sie einen neuen Geschäftsprozess, findet eine Schulung mit Trainer:innen vor Ort statt.

Die digitalen E-Learnings kannst du dir hingegen frei in einem gewissen Zeitraum selbst einteilen.

Bekomme ich nach der Schulung noch weitere Unterstützung?

Du bist auch nach den Schulungen nicht auf dich selbst gestellt. In den ersten zwei Monaten nach Einführung von «S/4 SBB» bietet das Programm verstärkte Unterstützung. Danach gibt es viele weitere Hilfestellungen, unter anderem das «S/4 SBB» Wissensportal, den Online-Assistent «SAP Companion», Unterstützung durch die «S/4» Champions vor Ort sowie die User Community zum Austausch mit Gleichgesinnten und Expert:innen. Bei technischen Problemen steht natürlich der IT Support zur Verfügung.

Eine Sammlung aller Hilfestellungen findest du unter dem «S/4 SBB» ComSite Menüpunkt «Wo finde ich Hilfe?».

Wann ist mein Bereich betroffen?

Wenn du bis jetzt noch von nichts gehört hast, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dich die Umstellung (noch) nicht betrifft.

Hinter den Kulissen wird weiterhin intensiv an der Planung gearbeitet. Die neue SAP-Umgebung wurde bereits erfolgreich in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur Energie sowie Markt Personenverkehr implementiert. Für Produktion Personenverkehr sowie Infrastruktur Netze ist die Umstellung auf das neue System bis im Jahr 2027 vorgesehen, für die Konzernbereiche bis 2028.

Wo bekomme ich einen Überblick und kann mich auf dem Laufenden halten?

Auf der ComSite «S/4 SBB – Die Reise in unser neues digitales Zuhause» findest du die aktuellen Informationen zu «S/4 SBB». Im Abschnitt «News» auf der ComSite kannst du das «S/4 Update» abonnieren.

Im «S/4» Kalender sind alle Veranstaltung für Interessierte aufgelistet. Beispielsweise findest du dort das «S/4 Update live», eine regelmässige 45-minütige Infoveranstaltung durch den Programmleiter. Zudem gibt es einen «S/4» Viva Engage-Kanal und verschiedene fachspezifische Communities.

S/4 SBB WissensportalS/4 ChampionsComSite: Die Reise in unser neues digitales Zuhause.SBB News Artikel: «Drei Transformationsprogramme machen den Arbeitsalltag einfacher»
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