Brennendste Fragen sind: Was zeichnet die urbane Gesellschaft aus und welche Ansprüche stellt sie an ihren Lebensraum? Nimmt die Vielfalt in der Stadt tatsächlich zu oder schärft sich nur die Wahrnehmung?
«Der bewusste und zukunftsorientierte Umgang mit kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit, aber auch dem begrenzten Raum innerhalb der Stadt, wird immer wichtiger.» Martina Löw, Professorin für Soziologie an der TU Berlin, eröffnete das «
«Wichtig für eine glückliche, vielfältige Nachbarschaft sind vor allem heterogene Wohnformen und die mehrheitliche Nutzung der Gewerbeflächen durch lokale Anbieter», erklärte Martina Löw. «Zudem muss es einen Begegnungsraum geben, der den Dialog zwischen den Anwohnerinnen und Anwohnern ermöglicht und einen neugierigen Austausch zwischen verschiedenen sozialen Gruppierungen fördert. Dazu sind besonders kulturelle Angebote geeignet, aber auch beispielsweise ein Coiffeur-Salon, ein Gemeinschaftsraum oder eine Grünfläche kann die Funktion einer Integrationsstätte übernehmen.»
Das geplante Areal wird von genau solchen unterschiedlichen Gebäudetypen geprägt sein – grosse, uniforme Überbauungen sind ausgeschlossen. «Die Neugasse soll verschiedene Geschichten unterschiedlicher Menschen parallel erzählen», erklärt Barbara Zeleny, Projektleiterin bei der SBB. «Um dies zu ermöglichen, setzen wir nicht nur beim Wohnen auf Diversität, sondern auch beim Gewerbe.» 75 Prozent des Areals sind für Wohnfläche reserviert, davon ein Drittel für gemeinnützigen Wohnraum. Auf den restlichen 25 Prozent Arealfläche entsteht Raum für eine Schule, für Gewerbe und für Dienstleistungen. Das Ziel ist ein möglichst vielfältiges Quartier, das sich harmonisch in die bestehende Umgebung einfügt.
Die SBB zieht die Öffentlichkeit von Beginn an in die Planung des Areals mit ein. Damit will sie sicherstellen, dass die Neugasse den Anforderungen einer vielfältigen Stadt gerecht wird und einer breiten Bevölkerung zugutekommt. «Die Hallengespräche im September waren dazu da, den Blick auf das Entwicklungskonzept zu schärfen, das am 27. November 2017 in einem weiteren Workshop vorgestellt wird. Auch hier nehmen wir weitere Ideen und Anmerkungen der Bevölkerung auf», so Barbara Zeleny. Interessierte können sich unter
Ausführliche Informationen zu den Hallengesprächen, Workshops und den Zwischenergebnissen gibt es auf:



