Neue Technologien werden unsere Arbeitsweise und die dafür notwendigen Kompetenzen in den kommenden Jahren stark verändern. Die SBB ist darauf angewiesen, dass sie auch in 20 Jahren noch immer Mitarbeitende mit den notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten beschäftigt. Das Programm «fit4future» unter der Leitung von Sandra Hutterli begleitet die SBB bei diesem Wandel. Die Konzernleitung (KL) ist beeindruckt davon, dass in den letzten Monaten die Anzahl der Berufsfeldanalysen wesentlich erhöht werden konnte: Bereits liegen 30 dieser Analysen vor, welche die Berufe von 28 000 unserer Mitarbeitenden abdecken. Als konkretes Beispiel stellte Jörg Hadorn der KL die Berufsfeldanalyse der Telecom im Detail vor.
Die wichtigsten Themen aus der Sitzung vom 23. Oktober 2018

Mit den Erkenntnissen aus diesen Berufsfeldanalysen erhalten wir einen geschärften Blick darauf, welche Arbeitsplätze in den kommenden Jahren nicht mehr im gleichen Umfang benötigt werden, wo ein Mehrbedarf entsteht und welche neuen Kompetenzen wann gefragt sein werden. Damit können wir unsere strategische Personalplanung besser auf Trends ausrichten und zum Beispiel einen Fachkräftemangel besser antizipieren. Der KL ist es wichtig, dass diese grossen Veränderungen, die uns hier bevorstehen, sozialpartnerschaftlich begleitet werden. Zudem braucht es eine gute Balance zwischen physisch und digital. Es geht also nicht einfach darum, alles was möglich ist, mit Maschinen zu ersetzen. Im Gegenteil: Während wir bei der Fahrplanerstellung, beim Bahnbetrieb und bei der Zugsteuerung mehr automatisieren möchten, wollen wir an unseren Bahnhöfen und in den Zügen bewusst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Kunden da sind. Die im neuen GAV vereinbarten Massnahmen wie die individuelle Standortbestimmung, die zielgerichtete Weiterbildung und die Erhöhung der Anzahl Integrationsstellen werden helfen, alle unsere Mitarbeitenden auf diesem Weg gut zu begleiten.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wird der Ceneri Basistunnel eingeweiht und vollendet damit die NEAT, mit der für den internationalen Güterverkehr die Flachbahn durch Europa realisiert wird. Die KL nahm Kenntnis vom Stand aller Projekte entlang der internationalen Nord-Süd Achse und hält fest, dass zwischen Rotterdam und Genua noch grosse Herausforderungen bestehen, welche die Anstrengungen der SBB, aber auch der Partner auf dem Korridor erfordern. Es gilt, bis 2020 die länderübergreifenden Fahrpläne für Güter- und Personenverkehr zu optimieren, die internationale Baustellenkoordination, grenzüberschreitende Betriebsführung und auch ein gemeinsames Störfallmanagement zu verbessern.
Die KL hat den Steckbrief «Chance Ceneri 2020» mit klaren Zielen und definierten Massnahmen entlang der länderübergreifenden Nord-Süd Achse gutgeheissen. Die Leitung des Bereichs Nord-Süd International liegt bei Stephan Schenk, jene von PONS weiterhin bei Daniel Salzmann.
Die Einführung der Software zur Personal- und Rollmaterialplanung beim Personenverkehr SOPRE war schwierig. Jochen Decker, Leiter Architektur und Qualität, berichtet der KL über die wichtigsten Erkenntnisse. Die vier erkannten Handlungsfelder Prozesskomplexität, Ressourcenverfügbarkeit, Einführungsmanagement und Testing sollen verhindern, dass künftige Projekte ähnliche Schwierigkeiten aufweisen. Das IT Portfolio wird deshalb hinsichtlich dieser Handlungsfelder untersucht. Zudem werden Massnahmen zur Risikominimierung erarbeitet. Die KL nimmt dies positiv zur Kenntnis.
Bereits seit 2015 arbeitet IT im Projektgeschäft mit der agilen Methodik statt der Wasserfallmethodik. Dies aufgrund der zunehmend verändernden Umgebung durch die Digitalisierung und die negativen Erfahrungen bei Grossprojekten wie SOPRE. Die agile Methodik unterliegt einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bei dem die Erfahrung aus dem Betrieb sowie Anpassungen an den relevanten Konzernweisungen einfliessen.
Auf SBB News informieren wir Dich jeweils nach den Sitzungen der Konzernleitung über die wichtigsten Themen und Entscheide. Die Konzernleitung der SBB will zeigen, womit sie sich beschäftigt und wichtige Themen und Entscheide einordnen – insbesondere mit Bezug zur SBB Strategie 2020. Die News aus der Konzernleitung leisten einen Beitrag dazu. Nutze für Fragen und Rückmeldungen die Möglichkeit zum Kommentieren.


