Diese Schule im Tessin lebt was sie lehrt

Die Scuola Universitaria Professionale della Svizzera Italiana (SUPSI) beschäftigt sich in der Nachhaltigkeitsforschung mit Fragen der Mobilität. Fragen, mit denen sich auch die SBB auseinandersetzt. Dass die SUPSI Forschungsfragen nicht nur theoretisch behandelt, zeigt sich am Standort Mendrisio.

Lesedauer: 2 Minuten

Seit die Coronabeschränkungen aufgehoben sind, pendeln wieder vermehrt Studentinnen und Studenten zu ihren Vorlesungen. Auch bei der SUPSI, welche 2021 direkt am Bahnhof Mendrisio eröffnet wurde. Im MAS Railways & Sustainable Mobility forschen Studierende an Nachhaltigkeitsthemen und gehen sozialen, wirtschaftlichen und technologischen Fragen nach. Die SBB wiederum setzt sich für Lösungen in der gesamtheitlichen Betrachtung der Mobilität ein. Nicht von ungefähr also, pflegen SUPSI und SBB – mit ihrer Tochtergesellschaft TILO – eine enge Partnerschaft. So hat die SBB auch die SUPSI am neuen Standort in Mendrisio beraten.

Der Leiter des Studiengangs Future Mobility & Innovation, Simone Bernasconi und Vanessa Hänni, MAS-Absolventin, sprechen über Nachhaltigkeit, Visionen aber auch über kleine Schritte, die Wirkung erzielen.

«Wir erschaffen die Welt von morgen und wenn wir den gleichen Lebensstil wie in den letzten Jahren pflegen, wird es kein Übermorgen mehr geben.»
Vanessa Hänni, MAS-Absolventin

Es sei darum wichtig, im Alltag Taten zum Schutz des Klimas einzubauen, meint Vanessa. Denn auch viele kleine Handlungen summierten sich. Ihre kleinen Alltagshandlungen bestünden unter anderem aus täglichen Velofahrten zur Arbeit, dem Abschalten elektronischer Geräte statt in «Stand-by» zu lassen sowie Stosslüften im Winter.

Quelle: SBB

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Vanessa Hänni hat den Studiengang 2020 abgeschlossen. Sie pendelte regelmässig mit dem Zug und war damals als Deutschschweizerin im Tessiner Studiengang doch eher eine Exotin. Vanessa war klar, dass sie diesen schweizweit einzigartigen Studiengang mit Studienort Tessin wählen wollte. Natürlich wegen des Inhalts, aber auch wegen der Kultur und der Sprache.

«Ich mag lösungsorientiertes Denken. Dieses konnte ich im Studium vertiefen und mein Eisenbahnwissen vergrössern, was mir bei meinem Traumjob als Sicherheitsingenieurin im Ingenieurbüro hilft.»

Beginn einer Bildergalerie

«Ich war schon immer ein Verfechter des ‹Handelns› und nicht nur des ‹Zuhörens›. Die Fähigkeit, etwas Neues aus dem Nichts zu erschaffen, lässt natürlich viel Spielraum für die Einführung neuer Ideen.»
Simone Bernasconi, Leiter MAS Future Mobility & Innovation.

Standort umsichtig ausgewählt und Vorlesungszeiten angepasst

Der SUPSI ist wichtig, dass Forschungsfragen nicht theoretisch bleiben, sondern auch in die Praxis umgesetzt werden. So wurde die neue Fachhochschule direkt am Bahnhof Mendrisio gebaut, damit möglichst viele Studierende mit dem ÖV anreisen. «Auch die Vorlesungszeiten haben wir an den ÖV angepasst», sagt Simone Bernasconi.

Ein effizientes, sicheres, sauberes und schnelles öffentliches Verkehrssystem sei ein Schlüsselfaktor für den Erfolg eines jeden Gebiets und Unternehmens. Die Schweiz sei ein Land, das auf Qualität, hohe Kompetenz und Sicherheit setze. Es sei daher wichtig, das hohe Dienstleistungsniveau des Öffentlichen Verkehrs aufrechtzuerhalten, der Wohlstand für alle schaffe, sagt Simone Bernasconi.

Auch heute noch treffen sich Vanessa Hänni und Simone Bernasconi gelegentlich. Zusammen diskutieren sie neue Ansätze, um mit grossen sowie kleinen Ideen die Mobilität von morgen mitzugestalten.

Nachhaltige Lösungen für Bildungsinstitute, Behörden und Firmen

Die SBB analysiert, berät und bietet Lösungen für Pendlerfahrten, Betriebsfahrten und für Geschäftsreisen an. Dabei werden Abolösungen ebenso berücksichtigt wie Carsharing -und Bikesharingprodukte für die erste und letzte Meile der Mobilität. Die SBB macht sich seit Jahren stark für die Entlastung der Hauptverkehrszeiten. Das Ziel ist, das Gesamtsystem des Öffentlichen Verkehrs zu entlasten. Dies gelingt unter anderem mit einer durchdachten Standortwahl von neuen Gebäuden, Anpassungen an Studienzeiten oder der Umsetzung von mobil-flexiblem Arbeiten.

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