Vierspurausbau Olten–Aarau: 4. Gleis fertig, 100-Tage-Bilanz

Der Bahnbetrieb durch den Eppenbergtunnel verläuft seit dem Fahrplanwechsel erfolgreich. Seit heute ist auch das 4. Gleis zwischen Dulliken und Däniken in Betrieb und sorgt damit für mehr Zug auf der Ost-West-Achse.

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Bedingt durch die Corona-Pandemie verzögerten sich die Bauarbeiten für den Vierspurausbau Olten–Aarau, da die Baustelle zum Schutz der Mitarbeitenden während rund drei Wochen ruhte. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 ging der Eppenbergtunnel in Betrieb und auch der geplante Fahrplan konnte eingeführt werden. Zwischen Dulliken und Däniken waren aber erst drei statt vier Gleise in Betrieb. In der vergangenen Nacht vom 22. auf den 23. März 2021 wurde nun auch dieser Meilenstein erreicht und seit heute Morgen früh sind die Züge zwischen Olten und Aarau auf insgesamt vier Spuren unterwegs.

Bevor die Bauarbeiten am Eppenberg komplett abgeschlossen sind, erfolgt in der Wöschnau die Rückverlegung des Stammliniengleises an die ursprüngliche Lage. Diese Arbeiten können erst nach der vollständigen Inbetriebnahme ausgeführt werden. Während die SBB diese Arbeiten ausführt, steht auf der Strecke Däniken–Aarau nur ein Gleis für den Zugsverkehr zur Verfügung und die Züge in der Fahrrichtung West – Ost verkehren durch den Eppenbergtunnel.

Für die Reisenden kommt es ab Montag, 12. April 2021 ab Betriebsbeginn, bis Mittwoch, 28. April 2021 bis Betriebsschluss, zu folgenden Einschränkungen:

  • Der IC5 Zürich HB–Lausanne verkehrt ab Zürich HB – bitte beachten – um xx.29 Uhr statt xx.30 Uhr. Ab Olten verkehrt er wieder wie gewohnt.

  • Die S23 Langenthal–Baden und die S26 Olten–Rotkreuz fahren durch den Eppenbergtunnel und halten somit nicht in Schönenwerd. Zwischen Däniken und Aarau verkehren Bahnersatzbusse.

  • Die S29 Turgi–Zofingen fällt während der Nebenverkehrszeiten zwischen Wildegg und Zofingen aus. Reisende benutzen das übrige Angebot der S29 oder zwischen Wildegg, Aarau und Olten den RE Brugg AG–Olten bzw. zwischen Zofingen und Olten den RE Olten–Luzern.

Der Online-Fahrplan ist angepasst. Die SBB bittet die Kundinnen und Kunden, diesen vor Reiseantritt zu prüfen.

Eppenbergtunnel seit 100 Tagen in Betrieb – SBB zieht positive Bilanz

Rund 100 Tage ist es her, seit der erste fahrplanmässige Zug den Eppenbergtunnel durchquert hat. Der Eppenbergtunnel bildet das Herzstück des Vierspurausbaus Olten–Aarau und konnte eines der grössten Nadelöhre im Mittelland beheben. Seit dem Fahrplanwechsel verkehren dank des neuen Tunnels zusätzliche S-Bahnen mit teilweise kürzeren Fahrzeiten und besseren Anschlüssen. Im Fernverkehr hilft der Vierspurausbau, den Fahrplan auf der Ost-West-Achse stabiler zu machen und sorgt somit für pünktlichere Züge. Die 100-Tage-Bilanz der SBB fällt positiv aus: Seit der Inbetriebnahme konnten dank des Eppenbergtunnels in Störungsfällen grössere Auswirkungen auf die Reisenden vermieden werden.

Ost-West-Achse der SBB: Eine Lebensader der Schweiz

Die Ost-West-Achse ist der bedeutendste Korridor für den SBB Personenverkehr. Ein Grossteil aller Reisenden bewegt sich zwischen Bodensee und Lac Léman. Deshalb engagiert sich die SBB für noch attraktivere Verbindungen und mehr Angebote auf der Ost-West-Achse. Dank des Kapazitätsausbaus und dem Einsatz neuer Züge stehen künftig mehr und komfortablere Sitzplätze zur Verfügung. Daneben entwickelt die SBB in Absprache mit Gemeinden, Städten und Kantonen ihre Bahnhöfe gemäss den Kundenbedürfnissen weiter und sorgt für die bestmögliche Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr – für eine nachhaltige Mobilität und für das Verbinden von Menschen. Weitere Informationen: www.sbb.ch/verbinden