Das Areal, auf dem die SBB in den nächsten Jahren das Projekt «Wolf Basel» realisiert, umfasst rund 160 000 Quadratmeter. Mit einer gezielten Verdichtung vereint die SBB auf dieser Fläche Wohnen, Leben, Gewerbe und Logistik und schont so den knapp vorhandenen Raum.
Siegerprojekte für die ersten Wohnneubauten stehen fest
Ab 2027 entstehen im westlichen Teil des Areals die ersten beiden Neubauten. Mit zwei Projektwettbewerben suchte die SBB nach den qualitativ besten Lösungen. Eine Jury aus externen Fachexpertinnen, Vertreterinnen der Bauherrschaft und des Kantons Basel-Stadt kürte nun die Siegerprojekte. «ARGE Experience, Paris und M-AP Architekten, Lausanne» (MF02, vgl. Plan unten) sowie «ARGE Parabase GmbH und Confirm AG, Basel» (MF03) lieferten jeweils das überzeugendste Gesamtkonzept. Ihre Projekte Janus und Binaria sind laut Jury funktional und innovativ zugleich, fügen sich architektonisch in die bestehende und zukünftige Bebauung ein und schaffen Wohn- und Lebensqualität an einem anspruchsvollen Standort.
Die Neubauten sind jeweils 10-geschossig und bieten rund 300 Wohnungen unterschiedlicher Grösse für verschiedene Lebenssituationen und Wohnformen. Die Wohnungen verteilen sich über alle Geschosse, Gemeinschaftsräume tragen zu lebendigen Erdgeschosszonen bei. Die Dächer werden für Photovoltaik und als Wasserspeicher genutzt und sind partiell begehbar, die Fassaden teilweise ebenfalls mit Photovoltaik ausgestattet sowie begrünt. Geheizt wird mit erneuerbaren Energien, der sommerliche Wärmeschutz erfolgt durch Beschattung und Verdunstungskühlung. Durch gezielte Materialwahl (z.B. Schraubverbindungen statt Kleben) und flexible Konstruktion (z.B. modularer Aufbau) wird eine möglichst gute Reparierbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und spätere Demontierbarkeit (Design for Disassembly) gefördert.
Die Wettbewerbsbeiträge können auf dem Areal Wolf in der Halle 1 besichtigt werden. Die Ausstellung ist Donnerstag und Freitag, 27. und 28. März 2025, von 15 bis 19 Uhr und Samstag, 29. März 2025 von 12 bis 16 Uhr geöffnet.
SBB öffnet das Areal Wolf für erste Nutzungen
Der Einbezug der Bevölkerung ist ein wichtiges Thema bei der Entwicklung von Wolf Basel. Damit die neue Identität des Areals möglichst früh durch das umliegende Quartier und Interessierte mitgestaltet und geprägt werden kann, öffnet die SBB das Areal für Zwischen- und längerfristige Nutzungen. So wird seit kurzem in einer historischen Bahnhalle im Zentrum des Areals auf rund 2000 Quadratmetern temporär Pickleball gespielt, eine Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis.
Daneben stehen weitere Mietflächen zwischen 10 und 300 Quadratmetern für längerfristige Nutzungen in den Bereichen Kultur, Freizeit und Gastronomie zur Verfügung. Die Flächen befinden sich im Innen- und Aussenbereich von zwei historischen Lagerbauten direkt an der St. Jakobstrasse und sind somit sehr gut sicht- und erreichbar. Interessierte können sich mit ihren Ideen via Onlineformular auf der Projektseite «Wolf Basel» melden.
Wolf Basel: Quartierentwicklung in zwei Etappen
Der geplante Baustart für Wolf Basel ist 2027. In einer ersten Etappe werden im westlichen Teil des Areals Wohngebäude erstellt. Dort entstehen rund 600 Wohnungen für circa 1 200 Bewohnerinnen und Bewohner, davon ein Drittel im preisgünstigen Segment durch Genossenschaften. Parallel dazu wird der Urban Hub (Mittelteil) des Areals entwickelt. Hier bilden öffentliche Nutzungen wie Gastronomie, Sport, Kultur und Dienstleistungen das Bindeglied zwischen Wohnen und dem Gewerbe im östlichen Teil des Areals. In der zweiten Etappe werden dort voraussichtlich ab 2031 Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude für rund 1 000 Arbeitsplätze realisiert. Das Entwicklungsprojekt der SBB basiert auf dem seit dem 2. Mai 2023 rechtskräftigen Bebauungsplan.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektseite «Wolf Basel».