Renens: Umsteigen auf dem gleichen Perron an den Wochenenden und teilweise unter der Woche zwischen Genève/Genève-Aéroport und dem Jurasüdfuss

Ab dem 5. April 2025 steigen die Reisenden zwischen Genève/Genève-Aéroport und den Städten am Jurasüdfuss am Wochenende in Renens auf dem gleichen Perron um, und das in beide Richtungen. Unter der Woche werden solche Verbindungen mit Umsteigen auf dem gleichen Perron für Reisende von Genf in Richtung Jurasüdfuss einmal stündlich eingeführt. Die Anfang März 2025 durchgeführten Tests haben gezeigt, dass perrongleiches Umsteigen am Wochenende und teilweise unter der Woche ohne massgebliche Beeinflussung der Zugspünktlichkeit möglich ist. Damit das Umsteigen auf dem gleichen Perron immer möglich sein wird, sind noch umfassende Arbeiten nötig.

Der seit dem Sonntag, 15. Dezember 2024, gültige neue Fahrplan brachte die grössten Veränderungen seit zwanzig Jahren für das Mobilitätsverhalten in der Westschweiz. Dank der Lösungen, die mit der Westschweizer Verkehrskonferenz (CTSO) gefunden werden konnten, bietet er den Kund:innen 15 Prozent mehr Züge. Erste Beobachtungen zeigen, dass der neue Fahrplan eine verbesserte Pünktlichkeit mit sich bringt und die für Netzunterhalt und -entwicklung notwendigen Puffer enthält.

Umsteigen in Renens wird einfacher

Seit dem Fahrplanwechsel verkehrt der IC5 jede halbe Stunde zwischen Zürich/Biel und Lausanne, mit Anschluss an die Verbindung zwischen dem Jurasüdfuss und Genève/Genève-Aéroport in Renens. Zu Hauptverkehrszeiten gibt es dank zwölf IR57-Zügen, die unter der Woche täglich die Strecke Neuchâtel‒Genève/Genève-Aéroport fahren, eine Direktverbindung vom Jurasüdfuss nach Genève/Genève-Aéroport. Auch am Wochenende verkehren täglich zwei direkte Züge.

Nach der Ausarbeitung des neuen Fahrplans im Jahr 2023 hat sich die SBB gegenüber der CTSO verpflichtet, dass sie nach seiner Einführung am Bahnhof Renens Umsteigeverbindungen auf dem gleichen Perron testet, um den Reisenden das Umsteigen zu erleichtern. Mit dem hohen Zugaufkommen auf der Strecke Lausanne–Genève kann es zu Trasseekonflikten zwischen den vielen Personenzügen und dem Güterverkehr kommen. Dazu kommt, dass die Infrastruktur des Bahnhofs aktuell nicht ermöglichen, stündlich eine Umsteigeverbindung auf dem gleichen Perron anzubieten. Es war notwendig, zuerst den neuen Fahrplan umzusetzen, seinen Betrieb zu optimieren und dann zu testen, wie sich punktuelle Umsteigeverbindungen auf dem gleichen Perron auf die Pünktlichkeit auswirken.

Umsteigeverbindungen auf dem gleichen Perron am Wochenende und teilweise unter der Woche möglich

Die seit März 2025 durchgeführten Tests haben gezeigt, dass Umsteigeverbindungen auf dem gleichen Perron am Wochenende und teilweise unter der Woche ohne nennenswerten Einfluss auf die Zugspünktlichkeit möglich sind. Ab Samstag, 5. April 2025, wird daher für den Anschluss zwischen der Jurasüdfusslinie und der Linie Lausanne‒Genève das Umsteigen in Renens auf dem gleichen Perron eingeführt. Das ist möglich, weil es am Wochenende weniger Güterverkehr und keine Verstärkungszüge für Pendlerinnen und Pendler gibt.

Ab Montag, 7. April 2025, wird es unter der Woche einen Anschluss pro Stunde geben, bei dem in Renens auf dem gleichen Perron umgestiegen wird. Dies ausschliesslich in der Richtung Genève–Jurasüdfuss (IR90, Ankunft in Renens um xx.37 Uhr / IC5, Abfahrt um xx.41 Uhr). Die damit entstehenden Kapazitätseinbussen auf dem Netz beeinflussen die Zugspünktlichkeit in einem akzeptablen Rahmen. Ausnahmen von diesen Fahrplanänderungen werden natürlich weiterhin möglich sein, z.B. im Zusammenhang mit Bauarbeiten oder besonderen Ereignissen.

Gleichzeitig klärt die SBB ab, ob ab Dezember 2025 auch stündliche perrongleiche Umsteigeverbindungen für die Richtung Jurasüdfuss–Genève/Genève-Aéroport möglich sind. In dieser Richtung verursacht eine Umsteigeverbindung auf dem gleichen Perron massgebliche Trasseekonflikte (zwei Züge gleichzeitig auf dem gleichen Gleis) zwischen dem Güter- und dem Personenverkehr und daraus resultierende Unregelmässigkeiten auf dem Netz.

Zur Erinnerung: Es verkehren täglich über 800 Züge zwischen Lausanne und Genf, einer strategischen Achse mit reduzierter Kapazität aufgrund der fehlenden Trasseeredundanz. Die Kundinnen und Kunden werden in Renens weiterhin von den Kundenlenkerinnen und -lenkern beraten.

Umsteigeverbindungen: umfassende Arbeiten nötig

Um am Bahnhof Renens zwischen Genève/Genève-Aéroport und den Städten des Jürasüdfusses immer Umsteigeverbindungen auf dem gleichen Perron einzuführen, sind nebst der Lösung des Trasseekonflikts zwischen Personen- und Güterverkehr wichtige Infrastrukturanpassungen nötig. Dabei müssen die komplette Gleiskonfiguration und im westlichen Bahnhofsteil auch die Weichen angepasst werden.

Die SBB integriert diese Infrastrukturanforderungen für Umsteigeverbindungen auf dem gleichen Perron in den Ausbauschritt 2035 des umfangreicheren Projekts zur Anpassung des Westkopfs am Bahnhof Renens. Diese umfassenden Arbeiten am Bahnhof Renens beinhalten unter anderem den Austausch von elf Weichen (davon fünf spezifisch für die Umsteigeverbindungen auf dem gleichen Perron), den Umbau mehrerer hundert Meter des Bahnplanums, das Aufstellen von ungefähr hundert Fahrleitungsmasten sowie die Anpassung des Stellwerks in Renens.

Dazu wird beim Bundesamt für Verkehr 2026 ein Bauprojekt eingereicht, das ungefähr 600 Nächte dauern wird. Der Projektstart ist für 2028 vorgesehen mit Inbetriebnahme Ende 2029, je nach Dauer der rechtlichen Prozesse.

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