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Oensingen: Das neue Mittelperron geht in Betrieb

Ab 26. Oktober 2019 halten die Fernverkehrszüge wieder in Oensingen. Dann geht das neue Mittelperron in Betrieb. Dank diesem gelangen die Reisenden neu stufenfrei in die Niederflurzüge. Auch die S9-Züge auf der Linie Olten–Läufelfingen–Sissach verkehren ab dann wieder nach dem gewohnten Fahrplan.

Tschüss Baufahrplan. Ab Samstag, 26. Oktober 2019, halten die Fernverkehrszüge wieder in Oensingen. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Regionalverkehrszüge ändern sich teilweise um bis zu drei Minuten. Das provisorische Perron Gleis 1 bleibt noch bis Anfang November 2019 erhalten. Es wird bis dann zu Randzeiten teilweise noch für Regionalverkehrshalte genutzt.

RegioExpress-Shuttle-Züge statt Fernverkehrszüge

Grund für die Fahrplananpassungen war der Bau des neuen Mittelperrons im Bahnhof Oensingen. Die Hauptarbeiten dafür nahm die SBB in konzentrierter Form vor, von Samstag, 30. März, bis und mit Freitag, 25. Oktober 2019. Dazu dünnte sie während dieser Zeit den Fahrplan auf der Gäulinie aus. Unter anderem entfielen die Fernverkehrshalte in Oensingen. Dies kompensierte die SBB zu den Hauptverkehrszeiten mit RegioExpress-Shuttle-Zügen zwischen Oensingen und Olten. Andererseits sperrte die SBB das Mittelperron komplett. Die Regionalverkehrszüge hielten am provisorischen Perron am Gleis 1. Die Mittelperronsperre und der temporäre Baufahrplan boten zum einen dem Bauteam mehr Zugspausen für sichereres und effizienteres Arbeiten. Das verkürzte die Bauzeit deutlich. Zum anderen gewährleisteten die Massnahmen für die Reisenden einen zuverlässigeren Fahrplan.

Auch nach der Inbetriebnahme des Mittelperrons gehen die Arbeiten noch bis Ende Jahr weiter. Für die Reisenden nochmals spürbar wird der Schienenwechsel beim Gleis 3. Um diesen rasch und sicher vornehmen zu können, wird der Bahnhof Oensingen am Sonntag, 24. November 2019, bis 19.30 Uhr für den Bahnverkehr gesperrt. Zwischen Wangen an der Aare und Oberbuchsiten verkehren Bahnersatzbusse. Die Fernverkehrszüge verkehren via Bahn-2000-Strecke und halten nicht in Oensingen. 

Mehr Komfort dank stufenfreiem Zugang

Im Rahmen des 21-Millionen-Franken-Projekts erhöhte und verlängerte die SBB das Mittelperron und nahm umfangreiche Anpassungs- und Erneuerungsarbeiten an den Gleisen 3 und 4 vor. Dank des erhöhten Mittelperrons gelangen Menschen mit eingeschränkter Mobilität in Oensingen ab 26. Oktober 2019 stufenfrei in die Niederflurzüge. Das ermöglicht ihnen ein möglichst autonomes Reisen, wie es das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) vorgibt. Stufenfreies Ein- und Aussteigen ist zudem auch für Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen ein Komfortgewinn und beschleunigt den sogenannten Fahrgastwechsel. Dies dient wiederum der Pünktlichkeit der Züge.

Wichtiger Bestandteil des Projekts war zudem die Reduktion der kurvenbedingten Querneigung der Gleise 3 und 4. Dadurch ist die Schräglage der haltenden Züge weniger ausgeprägt. Auch das erleichtert das Ein- und Aussteigen. Der auf die Standardlänge von 420 Meter verlängerte Perron bietet den 380 Meter langen ICN-Doppelkompositionen mehr Haltetoleranz und lässt die Option offen, auch langfristig bei Bedarf mit bis zu 400 Meter langen Züge in Oensingen zu halten.

Weitere Informationen zum Bauprojekt, den Fahrplanauswirkungen sowie Bilder und einen Drohnenfilm zur Montage des Perrondachs finden Sie unter www.sbb.ch/oensingen.

Auswirkungen bis nach Sissach

Wegen des Mittelperronausbaus in Oensingen verkehrt die S9 auf der Linie Olten–Läufelfingen–Sissach seit Montag, 1. April 2019, mit einem Spezialfahrplan. Gemäss diesem sind die Abfahrtszeiten der im Stundentakt verkehrenden S9-Züge unter der Woche um eine halbe Stunde verschoben. Dies bleibt noch bis und mit Freitag, 25. Oktober 2019, so. Danach gilt wieder die ganze Woche durch der gewohnte Fahrplan.

Grund für diese Fahrplananpassung war, dass die S9-Züge ansonsten zur gleichen Zeit in Olten eintreffen würden wie die RegioExpress-Shuttles Oensingen–Olten. Diese setzte die SBB zur Hauptverkehrszeit als Ersatz für die in Oensingen wegfallenden Fernverkehrshalte ein. Aus sicherheitstechnischen Gründen ist eine gleichzeitige Einfahrt von Shuttle-Zügen und S9-Zügen betrieblich nicht möglich.